Frage zum Thema Online-Verdienst

dodo59

Well-known member
ID: 13995
L
21 April 2006
849
29
Falls ich hier falsch bin, bitte verschieben°

Also, ich (bzw. mein Sohn) plant eine Website. Er möchte gerne Werbung von Ebay einbauen um damit den Server zu finanzieren. Nun verdient er ja dadurch Geld und somit zu meiner Frage, da das ganze über meinen Namen läuft. Sollte ich zum Steuerberater? Müssen Steuern gezahlt werden? Oder kann ich ihm unbesorgt freie Hand geben?

Wäre dankbar für jede Hilfe,

dodo:p
 
Es kommt dabei ganz auf die Seite drauf an die den Internetnutzern zur verfügung gestellt wird.

Wird dort etwas verkauft so hat man eine umsatzsteuer, falls es nur eine Private seite oder ein nicht kommerzielles Projekt sein wird so muss man keine Steuern auf die Werbeeinnahmen von dritten bezahlen.

Warum muss man diese nicht zahlen?
Weil es ja Privat ist und man bekommt sie daher auch gleich gar nicht mit ausgezahlt.

Bei einigen Werbeanbietern ist es ganz klar in der Gutschrift aufgeführt wieviel Mwst vom erwirtschafteten betrag nicht mit ausgezahlt werden und bei anderen naja die lassen es so untern tisch fallen ^^
 
sobald regelmäßige einnahmen vorhanden sind, sollte man ein Kleingewerbe anmelden. Am Ende des Jahres macht man dann eine Einnahmen/Ausgaben-Bilanz und solange man nicht über 17.500 Euro einnimt, muss man auch keine Steuern zahlen (§19 des UStG), Steuerklärung ist dann jedoch Pflicht.. das schafft man jedoch bei kleineren Summen auch ohne Steuerberater
 
Ohhjee... :roll:

Shamane + FredRedHead: Hier geht es erstmal um Einkommenssteuer und nicht speziell um die Umsatzsteuer. Da sein Sohn die Webseite betreiben will, kann man wohl davon ausgehen dass dodo59 über ein eigenes Einkommen verfügt. Somit würden diese Einnahmen zum übrigen Einkommen addiert und gemeinsam versteuert, auch als Kleinunternehmer.


dodo59: Prinzipiell heisst es wirklich "Wird ein (voraussichtlich) regelmässiges Einkommen erzielt, ist dies gewerblich und somit muss auch ein Gewerbe angemeldet werden", wie es FredRedHead bereits gesagt hat. Ich habe allerdings bereits mehrfach gehört, dass "kleine" Webmaster mit wirklich geringen Einnahmen von ihrem Finanzamt gesagt bekommen haben, dass sie dafür nicht extra ein Gewerbe anmelden müssen und den erzielten Gewinn einfach nur in der Steuererklärung angeben sollen. Das ist aber wie gesagt Hörensagen bzw. regional unterschiedlich.

Wenn Ihr es korrekt machen wollt und nicht schwarz, wie sicher 90% der deutschen "Klein-Webmaster", solltet Ihr mal versuchen zu schätzen wie hoch der Umsatz wohl ungefähr sein wird und dann beim Finanzamt nachfragen ob ein Gewerbe nötig ist (evtl. auch mit dem Hinweis dass bestenfalls kostendeckend gearbeitet wird) - Und diese Auskunft unbedingt schriftlich bestätigen lassen!
 
Vielen dank für die bisherigen Antworten.

Noch eine Frage:

Ich habe den Webspace bezahlt und er läuft auf meinen Namen, doch mein minderjähriger Sohn macht die Homepage. Welcher Name muss im Impressum stehen?

Do
 
Gut, dass ist dann er. Noch ne Frage zum Inhalt. Er sprach von Haftungssauschlüssen usw. Und ihr habt hier anscheinend ja echt Ahnung, also leite ich seine Frage mal weiter:

Gibt es Muster für solche Verantwortlichkeiten(?) und Beschlüsse? Wegen Linkhaftung usw?

Danke für eure Hilfe,
Do
 
Bei mir auf der Seite habe ich den in 2 Sprachen gemacht, da bei mir auch aus anderen Ländern Leute drauf kommen.

Was für eine Seite wirds den und gibts nen Link zum anschauen?

Viel Erfolg euch beiden.
 
Disclaimer stehen zwar noch immer auf vielen Seiten, im Grunde kann man sich die aber schenken. Gerichte lehnen eine solche generelle Distanzierung ab, man ist für seine Inhalte verantwortlich.

Um Missverständnisse gar nicht erst aufkommen zu lassen würde ich übrigens beide Namen ins Impressum setzen: Dich als Betreiber, Deinen Sohn als Verantwortlichen für den Inhalt darunter.
 
Aber ist er auch für den Inhalt verantwortlich den seine User verfassen? Die Seite soll usern ja eine Plattform bieten, Wrestling Shows nachzubetrachten. Wer ist dann für diesen Inhalt verantwortlich? Muss er sich davon explizit distanzieren?

Do
 
Wer dafür verantwortlich ist hängt momentan ein bisschen in der Schwebe, es gab da ganz interessante Urteile in Bezug auf Foren.

Man kann im Grunde sagen: Für jeden Inhalt den er nicht geschrieben hat ist er verantwortlich sobald er ihn zur Kenntnis genommen hat. Das ist zumindest meines Wissens so, stellt aber natürlich keine Rechtsberatung dar (Muss man ja immer dazu sagen :roll: )

Er sollte halt Beleidigungen ect. löschen wenn er sie sieht, dann wird er keine Probleme bekommen. Garantieren kann das aber niemand im heutigen Internet-Deutschland.
 
Den Disclaimer kannst du dir wirklich schenken. Diese Ausschlüsse sind vor Gericht nicht unbedingt wirksam und stellen für dich als Webmaster sogar noch eine Belastung dar, da meist sowas drinne steht wie "trotz sorgfältiger Kontrolle der Links und Inhalte können wir..." -> Damit gibst du schriftlich auf der Webseite zu, dass du die Links/Inhalte sorgfältig kontrollierst. Siehe dazu netnuts letzten Post. ;)

Gruß, Zera