3D-Kino... und ich sehe kein 3-D ^^

DaPhreak

Primus inter pares
ID: 30143
L
8 Mai 2006
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Hallo ihr lieben,


Ich war gestern im Kino, zur letzten Vorstellung von Avatar. In 3-D natürlich, hab mich also voll drauf gefreut. Nun denn, Brille auf, und nichts ändert sich, kein 3-D. Man braucht ein paar Minuten sich dran zu gewöhnen hieß es, doch bei mir war auch nach 2 Stunden noch kein 3-D Effekt da.

Meine Freundin war auch mit, sie sah die ersten paar Minuten auch noch 2 Bilder, doch dann war's plötzlich da. Um die Brille als Fehlerquelle auszuschließen haben wir die auch getauscht, doch sie sah es mit meiner auch 3-D.

Nun könnte man denken ich kann vielleicht gar nicht stereoskopisch sehen, aber ich denke das kann ich ausschließen: Erstens kann ich mühelos "3-D-Bilder" (SIS) stereoskopisch sehen und meine Augen wurden kürzlich erst gecheckt, habe 120% Sehkraft. Zweitens war ich zuvor schon 2mal in einem 3-D-Kino und hatte da einen wunderbaren räumlichen Effekt. Der Unterschied war jedoch, dass es sich bei den Systemen meiner Meinung nach um aktive Shutterbrillen handelte, während das gestern für mich ein passives System zu sein schien (vermute Polarisation). Bin mir aber nicht ganz sicher, vielleicht waren sie doch aktiv. Laut der Liste bei heise haben wir 2K-DLP-Projektoren und XpanD als 3-D-Technik, allerdings habe ich noch nichts genaues gefunden worauf die basiert. Auch am Sitzplatz kann es nicht gelegen haben, wir saßen ganz hinten und sowohl mein rechter als auch mein linker Nachbar hatten keine Probleme.

Nun kann ich mir schlecht vorstellen, dass ich wirklich der einzige bin, dem das so ging. Gibt es noch mehr "von meiner Art"? Habt ihr eine Idee woran das gelegen haben könnte? Gibt es vielleicht Techniken mit dem man seinen Augen helfen kann, das Bild stereoskopisch zu sehen?

Es kommen ja bald noch mehr Filme in 3-D und ich fände es schade, wenn ich die nur in 2-D genießen könnte.
 
Es gibt sicherlich, noch viele Leute, die diese 3-D Filme, nur 2 Dimensional sehen können.
Eventuell wurden deine Augen nicht auf dieses 3-D Sehen kontrolliert, bei der Untersuchung. Es ist aber auch möglich, das deine Augen zu dem Zeitpunkt, nur überanstrengt waren.
Wenn mit den Augen selbst, alles in Ordnung ist, gibt es die Möglichkeit, zu einer Sehschule zu gehen.
 
...

rot-grün blind?

Ich hab beim letzten 3-D Film Tage danach Überlastungserscheinungen im Sehbereich gehabt :-( Aber die Meerschweinchen hab ich räumlich gesehen ^^
 

Da die heutigen 3D-Filme nicht mehr mit den rot-grün Brillen geschaut werden, sondern meistens mit Polarisation, hat eine rot-grün Blindheit keinen Effekt auf das 2D/3D Sehvermögen, sondern er würde dann halt keine grünen Pflanzen oder so sehen, aber trotzdem die in 3D...
Außerdem lässt sich sowas recht fix feststellen, gibt ja genügend Bilder im Internet...

Ich persönlich weiss auch nicht woran das liegen kann, hab auch im Bekanntenkreis und den Medien nicht mitbekommen, dass das andere auch noch haben.
Vielleicht solltest du mal beim Augenarzt anrufen und nur Fragen woran das liegen kann.
Da du ja Brillen getauscht hast, und deine Nachbarn ebenfalls keine Probleme hatten, ist ja ein Brillen- oder Filmfehler auszuschließen...
 
Die Sehkraft von 120% hat ja nicht sonderlich viel mit dem 3D Sehen zu tun, das geht soweit ich weiß eher von der Hornhautkrümmung aus?

Also bei mir ist es so, dass ich als ich klein war einen 3D-Film sah und das funktionierte auch.
Aber seit bestimmt 10 Jahren funktioniert sowas nicht mehr, auch 3D-Bilder oder so nicht. Von daher würde ich auch in deinem Fall nicht so viel darauf geben, dass es ja "früher mal funktionierte".
Selektives Sehen ist bei mir das Problem. Ich kann nur mit einem Auge auf einmal gucken, mir aber aussuchen mit welchem gerade.

Du hast dein Problem ja recht wissenschaftlich geschildert, mir waren bislang auch nur die Rot-Grün-Brillen bekannt. *g*

Aber das selektive Sehen hätte man bei der augenärztlichen Untersuchung durch Tests feststellen müssen, bzw. frag doch einfach gezielt danach? Weiß ja nicht, was alles gemacht wurde bei dir.
 
hm, evtl. lief das 'Gewöhnen' nicht vernünftig ab, warst du vielleicht übermüdet, überarbeitet, angetrunken, bekifft, kopfüber, oder mit dem Rücken zur Leinwand im Kino?


n Kumpel hat Avatar rund 5 mal gesehen, und bei seinem letzten mal, als ich mit ihm drin war, lief das bei ihm auch nicht... war Abendvorstellung und wir hatten seit knapp 40 Stunden nicht geschlafen, zwischendurch Party gemacht und dann auch noch Sport... würd das bei ihm halt auf Übermüdung/Körperüberlastung zurückführen (wobei es bei mir, mein erstes mal 3D, wunderbar lief :ugly:)
 
Vielen Dank für eure ganzen Antworten. Vielleicht sollte ich das doch mal Abklären lassen. Es wundert mich halt, dass ich 3-D-Bilder trotzdem stereoskopisch sehen kann.


Eventuell wurden deine Augen nicht auf dieses 3-D Sehen kontrolliert, bei der Untersuchung.
Wurden sie nicht, aber das habe ich selbst kontrolliert... z.B. sind diese 3-D-Bilder kein Problem.
Es ist aber auch möglich, das deine Augen zu dem Zeitpunkt, nur überanstrengt waren.
Wäre eine Erklärung, aber ich habe mich nicht sehr erschöpft gefühlt.
Wenn mit den Augen selbst, alles in Ordnung ist, gibt es die Möglichkeit, zu einer Sehschule zu gehen.
Und was lerne ich da? :)

Kann ich ausschließen (Testbilder), außerdem basiert die 3-D-Technik ja nicht auf rot/grün.

Vielleicht solltest du mal beim Augenarzt anrufen und nur Fragen woran das liegen kann.
Ich erwäge es. Vielleicht können die das mal richtig testen.

Hast du mal probiert mit nur einem Auge zu sehen und das andere zu zuhalten?
Ja. Hat sich nichts außergewöhnliches geändert. Ich sah halt die ganze Zeit nur den Vordergrund scharf, alles was davor oder dahinter sein sollte als zwei Doppelbilder und eben alles flach auf einer Ebene. So wie es ohne Brille auch aussieht.

Die Sehkraft von 120% hat ja nicht sonderlich viel mit dem 3D Sehen zu tun, das geht soweit ich weiß eher von der Hornhautkrümmung aus?
Vollkommen richtig, das hat mit 3-D nichts zu tun. Wollte ja nur sagen, dass mit den Augen selbst (also jedes einzeln) alles ok ist.

Also bei mir ist es so, dass ich als ich klein war einen 3D-Film sah und das funktionierte auch.
Aber seit bestimmt 10 Jahren funktioniert sowas nicht mehr, auch 3D-Bilder oder so nicht. Von daher würde ich auch in deinem Fall nicht so viel darauf geben, dass es ja "früher mal funktionierte".
Selektives Sehen ist bei mir das Problem. Ich kann nur mit einem Auge auf einmal gucken, mir aber aussuchen mit welchem gerade.
Genau das hat mein Cousin auch, deshalb war nach dem Film genau das meine Vermutung. Aber ich hab's dann gleich noch mal mit 'nem SIS-Bild getestet und das ging problemlos. Ich weiß aber, dass man die auch nicht sehen kann, wenn man selektives Sehen hat. Aber interessant zu hören, dass das früher bei Dir ging und erst später nicht mehr. Dann könnte ja doch was nicht stimmen, wie gesagt, früher ging es ja bei mir auch.

Aber das selektive Sehen hätte man bei der augenärztlichen Untersuchung durch Tests feststellen müssen, bzw. frag doch einfach gezielt danach? Weiß ja nicht, was alles gemacht wurde bei dir.
Direkt getestet wurde das noch nicht. Außer im Selbstversuch halt. ;)

hm, evtl. lief das 'Gewöhnen' nicht vernünftig ab, warst du vielleicht übermüdet, überarbeitet, angetrunken, bekifft, kopfüber, oder mit dem Rücken zur Leinwand im Kino?
Die letzten kann ich alle ausschließen. :ugly: Müde, überarbeitet, sind wir das nicht immer? ;) Extrem müde hab ich mich nicht gefühlt, aber eine Erklärung wäre es natürlich.
 
Also ich hab auch Hornhautkrümmung usw. und sehe keine "Magisches Auge" Bilder. Deshalb hatte ich auch Schiss, Avatar nicht in 3D sehen zu können. Komischerweise ging das problemlos. Sind also IMHO doch 2 unterschiedliche Arten, 3D zu sehen.

Nach ~2min war ich dran gewöhnt, auch wenn ich vielleicht etwas konzentrierter gucken muss als ein Mensch ohne Augen-Krüppelei. Polarisation oder Shutter machte keinen Unterschied. Bei Shutter-Kinos ist der 3D-Effekt noch n Tick besser.

Man sollte außerdem (gerade bei Polarisation) in der Bildmitte sitzen (Helligkeits-Abfall bei 2m Abweichung ist schon 20%) und so weit vorne, dass man die Leinwand gerade noch als Ganzes erfassen kann. Dann fällt es einem auch leichter sich da reinzudenken (bzw. dem Gehirn).
 
Schon mal den Kinobetreiber gefragt? Der müsste ja wissen, welche Technik er einsetzt und welche Zielgruppe damit Probleme haben kann und ob/wie sie zu lösen sind.
 
TE

ich stimme dir voll zu

Vor 3 Wochen auch geschaut und kein 3D gesehen.



Und ich bin jemand der nur in 3D filme geht das ich dies sehr geil finde
 
Also die Sehschule wurde mir von meinem Optiker auch einmal angeboten. Man kann lernen richtig zu sehen, auch ich, meinte er. Jedoch lehnte ich dankend ab, als er 80€ pro Stunde verlangte. Bei einem Stundenlohn von 3,25€ ist mir das dann doch etwas zu hoch. :ugly:
Andere benötigen keine Sehschule, vieles kann durch Prismen ausgeglichen werden. Soweit ich mich erinnere, lieber Phreak, bist du selbst doch auch Brillenträger. Kann es sein, dass deine Prismen in der Brille (sofern du welche drin hast), einfach nicht mehr ganz angepasst sind? Oder warst du gar mit Kontaktlinsen im Kino? Kompliziertes Thema, wo ich eben auch nur Vermutungen aufstellen kann - Also ab zum Augenarzt oder einem Optiker deines Vertrauens und lass uns die Ergebnisse wissen! :)
 
Also die Sehschule wurde mir von meinem Optiker auch einmal angeboten. Man kann lernen richtig zu sehen, auch ich, meinte er. Jedoch lehnte ich dankend ab, als er 80€ pro Stunde verlangte. Bei einem Stundenlohn von 3,25€ ist mir das dann doch etwas zu hoch. :ugly: ...

Dann solltest Du mal bei einem Augenarzt nachfragen, ob es die KK übernimmt;)
 
Mir wurde gesagt, nein.
Eine Augen-OP um keine Brille mehr zu benötigen, übernimmt die Krankenkasse ja auch nicht.

Sorry, wusste ja nicht das Du schon gefragt hast, ein Optiker ist schließlich kein Augenarzt.
Eine Op kannst Du damit aber nicht vergleichen, es liegt ja im Einzelfall auch an der mediz. Indikation und teilweise sind Kassenleistungen sehr unterschiedlich.
 
Sorry, wusste ja nicht das Du schon gefragt hast, ein Optiker ist schließlich kein Augenarzt.
Eine Op kannst Du damit aber nicht vergleichen, es liegt ja im Einzelfall auch an der mediz. Indikation und teilweise sind Kassenleistungen sehr unterschiedlich.

Also da ich von Geburt an eine starke Sehschwäche habe, durfte ich viele Erfahrungen sammeln: Und mein Optiker ist wesentlich kompetenter als die Augenärztin, bei der ich jahrelang war. *g*

Und ich muss sagen meine Sehschwäche von -10 Dioptrien schränkt mich eindeutig mehr ein als das selektive Sehen, das kenne ich ja ansich gar nicht mehr anders. Es ist eben schwierig die genaue Entfernung eines Balls oder so abzuschätzen und 3D Filme kann ich mir auch nicht ansehen, aber eine sonderliche Einschränkung ist es sonst weiter nicht, denke ich.
Würde die Kasse das übernehmen, würde ich es natürlich sofort tun, jedoch ist das eben ein Luxus, ein Bonus - Nichts, was die Krankenkassen als nötig einstufen würden, wie so oft. Wie auch eine OP, die bei mir nötig wäre, nicht vollständig finanziert wird und ich mir somit nicht leisten kann, ist schon toll alles. *jammerjammer* ;)
Aber hier geht es ja nicht um mich, sondern um DaPhreak und ich hoffe, er kann die Ursache für sein "Problem" finden (lassen). :)
 
Schon mal den Kinobetreiber gefragt? Der müsste ja wissen, welche Technik er einsetzt und welche Zielgruppe damit Probleme haben kann und ob/wie sie zu lösen sind.

Wie ich im Ausgangsposting schrieb, weiß ich ja, dass es XPanD ist, nur wusste ich nicht worauf das basiert. Mittlerweile weiß ich es, es ist ein simples Shutter-System, die beiden Augen werden also separat (sequentiell) dargestellt, die Brille synchronisiert ihren Shutter per Infrarot-Verbindung.

Man sollte außerdem (gerade bei Polarisation) in der Bildmitte sitzen (Helligkeits-Abfall bei 2m Abweichung ist schon 20%) und so weit vorne, dass man die Leinwand gerade noch als Ganzes erfassen kann. Dann fällt es einem auch leichter sich da reinzudenken (bzw. dem Gehirn).

Dachte auch es liegt an der Sitzposition (hinten außen), aber meine linken+rechten Nachbarn hatten keine Probleme. :think:


Naja, Brille mit Kabel = Shutter, Pappdeckel = Polarisation ;)

Meinte hatte weder Kabel noch Pappdeckel (Bild), ist allerdings trotzdem Shutter. Vielleicht hatte die ja aus irgendwelchen Gründen auf meinem Sitz keinen Empfang (links und rechts davon allerdings schon :ugly:).

Soweit ich mich erinnere, lieber Phreak, bist du selbst doch auch Brillenträger.

Stimmt, habe allerdings auch ohne Brille 120% Sehkraft, da meine Augenmuskeln meinen Sehfehler ausgleichen. Nur überanstrengen sie sich dabei nach 'ner Weile und ich bekomme Kopfschmerzen, deshalb die Brille.

Ich hatte sie nicht auf, weil ich sie ja eigentlich nicht brauche. Werde es nächstes mal trotzdem mit Brille probieren, vielleicht lag's ja doch daran. Wenn's dann wieder nicht geht frage ich mal 'nen Augenarzt.


Danke euch nochmal für die ganzen Antworten!