Bundesagentur im ersten Halbjahr mit Milliarden-Plus

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25 April 2006
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Folgende News wurde am 25.07.2006 um 11:40:59 Uhr veröffentlicht:
Bundesagentur im ersten Halbjahr mit Milliarden-Plus
DPA-News

Nürnberg (dpa) - Die konjunkturelle Erholung hat der Bundesagentur für Arbeit (BA) im ersten Halbjahr 2006 einen Einnahmeüberschuss von 3,8 Milliarden Euro beschert.Als Gründe für die günstige Entwicklung nannte Finanzvorstand Raimund Becker in Nürnberg höhere Beitragseinnahmen und niedrigere Ausgaben für das Arbeitslosengeld I. Der Überschuss für das Gesamtjahr werde über den bisher prognostizierten 4,5 Milliarden Euro liegen. Ihre Vorausschätzung für 2006 will die BA aber erst Ende August ...
 
Seemann schrieb:
Hoffentlich kommt dann jetzt endlich die lang angekündigte Beitragssenkung!

Kannste knicken. Heute hat so ein Regierungsmitglied mal eben durchblicken lassen, dass man die MwSt.-Erhöhung evtl. dann doch nicht für die Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung nutzen will, man zahlt lieber Staatsschulden damit...

Marty
 
MartyMcFly schrieb:
Kannste knicken. Heute hat so ein Regierungsmitglied mal eben durchblicken lassen, dass man die MwSt.-Erhöhung evtl. dann doch nicht für die Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung nutzen will, man zahlt lieber Staatsschulden damit...
Hmm, war abe rnicht mal angedacht, aus den Überschüssen der Arbeitsagentur eine Beitragssenkung um 0,5 oder gar einem ganzen Prozent zu finanzieren? Auseichen würde der Überschuss wohl dazu.
 
Seemann schrieb:
Hmm, war abe rnicht mal angedacht, aus den Überschüssen der Arbeitsagentur eine Beitragssenkung um 0,5 oder gar einem ganzen Prozent zu finanzieren?
Es war auch mal angedacht die Mehrwertsteuer und die Krankenkassenbeiträge auf einem Level zu halten...! :-?

Mittlerweile sind die Politiker wieder so richtig in den alten Trott verfallen. Der Ruck, der durch die Wahl und die große Koalition ausgelöst wurde, ist dahin und wir haben wieder die üblichen schleichenden Beitragserhöhungen!
 
Sollte die BA Kredite/Schulden haben, sollte sie erstmal diese zurückzahlen. Danach sollten natürlich Beitragssenkungen stattfinden
 
Drullo321 schrieb:
Sollte die BA Kredite/Schulden haben, sollte sie erstmal diese zurückzahlen. Danach sollten natürlich Beitragssenkungen stattfinden
Hat sie nicht, ich glaube, sie darf überhaupt keine Schulden machen, Defizite im Haushalt der BA wurden bislang immer durch Staatszuschüsse ausgeglichen.

Die Beitragssenkung ist an sich fest eingeplant (was ja nichts bedeuten muss), die aktuelle Diskussion ging soweit ich das bislang mitbekommen habe nur darum, ob sie nicht noch stärker ausfallen sollte als geplant oder ob das zusätzliche Geld nicht anderweitig verprasst wird.

Und Schuldentilgung: Wie soll man Schulden tilgen, wenn man immer noch weit mehr ausgibt als man einnimmt, trotz der größten Steuererhöhung der deutschen Geschichte?
 
SirAd schrieb:
jaja, da macht mal ein teil in der regierung ein plus und schon schreien alle nach betragssenkungen.....

Hey, was erwartest Du in einem Land voller Egoisten?

Doch wohl nicht, dass irgendwer mitdenkt.

gruss kelle!
 
Kelle schrieb:
Hey, was erwartest Du in einem Land voller Egoisten?

Doch wohl nicht, dass irgendwer mitdenkt.
Die BA ist eine an sich völllig unabhängige Behörde (so unabhängig ne Behörde halt sein kann), Geld aus der BA hat somit nichts im Bundeshaushalt verloren und umgekehrt.

Wenn die Einnahmen deutlich über den Ausgaben liegen, so wäre es praktisch die Pflicht dieser Behörde, die Beitragssätze zu senken und damit einen aktiven Anteil daran zu nehmen, hierzulande für mehr Beschäftigung zu sorgen, wo es die restliche Politik schon nicht gebacken kriegt und statt Senkungen in den Lohnnebenkosten Erhöhungen hervorbringt als satte "Reformleistung"!

Wo da der Egoismus liegt erschließt sich mir nicht ganz, in meinen Augen ist die Senkung der Arbeitslosigkeit das einzige Gebiet, welches noch wichtiger ist als der Abbau der Staatsverschuldung, denn letztlich hängen in Deutschland sämtliche drängenden Probleme mit dem Arbeitsmarkt zusammen.
 
Taladius schrieb:
Wo da der Egoismus liegt erschließt sich mir nicht ganz, in meinen Augen ist die Senkung der Arbeitslosigkeit das einzige Gebiet, welches noch wichtiger ist als der Abbau der Staatsverschuldung, denn letztlich hängen in Deutschland sämtliche drängenden Probleme mit dem Arbeitsmarkt zusammen.

Der Egoismus?
Das bei einem einmaligen, bzw. ersten Gewinn gerufen wird, die Beiträge zu senken, ohne an soetwas wie Rücklagen, Rückzahlungen der Bundeszuschüsse zu denken.

Wobei, Senkung der Beiträge.
Ca. 28 Mio Zahlende, der Gewinn wird im Jahr bei über 4,5 Mrd. liegen, sagen wir der einfachen Mathematik halber 5,6 Mrd.
Das macht 200 € pro Angestellten im Jahr, macht 16,70 € im Monat, ggeteilt auf Arbeitnehmer und -geber, bleibt für den einzelnen 8€ mehr im Monat.

Klar dürfte das in etwa ne Senkung von 1% sein, was lobenswert und hilfreich ist, aber von so ner großen Zahl bleibt für den Einzelnen kaum was übrig, nämlich genau ein Brötchen mehr am Tag...

gruss kelle!
 
Es geht doch nicht darum, was für den einzelnen Arbeitnehmer mehr übrig bleibt sondern um die x-tausend Arbeitslose, die dank geringerer Lohnnebenkosten einen Job finden, den sie vorher nicht angeboten bekommen hätten.
 
Taladius schrieb:
Die BA ist eine an sich völllig unabhängige Behörde (so unabhängig ne Behörde halt sein kann), Geld aus der BA hat somit nichts im Bundeshaushalt verloren und umgekehrt.

Wenn die Einnahmen deutlich über den Ausgaben liegen, so wäre es praktisch die Pflicht dieser Behörde, die Beitragssätze zu senken und damit einen aktiven Anteil daran zu nehmen, hierzulande für mehr Beschäftigung zu sorgen, wo es die restliche Politik schon nicht gebacken kriegt und statt Senkungen in den Lohnnebenkosten Erhöhungen hervorbringt als satte "Reformleistung"!

Wo da der Egoismus liegt erschließt sich mir nicht ganz, in meinen Augen ist die Senkung der Arbeitslosigkeit das einzige Gebiet, welches noch wichtiger ist als der Abbau der Staatsverschuldung, denn letztlich hängen in Deutschland sämtliche drängenden Probleme mit dem Arbeitsmarkt zusammen.


volle Zustimmung, der Egoismuss würde wenn dann darin liegen die Beitragssätze nicht zu senken... auch wenn der kelle, der immer meint das alle ausser er, nicht mittdenken , die Sache mal wieder anders sieht ;)
 
Nun, man sollte ja daran denken, das ja die senken bedeutet das 1. Die lohnnebenkosten sinken, 2. die Leute etwas ,auch wenn nciht viel mehr, mehr geld in der tasche haben. 3. Die Leute dieses Geld wieder ausgeben (in der regel) und das wieder die Konjunktur leicht anheizt....

So sehe ich das...
 
Taladius schrieb:
Es geht doch nicht darum, was für den einzelnen Arbeitnehmer mehr übrig bleibt sondern um die x-tausend Arbeitslose, die dank geringerer Lohnnebenkosten einen Job finden, den sie vorher nicht angeboten bekommen hätten.

Mal abgesehen davon, dass ich arg dran zweifle, dass eine Senkung der Lohnnebenkosten um 1 % eine spürbare Änderung bringt (die gesamten Lohnkosten sind in meinem Bereich nur ein Drittel der Arbeitskosten), ist mein Eindruck der, dass viele doch eher an die eigene Geldbörse denken, als an die verschiedenen sinnvollen möglichen Folgen der Gewinnverwendung.

gruss kelle!
 
Kelle schrieb:
Mal abgesehen davon, dass ich arg dran zweifle, dass eine Senkung der Lohnnebenkosten um 1 % eine spürbare Änderung bringt (die gesamten Lohnkosten sind in meinem Bereich nur ein Drittel der Arbeitskosten), ist (...)
Klar, die Arbeitslosigkeit würde sich nicht plötzlich halbieren, aber warum nicht eine kleine Verbesserung, wenn möglich?
 
Taladius schrieb:
Klar, die Arbeitslosigkeit würde sich nicht plötzlich halbieren, aber warum nicht eine kleine Verbesserung, wenn möglich?

Scheinbar haben die Hartz Reformen dazu beigetragen, dass die BA jetzt finanzielle unabhängig vom Staat agieren kann.

Es wäre sicherlich schön, wenn das so bleibt, da so der Bundeshaushalt planbarer ist, bzw. komplett unbelastet bleibt, was das Arbeitslosengeld angeht.

Nur dafür müssen jetzt, wo die BA quasi an einem Nullpunkt steht, erstmal Rücklagen gebildet werden, um in der Zukunft wirtschaftlich sicher zu agieren.

Und erst wenn dann konstante Entwicklungen abzusehen sind (konstante Gewinne, (leicht) rückläufige Arbeitslosenzahlen ...) macht es in meinen Augen Sinn, die Beiträge zu senken, weil es erst dann nachhaltig geschehen kann.

Nicht jetzt aufgrund erster Veränderungen senken, um dann in 15 Monaten festzustellen, wir müssen wieder vom Bund quersubventioniern, und in 21 Monaten den Beitrag wieder erhöhen.

gruss kelle!
 
Gegen ein kleines Sicherheitspolster ist ja nichts einzuwenden, aber der Überschuss bietet ausreichend große Spielräume, um sowohl Rücklagen als auch Beitragssenkungen in angemessenem Maße vorzunehmen.