Ausgefallene Präsentationstechniken?

Saralx

dis iratis natus
ID: 282225
L
22 April 2007
2.032
288
Hi,

ich halte nächste Woche eine Präsentation und nun suche ich nach ein paar Anstößen für die Visulisierung.
Da PowerPoint nicht möglich ist, bleibt uns als einzige Alternative wohl Overhead-Folien....aber wir finden das einfach zu langweilig (Das Thema an sich ist schon zum Gähnen:ugly:).
Also, habt ihr vielleicht irgendwelche außergewöhnlichen Präsentationstechniken für mich? Wie können wir anders visualisieren, oder wie könnten wir es spannender gestalten?
Außergewöhnlicher? Vielleicht gibt es hier ein paar alte (junge) Hasen, die sich damit auskennen...Für Vorschläge wäre ich echt dankbar!
Lg Saralx
 
Kommt sicherlich auf das Thema auch mit darauf an.

Vielleicht koennt ihr auf einen Moderationskoffer zurueckgreifen und damit zum Beispiel Pro-Contra Listen visualisieren oder bestimmte Vorgänge darstellen. Oder mit Magneten etwas an die Tafel/Whiteboard heften.
 
Gut ist auch immer, wenn man Dinge, die man sich schwer vorstellen kann, "auf die Spitze getrieben" beschreibt...
Ich gebe am Besten ein Beispiel, ist schwer in Worte zu fassen sonst :mrgreen:

Ich hatte mal einen Vortrag, in dem die Maßeinheit "nm" vorkam.
Während meiner Vorbereitung bin ich dabei auf einen sehr guten bildlichen Vergleich gestoßen, was denn "nm" überhaupt bedeutet.
Bin mir nicht mehr ganz sicher ob er so 100% richtig ist, aber ist ja nur nen Beispiel, damit du weißt was ich meine:
"Wenn ganz München Stecknadelkopf groß wäre, dann wäre die X-Taste einer Tastatur ein "nm"".
Der Vortrag is laaaange her, es muss also nicht stimmen, aber ich hoffe du weißt was ich meine :mrgreen:

Das ist natürlich keine Visualisierung im direkten Sinne, aber vielleicht hast du ja auch Sachen, die du so sehr gut beschreiben kannst. Bei sowas hat man meistens mehr Aufmerksamkeit als wenn man sagt: "1nm bedeutet 1*10^-9" :mrgreen::mrgreen:

Das Ganze musst du dann natürlich noch auf die Hörer abstimmen :)
 
Mit einem OHP kann man eine ganze menge lustiger sachen machen.

Ich hatte z.B. ein Vortrag über Plattentektonik gehalten und hab mir die verschiedenen Platten ausgeschnitten und mit stielchen versehen, so das ich sie live Bewegen konnte ohne Wurstfinger auf der Projektion zu haben.

Was beim OHP auch sehr toll ist, ist Laufschrift, wir haben damals extra einen alten OHP modifiziert gehabt, da konnte man eine Rolle Frischhaltefolie einspannen und mit einer Kurbel drüberziehen. Frischhaltefolie ist recht günstig und bietet perfekte möglichkeiten für laufschriften, ausgedehnte Höhenprofiele etc. pp.

Manchmal kommt es auch zu gute das man auf einem OHP relativ einfach mehrere "Layer" bzw. Folien übereinander legen kann. So kann man zum Beispiel bei blanko Weltkarten verschiedene "Layer" auflegen (BIP, Bevölkerungsdichte etc.) und so leichter vergleichen.

Weg vom OHP, hab ich auch schon mal zusammen mit anderen, gewisse Sachverhalte szenisch dargestellt. Das kann ganz abstrakt sein, wenn z.B. ein eher biologisches o.ä. Thema hat oder ganz galant, wenn es z.B. um soziale/gesellschaftliche Muster o.ä. geht. Als einstieg in eine Präsentation ist sowas immer relativ gut, da man sofort dann die ganze aufmerksamkeit hat - wenn man dann mit Worten wie "So oder so ähnlich könnte es bald kommen" beginnt.
Auch aktuelle Themen kann man teilweise gut verwursten - ich weiss gar nicht wie viele anspielungen auf Krise-Opel oder Standortentscheidung-Nokia ich in letzter Zeit ertragen müssen bzw. von mir gegeben habe ;-)
 
Hi Saralx,
habe ich nicht genau gelesen oder suchst du nach Präsentationstechniken, ohne Thema und Zielgruppe anzugeben? Diese Techniken sind doch kein Selbstzweck. Du musst schauen, was zum Thema passt und zur Zuhörerschaft. Das zeigt letztlich auch der Beitrag drüber von Puhgee. Eine Präsentation zu einem Thema aus dem Bereich Mittelalter MUSS anders gestaltet werden als eine über die Funktionsweise von Computern. Sag mal, um welches Thema es gehen soll! Grüße
 
Richtig. Ich habe weder Thema noch Zielgruppe angegeben. Ich wollte auch ganz bewusst viele verschiedene Vorschläge hören, nicht unbedingt auf mein Thema bezogen, denn wenn ich euch jetzt sage, dass es um die Unternehmensstrategie einer Sägemühle geht, erzählt mir jeder ich soll Holz mitbringen oder ähnliches..Und darauf kommen wir schließlich auch.:ugly:

Ich danke euch auf jeden Fall schonmal für eure Vorschläge, ihr habt mir auf jeden Fall Denkanstöße gegeben. Wenn ich das jetzt noch mit meinem irren Team durchspreche, kommen wir sicher auf irgendetwas ausgefallenes:mrgreen:
 
Sag uns dann, was ihr gemacht habt, dann holen wir uns auch noch ein paar Anregungen.

Übrigens, wenn ihr ein Sägewerk erklaeren muesst, koenntest du Holz mitnehmen :mrgreen:
 
Das ist kein Witz gewesen.:mrgreen: Wir entwickeln eine Unternehmensstrategie für ein Sägewerk....(ich sagte doch, das Thema ist laaangweilig)....:D
 
Präsentation unter Einbeziehung des Auditoriums
(kommt auch auf die Größe selbigen an *g* )

Wenn es um Themen geht, die auch allgemein vielleicht schonmal gehört wurden, so kann man den Einsteig ins Thema mit einem Brainstorming starten
Befrage die Zuhörer kurz, was sie zum Thema XYZ wissen oder schon immer wissen wollten

danach kurze Überleitung a la:
Sie sehen, so unwichtig ist das Thema nicht, was wir ihnen heute hier darlegen ... blablubb

danach eine kurze Einleitung in euer Konzept, wichtig, aus dem Stand müssen dann die im Brainstorming gefallenen Einwürfe auch integriert sein.

Danach leitet ihr dann in eure eigene Thematik ein, bringt immer wieder zurückgreifend auf die aufgeworfenen Fragen, Fakten auf den Punkt, Erläuterungen bildlich gemacht.

Ist das Thema an sich dröge und trocken, versucht immer wieder das Publikum einzubeziehen
zum einen, indem ihr FÜR DIE ZUHÖRER arbeitet, diese also immer beachtet, den Blick schweifen lasst, Blickkontakt sucht,
zum anderen, indem ihr vielleicht nach trockenen und längeren Abschnitten wieder auf eventuelle Fragen zurückgreift, ob etwas unklar war, etc ..

und abschließend dann halt eine kurze Essenz aus dem Thema, kurz auf die Eingangspunkte zurückgehen und diese als abgehakt ins Fazit aufnehmen.

Falls noch Folgevorträge kommen sollten, kurz anreißen, was noch kommen kann / noch kommt