Arbeitgeber zahlt nicht...

MinkyMausy

IT-Systemkauffrau
1 Mai 2006
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Hallo Zusammen,

ich hab ein großes Problem. Nach 4 Monaten Arbeitslosigkeit habe ich Mitte Mai wieder eine Stelle aufgenommen. Alles hörte sich toll an, ist es auch soweit. Jedoch haben die schon im ersten Monat in welchem ich dabei bin, Zahlungsschwierigkeiten.

Bisher habe ich zwar eine Gehaltsabrechnung für den halben Monat Mai bekommen, aber noch kein Gehalt erhalten. Anscheinend kommt der erste Anteil (ca. 30% ) am kommenden Mittwoch.
Es kann aber nicht auf Dauer sein das ich erst am Ende des zweiten Monats das Gehalt vom ersten bekomme, wenn überhaupt.

Neuerdings soll auch eine Regelung unterschrieben werden dass wenn das Ziel nicht erreicht wird, 33% vom Gehalt abgezogen wird.

Ich bin schwer am überlegen ob ich die Firma nicht doch wieder verlassen soll. Denn das Geld vom Amt ist zwar wenig aber pünktlich.

Eine Idee wäre auch das ich mich bis zum nächsten Job mit (mehreren) 400€ Jobs über Wasser halten könnte. Da bin ich aber nicht krankenversichert, oder?
Wenn ich Amt+400€ Job mache, wird doch viel abgezogen?
Verheiratet bin ich auch nicht, also kommt Familienversicherung auch nicht in Frage.

Vielleicht kann mir jemand Tipps geben wie ich mich verhalten soll…

LG Minky
 
wie bitte? Ein AN wird für seine Leistung bezahlt, nicht für den Erfolg seiner Leistung. Wenn ein AN den ganzen Tag nur Ausschuss produziert hat er dennoch anrecht auf 100% seines Gehaltes (evtl anders bei Akkordlohn). Man man man, da scheint mal wieder ein AG von tuten und blasen keine Ahnung zu haben, warum gliedert er die AN nicht besser in eine Zeitarbeitsfirma aus? Da bekommen diese wenigstens sicher ihren Lohn und er hat nen Monat Zeit die Rechnung zu bezahlen... :roll:

Auf 400 EUR Basis bist du nur krankenversichert, wenn du deinen Sozialteil selbst zahlst. https://www.minijob-zentrale.de
 
Danke dir für die Antwort.

Aufgrund der oben genanntenten Gründe bewerbe ich mich natürlich weiter.

Ich würde gerne eine etwas besondere, und ausgefallene Bewerbung schreiben, und hab mir da auch schon etwas einfallen lassen.

Leider hab ich´s nicht so mit der Zeichensetzung, wer da etwas besser ist als ich und Lust hat das ganze mal Korrektur zu lesen, darf sich gerne bei mir per PM melden... . :)
 
1. Es kann zwar unterschiedliche Zahlungstermine geben (bei mir bekannten Firmen ist das in einer Spanne zwischen dem 10. des laufenden und dem 15. des Folgemonats), aber länger sollte es nicht dauern.

2. Wenn ein Arbeitgeber Zahlungsschwierigkeiten hat, können ihm die Arbeitnehmer natürlich das Gehalt stunden (geschieht dann natürlich oft stillschweigend aus Arbeitsplatzsicherungsgründen), normalerweise wird dann aber zumindestens ein Teil (z.B. 50%) zum normalen Termin gezahlt und der Rest wenn es wieder geht.

3. Einen (dauerhaften) Gehaltsverzicht (man bekommt weniger, muss dann aber auch weniger Steuern und Sozialabgaben zahlen) kann es nur über eine schriftliche Vertragsanpassung geben, jedenfalls nicht mündlich.

4. Natürlich kann ein Arbeitgeber neben einem festen Grundlohn auch eine Leistungs-/Erfolgszulage zahlen, dann aber zusätzlich. Die bloße Umwandlung eines festen Gehalts in einen festen und einen variablen Bestandteil kommt zunächst einer Gehaltskürzung gleich, denn der variable Teil ist nicht garantiert.

5. Wenn du mehrere 400€-Jobs annimmst, bist du krankenversichert, da es dann keine 400€-Jobs im klassischen Sinn mehr sind und die ganz normalen SV-Beiträge (inklusive Krankenversicherung) anfallen - die 400€ Grenze gilt nämlich nicht pro Anstellung sondern pro Arbeitnehmer und ist man in der Summe drüber, fällt man in die normalen Regelungen (bzw. erstmal Gleitzone). Wenn die Arbeitgeber das falsch abrechnen haben die das Problem, wenn du den Arbeitgebern die jeweils andere Minijobs verschweigst, hast du ein noch viel größeres Problem, falls das mal rauskommt.
 
Stell beim zuständigen Amtsgericht einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.

Was meinst Du, wie pünktlich dann gezahlt wird.

gruss kelle!
 
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Neuerdings soll auch eine Regelung unterschrieben werden dass wenn das Ziel nicht erreicht wird, 33% vom Gehalt abgezogen wird.

Ich bin schwer am überlegen ob ich die Firma nicht doch wieder verlassen soll. Denn das Geld vom Amt ist zwar wenig aber pünktlich.

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8O 8O 8O

33 % vom Monatsbrutto? Das wäre ja krass... also was ich kenne ist, dass bei Nichterreichung der Ziele Bonis gestrichen werden oder man nur sein Tarifgehalt erhält, aber nicht, dass vom regulären Gehalt etwas abgezogen wird. Das ist ja die Quadratur der Absurdität! :roll:

Was ist denn das für ein Laden (poste es aber wenn nicht hier im Thread, am Ende bekommst Du noch Ärger)? Von denen möchte ich niemals Dienstleistungen in Anspruch nehmen - solche Sklaventreiber muss man boykottieren!*

Viel Erfolg bei der Jobsuche!

VG, Andy

* Ja, ich weiß, wenn man die boykottiert, dann geht's den Mitarbeitern noch schlechter, aber unterstützen muss man das ja wohl auch nicht, oder?!
 
Da ich deiner Nickpage entnehme, dass du noch 22 bist, kannst du dich über einen deiner Elternteile familienversichern lassen..

Bezüglich der offenen Gehaltszahlungen nehm (Bier)Kelle´s Weg ;)
 
Hallo Minky,

ich empfehle dir "winke-winke" zu machen.
Such dir während du noch arbeitest eine andere Stelle. Im Zweifelsfall kannst auch du fristlos kündigen (zumindest in Ö ist das so).
 
Ja, ich fahre schon jetzt 2 gleisig und bewerbe mich wo es geht. Nur leider bisher erfolglos da es mit meiner Berufserfahrung noch nicht wirklich lang her ist...
 
geh zum Arbeitsamt und teil denen mit was bei deinem derzeitigen AG läuft und beantrage am besten gleich Leistungen
aus persönlichen Erfahrungen weiss ich das solche firmen irgendwann ganz zu machen und du uu monatelang für nix gearbeitest hast. und wenn es ganz dicke kommt überweist der AG kein Geld an die Rentenkasse was deinen späteren Rentenanspruch (ich weiss gibt dann eh fast nix mehr )dramatisch reduziert.
Viel glück bei der Jobsuche
 
Danke dir. Jedoch wird mein Geld noch aufs AZUBI Gehalt gerechnet. Das ist auch nicht sehr viel. Und lieber sammele ich noch eine Weile Beruserfahrung, zumindest so lange bis ich etwas habe.