Steuer Arbeiten ist gemeinnützig!

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Gelöschtes Mitglied 2069

Einem Zeitungsartikel zur Folge (https://www.welt.de/finanzen/verbra...at-kassiert-von-den-Deutschen-immer-mehr.html ) geht der deutsche Arbeitnehmer bis zum 08. Juli eines Jahres arbeiten, um für die Solidargemeinschaft zu arbeiten. Erst danach verdient er sich etwas dazu, um seine persönliche Wunschbegüterung zu erreichen.

51,5 % des durchschnittlichen Einkommens gehe nach einer Veröffentlichung des Bundes der Steuerzahler an den Staat. Erschwerend sei die kalte Progression als Verstärker der Steuerlast.

Die Briten und Amerikaner schneiden im internationalen Vergleich wesentlich besser ab. So muss man in Amerika bis zum 21. April arbeiten und in Großbritannien bis zum 02. Juni eines Jahres für die Solidargemeinschaft arbeiten.

Dieses Thema soll eine daran angestoßene Diskussion entfachen und idealerweise einen Paradigmenwechsel einleiten was unsere Ansicht über den Arbeitsbegriff betrifft und ob man vielleicht auch einmal über grundlegendere Fragen und Skizzen nachdenken möchte.

Immerhin lässt sich durch den Bericht ableiten, dass wir arbeiten gehen um gemeinnützig tätig zu sein. Wie denkst du darüber?
 
Dann schau Dir mal die sozialen Sicherungssystem von GB oder USA an.
Lohnfortzahlung im Krankheitsfall? Schallendes Gelächter.
 
Dann schau Dir mal die sozialen Sicherungssystem von GB oder USA an.
Lohnfortzahlung im Krankheitsfall? Schallendes Gelächter.

ich kenne dich eigentlich anders,

im amiland kann ich zwischen 6 monaten oder 12 monaten krankengeld waehlen.
6 monate kostet mich nichts extra, 12 monate ca 15 dollar die woche.

peter
 
Immerhin lässt sich durch den Bericht ableiten, dass wir arbeiten gehen um gemeinnützig tätig zu sein. Wie denkst du darüber?

Mache ich, ja..... mir wäre zwar 1/3 durchschnittliche Gemeinnützigkeit lieber als die Hälfte aber mein Gott, das Geld wird immer mehr auf dem Konto und ich brauche so wenig materielle Güter also was soll es


Arbeitsbegriff? Für viele ist doch nur angestellte, sozialversicherungspflichtige Arbeit "richtige" Arbeit, das empfinde ich schon als lächerlich, für mich ist letztendlich alles Arbeit was ich für mich oder jemand anderen als Leistung erbringe und davon wird eben ein großer Teil nicht bezahlt
 
[...] im amiland kann ich zwischen 6 monaten oder 12 monaten krankengeld waehlen.
6 monate kostet mich nichts extra, 12 monate ca 15 dollar die woche. [...]

Ist das dann eine private Krankenversicherung oder Obama-Care? Und sind die jeweiligen Beiträge wohl in der obigen Rechnung schon berücksichtigt? :think:
 
Die Berechnung mit dem 8.Juli ist aber noch sehr wohlwollend weil da jede Menge "versteckte" Abgaben garnicht von erfasst sind wie z.b.:
- Kommunale Gebühren, Abgaben und Steuern
- Rundfunkzwangssteuer
- EEG Umlage
- Klima Abgaben (wie Umweltplakette)
- zum Teil völlig überhöhte und hanebüchene Bußgelder für Ordnungswidrigkeiten (stetig steigend)
- ...Maut...

...

Ende offen... zumal ein nicht unwesentlicher Teil der von uns bezahlten Politiker sich damit beschäftigt neue Absaugmethoden in die Welt zu fantasieren.
 
...
- zum Teil völlig überhöhte und hanebüchene Bußgelder für Ordnungswidrigkeiten (stetig steigend)
...


Äh - wo steht, dass du verpflichtet bist, diese Ordnungswidrigkeiten zu begehen? :shifty:

Oder bin ich unsozial, weil mein letztes Ticket für zu schnelles Fahren 3 Jahre und das letzte fürs Falschparken 5 Jahre her ist? :think:
 
Äh - wo steht, dass du verpflichtet bist, diese Ordnungswidrigkeiten zu begehen? :shifty:

Oder bin ich unsozial, weil mein letztes Ticket für zu schnelles Fahren 3 Jahre und das letzte fürs Falschparken 5 Jahre her ist? :think:

Das Thema Tempo hatten wir schonmal, da habe ich bereits gelernt, dass dies zu den Themen gehört bei denen Du trotz bester Argumente keinen Millimeter von Deiner Argumentationseinbahnstraße abweichst (geht das überhaupt irgendwo?).
Ich meinte die Tempoknöllchen aber nichtmal explizit. Obwohl da auch an vielen Stellen nachweislich nicht die Verkehrssicherheit, sondern möglichst hohe Einnahmen im Vordergrund der "Verfolgung" stehen. Aber bitte nicht wieder das Thema...;)

Ich meinte eher Dinge wie Wa(h)rnwestenpflicht, in Fahrtrichtung links parken, Kippe auf die Straße schnipsen, Handynavi ohne Halterung benutzen, Umweltplakette nicht aufgeklebt sondern nur hinter der Windschutzscheibe liegend, Verwarngeld für "Verkehrsgefährdendes Verhalten" bei offensichtlich mehr als unabsichtlichen Minikratzern bei z.b. Parkplatzremplern, die grundsätzlich mal recht sinnvolle Stoppschildregel: die Schilder werden mittlerweile von klammen Komunen mit wachsender Begeisterung an perfekt einsehbaren kaum befahrenen Einmündungen mit schlecht einsehbarer Polizeifrühstücksparkbucht um die Ecke aufgestellt, im Sinne der Verkehrssicherheit natürlich... wenn ich noch ein paar Minuten nachdenke fallen mir sicher noch mehr ein. Bringt aber nichts, ich kenne Deine Antwort eh schon. "Wo steht, dass Dich jemand zwingt sowas schlimmes zu machen..."

Achja, meinen Liebling zum schmunzeln hatte ich fast vergessen: Nackt aus dem Auto aussteigen kostet auch 40 Euro;) Wenigstens so sozial solltest Du doch gewesen sein dies in den letzten 5 Jahren mal "in Anspruch genommen zu haben"?!;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn man Single ist, dann kann die Steuer-/Abgabenlast ja ins Extrem getrieben werden.:
Vom Brutto gehen 50% weg, bleiben 50%, davon zahlt man dann Tabaksteuer (60%), die Steuer für den Billig-Rum (knapp 60%), Mehrwertsteuer (19%).... da bleibt ja quasi nichts mehr übrig :)

Ich denke, wir wollen den Sozialstaat, dann müssen wir ihn auch bezahlen. Evtl. sollte man die Kostenverteilung einmal überdenken, an den Leistungen möchte ja kaum jemand etwas kürzen.
 
Ich denke nicht, dass die Abgaben noch viel mit "Sozialstaat" zu tun haben. Der Löwenanteil der Gelder geht mittlerweile für Euro(Geldsystem)rettung, Bankenrettung, EU und Bundes-"Wasserkopfrettung und Erweiterung" usw. drauf. Bald dürfen wir uns auch auf steigende Rüstungsausgaben "freuen".
Hinzu kommt die ehemals schleichende, mittlerweile galoppierende Umverteilung. Manche sagen von arm nach reich, in Wahrheit aber von arbeitend nach reich.
Das "obere Prozent" wird immer die Möglichkeit haben der Staatskrake weitestgehend aus dem Weg zu gehen. Es gab noch keine Regierung die mal ernsthaft versucht hätte z.b. Steuerparadise zu bekämpfen. Zahlen müssen immer nur die, die ein bisschen was haben aber zu wenig haben um sich im Rahmen des rechtlich möglichen entziehen zu können.
 
Aus finanziellen Motiven braucht man jedenfalls nicht zu arbeiten bis zum 08. Juli eines Jahres.

Der Bund der Steuerzahler spricht in dem Artikel von "im Durchschnitt". Also gibt es durchaus auch Leute (bzw. wahrscheinlich auch Unternehmen), die weniger bezahlen und welche die noch mehr bezahlen als diese 51,5 % ihres Lohns.

Arme, die Hartz 4 beziehen, als auch Reiche die leistungslos Zinsen erhalten, gehören m. E. zu den Gewinnern während der abhängig Beschäftige und der ganze Mittelstand die Solidargemeinschaft bezahlt, so wie wir sie gewöhnt sind.

Irgendwie ist dieser Artikel schon interessant. Immerhin kann man nun sagen, dass alle die "arbeiten" also eine Sachleistung erbringen durch Wertschöpfung zur Erhaltung des Wohlstandes gemeinnützig tätig sind.
 
Ich denke nicht, dass die Abgaben noch viel mit "Sozialstaat" zu tun haben. Der Löwenanteil der Gelder geht mittlerweile für Euro(Geldsystem)rettung, Bankenrettung, EU und Bundes-"Wasserkopfrettung und Erweiterung" usw. drauf. Bald dürfen wir uns auch auf steigende Rüstungsausgaben "freuen".

Komisch, dann belege er diese pauschalen Aussagen mal mit Fakten.
Erstmal sind in den ~50% die Sozialabgaben für Renten-, Arbeitslosen-, Pflege- und Krankenversicherung enthalten.

Schaut man sich den Bundeshaushalt an, da wo die Einkommensteuern hingehen, sieht man, dass das Thema Soziales der größte Brocken ist.
 
Nochmal: wo ist der Zwang, dagegen zu verstoßen?
man wird doch quasi gezwungen... Ich meine, diese Verkehrsplaner haben in Stadt, Land und Gemeinde haben doch Null Ahnung von Gefährdungen, Unfallschwerpunkten, Risiken etc... da bin ich doch viel besser, wo ich doch jeden Tag die Strassen nutze.

Und da ist es halt meine Bürgerpflicht, die 30er Zone vor dem Kindergarten zu missachten. Immerhin habe ich da noch nie ein Kind über den Haufen gefahren, und ich fahre da jetzt seit 24 Jahren. Ausserdem sind die Kleinen doch heute viel weiter als früher, die können doch schon an der Wii lernen, wie schnell Autos sind.

Also fahre ich da auch, wie überall sonst, meine 20 schneller als erlaubt. Und dann blitzt es. Also werde ich quasi genötigt dazu...
 
Ich versuchs noch einmal, auch wenns bei solcher Ignoranz schwer fällt: Ich wurde auch schon ewig nicht geblitzt und kriege auch fast nie Knöllchen. Auch halte ich Verkehrsregeln und Bestrafungen bei Übertretungen nicht per se für Abzocke. Ich wetter also weder aus Eigennutz, noch aus Uneinsichtigkeit gegenüber Regeln also Solche, noch aus Trotzigkeit...
Aber es gibt einen Unterschied zwischen Reglementierungen die der Sicherheit dienen und solchen die systematisch an Stellen eingesetzt werden an denen die Chance möglichst groß ist dass möglichst viele durch Unachtsamkeit oder Unwissenheit drauf reinfallen und die klammen Kassen der Kommunen aufzufrischen.
Jede Kommune legt zu Anfang des Jahres im Haushalt fest wie viel Geld durch Ordnungswidrigkeiten einzunehmen ist. Sollte Gefahr gelaufen werden diese Summe nicht zu erreichen werden Ende des Jahres extra "Unfallschwerpunkte" überwacht etc. Es werden de Facto Fallen aufgestellt um die Einnahmemöglichkeit zu maximieren. Das ist zigfach bewiesen und wird auch offiziell so vertreten. Da darf ich mir doch wohl zu recht die Frage stellen ob es den Herrschaften bei den Bußgeldern wirklich ausnahmslos um unsere Sicherheit geht.

Weils sowieso wieder kommt: Nochmal, wer zwingt Dich dagegen zu verstoßen?
Die Frage zeigt immer wieder aufs neue, dass Du entweder nicht in der Lage bist mich zu verstehen oder es aus irgendeinem Grund einfach nicht willst. Denn darum geht es garnicht. Es geht darum, dass vielerorts systematisch nicht versucht wird, dass möglichst viele sich an die Vorschriften halten sondern die Vorschriften dergestalt eingesetzt werden, dass möglichst viele sie zum Zwecke des Abkassierens überschreiten.
 
Im Endeffekt ist es fast wurscht an welcher Stelle sich wieder neue Geldabsaugmethoden für was aus dem Ärmel geschüttelt werden. Obs jetzt blitzen, Maut oder sonstwas ist. Wenns hier nicht klappt dann halt woanders. Dem Erfindungsreichtum sind da keine Grenzen gesetzt.

Mal ein kleines halb-Offtopic-Beispiel-Anekdötchen von heute morgen:
Ich war heute morgen bei den "Bürgerdiensten" da ich ein neues Auto habe. Drum war mein Plan ein Auto an, das alte Auto abmelden. So übergab ich der Bütteldame hinter dem Bürgerschreibtisch den Strauß geforderter Unterlagen, sowie die Nummernschilder, welche ich bereits seit etlichen Jahren und mittlerweile dem vierten Auto "traditionell" mit mir rumschleppe. Auf diese Art und Weise ist man ökonomisch und spart sich die Anschaffung ständig neuer Nummerschilder und minimiert den (ohnehin übersichtlichen) Bürokratieaufwand, so dachte ich zumindest. Nun hämmerte die Dame kommunikationsfrei etwa 10 Minuten irgendwas in ihren Computer. Lediglich eine Frage wurde eingestreut: "Sind das die alten Nummernschilder und wollen sie diese behalten?", "Jawoll!" antwortete ich in dem Glauben damit mit wieder Geld und Aufwand gespart zu haben. Wieder hämmerte die Dame minutenlang Dinge in ihre Tastatur, beklebte meine immernoch neuwertig aussehenden Nummernschilder mit den Kommunal- und TÜVstickern. Nun setzte sich der Drucker in Gang und erbrach unter lautem Getöse eine drei Seiten starke Rechnung mit etlichen Posten auf den Verwaltungsschreibtisch. Ein wenig erinnerte mich Rechnung an jene die ich eine Woche zuvor von einem Gastrobetrieb erhalten habe als ich ein Familienessen für 18 Personen veranstaltete.
"Das macht dann 98,90 Euro!", kotzte mir die Verwaltungsfachangestellte entgegen während sie mir den Rechnungsdrilling mit aufgesetztem Lächeln rüberreichte, während sich meine Laune auf einmal deutlich verschlechterte und ich die Dame auf einmal noch etwas unsympatischer fand auf noch Sekunden zuvor.
Zaghaft nahm ich das offizielle Abzockschriftstück an mich und nahm mit versteinerter Miene die einzelnen Verzollungsposten in Augenschein:
- Erstellung eines "Wunschkennzeichens" 15,20 Euro
... Wunschkennzeichen? Erstellung? Ich habe das Kennzeichen schon seit über 10 Jahren. Immer das gleiche... und es war damals schon kein Wunschkennzeichen. Wieso auf einmal jetzt?
Dazu die Kommunendame: "Da Sie ihr altes Kennzeichen zu übernehmen wünschen, ist dies ihr Wunschkennzeichen!". Achja...
- KFZ-Kennzeichen "freimachen" 17,80 Euro
... "FREIMACHEN"? Was denn freimachen? Das Kennzeichen ist meins, war meins, war frei, ist meins...HÄH?
Kommunendame: "Das System ist so aufgebaut, dass ich ihr altes Kennzeichen erst freimachen muss um das neue einzutragen. Das beides die selben Kennzeichen sind ist für das System nicht von Belang."
Achso...
- Zuteilung eines "Kennzeichens" 31,30 Euro
... WIE BITTE? Das Kennzeichen war meins, ist meins, bleibt meins, was muss denn da für 31,30 Euro zugeteilt werden?
Kommunenalte: "Da Sie ihr alten Kennzeichen mitgebracht haben und keine neuen zu erstellen wünschen wird eine Gebühr für die Zuteilung des eigenen Kennzeichens fällig".
WAS? *kotz* Nichts wie raus hier...

hinzu kamen noch etliche Kleinbeträge die sich auf Verwaltungsvorschriften beziehen die ohne eingehende Sichtung eines Wälzers für kommunale Verwaltungsvorschriften kaum herzuleiten sind.

Eins weiß ich ganz sicher: Wenn ich das nächste Mal ein Auto ummelde, werde ich vorher sagen, dass ich kein Gespräch darüber wünsche und keine Rechnung sehen will. Die sollen einfach von meiner Karte abzwacken was sie haben wollen weil mir sonst wieder speiübel wird... wie heute.
 
Mein Vorschlag: Auf der monatlichen Abrechnung in Zukunft lediglich das Nettogehalt angeben.
Jeden Monat fein säuberlich auf Papier dokumentiert zu bekommen, wie viel man eigentlich hätte haben können, um dann den (meistens) erheblich kleineren Betrag unterm Strich stehen zu sehen, kann nur Unzufriedenheit auslösen.

Ansonsten: Solidarität, yay! :yes:
 
geht der deutsche Arbeitnehmer bis zum 08. Juli eines Jahres arbeiten, um für die Solidargemeinschaft zu arbeiten.
Dann machst eben bis zum 8. Juli Urlaub. :mrgreen:
Die Steuerlast ist am Maximum und kann nicht weiter erhöht werden, im Gegenteil eine weitere Erhöhung der Steuersätze wird zu Mindereinnahmen führen. Auch der Mindestlohn wird zu Mindereinnahmen führen, auch wenn manche meinen durch die höheren Löhne dann mehr Steuern einzunehmen, so werden doch etliche Jobs wegfallen.
Es gibt den Break-Even des Steuersystems.

um dann den (meistens) erheblich kleineren Betrag unterm Strich stehen zu sehen, kann nur Unzufriedenheit auslösen.
Doe Vogel-Strauss-Methode funktioniert bestimmt (wenn es egal ist was als Ergebnis herauskommt). ;)