News Alice Schwarzer: Männer sind schuld an Finanzkrise

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25 April 2006
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[N] Alice Schwarzer: Männer sind schuld an Finanzkrise

Folgende News wurde am 07.04.2009 um 13:23:31 Uhr veröffentlicht:
Alice Schwarzer: Männer sind schuld an Finanzkrise
DPA-News

Köln (dts) - Emma-Chefin Alice Schwarzer hat "die Männer" als Urheber der Finanz- und Wirtschaftskrise bezeichnet. "Diese Art, virtuell mit den Milliarden und Billionen zu spielen, dass Geld gleich Macht gesetzt wird - das ist etwas Männliches", sagte Schwarzer dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Sie fordere, die Zahl von Frauen in Aufsichtsräten gesetzlich auf einen Anteil von mindestens 40 Prozent festzulegen. Zwar mache es nicht jede Frau besser als ihre männlichen Kollegen, fügte Schwarzer hinzu. "Aber wir sehen ja auch, dass dort, wo Frauen sich darum kümmern, es schon besser läuft", so die Journalistin. Mit ihrer Forderung unterstützt sie einen Vorstoß von SPD-Chef Franz Müntefering. Dieser hatte ein Gleichstellungsgesetz seiner Partei für die Zeit nach der Bundestagswahl angekündigt. Nach dem Entwurf sollen ebenfalls mindestens 40 Prozent der Sitze in Aufsichtsräten an Frauen vergeben werden.
 
Recht hat sie. Keine Frau in einem Vorstand einer Grossbank hatte mit der Krise was zu tun. Ganz sicher sogar. Es gibt nämlich keine Frauen dort.

Marty
 
Es gibt schon so seine Gründe, warum so wenig frauen in Führungspositionen landen...

gruss kelle!
 
Die Gründe wären?
Das würde mich jetzt allerdings auch mal interessieren. Abgesehen davon, daß es ganz sicher viele Frauen gibt, die das gar nicht wollen (sieht man auch zB. an den Professorinnenazahlen), gäbe es doch sicher immer noch genug, daß zumindest einige den Job machen würden.

Allerdings würde ich nicht so weit gehen zu behaupten, die Männer wären alle allein Schuld, denn das Geld den Charakter verderben und ein Gefühl von macht verleihen kann, das ist nun kein Privileg der Männer.
 
Plädoyer gegen überholtes Emanzipationsgeschwafel:

Gleichstellung heißt: Gleichbehandlung für gleiche Arbeit und gleiches Verhalten... Und genau das wird mit Frauenquoten und ähnlichen diskriminierenden Maßnahmen mit Füßen getreten... Warum sind dann so wenig Frauen in Führungspositionen? Ich denke mal, dass Frauen eben weniger dazu bereit sind nur für ihre Arbeit zu leben... Und genau das erwartet man von Führungspersönlichkeiten häufig...
Dass Frauen nicht benachteiligt werden, zeigen prominente Beispiele... Lächerliche Statistiken, die bescheinigen, dass Frauen 20 Prozent weniger verdienen, sind nicht ernstzunehmen, da sie verschweigen, dass für gleiche Arbeit und Leistung dasselbe bezahlt wird... Um ein plattes Beispiel zu nennen: Teerarbeiter verdienen nunmal mehr als Frisörinnen...
Warum gibt es keinen flächendeckenden Boys Day für Karrieren, die von Männern unterrepräsentiert eingeschlagen werden(Kindergärtner, Erzieher)? Warum wird in dieser Diskussion immer verschwiegen, dass Männer häufig auch deshalb mehr verdienen, weil sie die "schmutzigere", gesundheitsgefährdendere Arbeit erledigen? Warum wird nicht darüber gesprochen, dass Frauen mehr als 10 Prozent länger leben?
Wenn man schon über Ungerechtigkeiten spricht, wie kann es dann sein, dass die Wehrpflicht immer nur für Männer gilt? Schon alleine das raubt einem Jungen/Mann ein Jahr im Vergleich zur weiblichen Konkurrenz... Überall wird es als etwas Positives angesehen, wenn die Frauenquote besonders hoch ist... warum? Warum meint man, dass man persönliche Interessen irgendwie zu beeinflussen hat? Die individuelle Neigung ist eben bei Frauen und Männern anders und bei jedem Menschen individuell dann wieder anders... Mein Fazit: Es besteht überhaupt kein Handlungsbedarf, jede Quote/jeder Eingriff in ein gerechtes System ist diskriminierend, denn jeder wählt sein eigenes Leben und das ist nicht vom Geschlecht determiniert...
 
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PLächerliche Statistiken, die bescheinigen, dass Frauen 20 Prozent weniger verdienen, sind nicht ernstzunehmen, da sie verschweigen, dass für gleiche Arbeit und Leistung dasselbe bezahlt wird...
Wird es eben nicht. Immer noch bekommen Frauen in manchen Berufen weniger Gehalt als Männer. Und ich rede hier vom gleichen Beruf, nicht von 2 unterschiedlichen, denn Äpfel mit Birnen vergleichen bringt nix.
 
@birnchen: Das wäre natürlich eine Schweinerei, aber meine Informationen sind andere... Lasse mich aber gerne berichtigen...

Eins gibt es zu bedenken: Man kann nicht einfach den Durchschnitt der Berufsgruppe wählen, sondern man sollte ähnliche Biographien vergleichen: Wie wärs mit einer Journalistin/Journalist mit je 30 Jahren Berufserfahrung ohne Unterbrechung? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es dabei unterschiedliche Vergütungen gibt (gleiche Qualität mal angenommen)! Nur solche Vergleiche sind sinnvoll, denn es ist ja wohl klar, dass Frauen, die wegen Kindern ein paar Mal den Beruf unterbrechen nicht soviel verdienen können als andere Männer/Frauen, die ununterbrochen an ihrer Karriere im Job gearbeitet haben... Das nennt man einfach individuelle Lebensplanung...
 
Zuletzt bearbeitet:
@birnchen: Das wäre natürlich eine Schweinerei, aber meine Informationen sind andere... Lasse mich aber gerne berichtigen...
Genauso wie im Osten viele immer noch weniger verdienen als im Westen.

Gleiches Geld für gleiche Arbeit ist nach wie vor utopisch in manchen Bereichen.