Ware kostete 14,95€ -> Mahngebühren 15,60€?

trautelein

Active member
ID: 386092
L
30 Januar 2010
42
2
Hallo.

Ich habe Ware im Wert von 14,95 Euro im Internet gekauft. Ich habe die Bezahlung verschwitzt :-?.

Naja, jedenfalls bekam ich eine Mahnung, die Mahngebühren betragen 15,60€. Eine Woche nach der Mahnung sollte ich schon 120 Euro bezahlen, weil das an ein Inkassounternehmen weitergegeben wurde.

Ist das normal, dass die Gebühren so hoch sind?


lg
trautelein
 
Beim ersten mal kann man die mahngebühren ignorieren und bis zum definierten zeitpunkt das geld überweisen. Wie es genau mit der Verzugszeit aussieht kann dir wohl am besten ein anwalt sagen
 
Naja, grundsätzlich sind Mahngebühren erstmal unabhängig von der Forderungssumme.

Nach der Mahnung muss man dir einen angemessenen Zeitraum zur Begleichung einräumen. Dieser ist imho nicht gesetzlich geregelt, üblich sind aber 5-10 Tage.

Sämtliche Fristen sollten aber in der Rechnung bzw. Mahnung genannt werden, da muss man sich halt gleich drum kümmern ;)

Gruß Aru
 
also egal ob du da was verschwitzt hast der nicht aber Mahnkosten über 15,60 Euro sind schon heftig... Hast du dann noch ne Mahnung bekommen? Normalerweise droht man nicht gleich nach der ersten Mahnung mit einem Inkassounternehmen. Ist eigentlich nicht die feine englische Art und spricht nicht gerade für das Unternehmen.
 
Wenn die Zahlung nur verschwitzt war, warum verging dann nach der Mahnung nochmal ne Woche? Zweifelsohne passiert sowas jedem mal, aber NACH der Mahnung ist man ja dran erinnert und handelt. I.d.R. zum Beispiel mit einem Anruf dort, wo man nochmal über die (zugegeben) hohen Mahnkosten sprechen und verhandeln kann - vorrausgesetzt das Geld geht sofort auf die Reise.
 
überweise erstmal fix den Grundbetrag+ die Mahngebühren. Alle weiteren Zahlungen würde ich verweigern und es zu einem Rechtssteit kommen lassen. 90 Euro Inkassogebühren sind da wohl doch ein wenig zu hoch angesetzt...

Zu den Mahngebühren: Du müsstest nachweisen, dass diese zu hoch ausfallen. Und das fällt in der Regel schwer. (10 Minuten Bearbeitung*60€/h macht allein schon 10€+Porto+Versand+Verpackung+etc...)
 
also egal ob du da was verschwitzt hast der nicht aber Mahnkosten über 15,60 Euro sind schon heftig... Hast du dann noch ne Mahnung bekommen? Normalerweise droht man nicht gleich nach der ersten Mahnung mit einem Inkassounternehmen. Ist eigentlich nicht die feine englische Art und spricht nicht gerade für das Unternehmen.

Ist auch nicht grad die feine Art ein Unternehmen auf ihr Geld warten zu lassen...als Firma würde ich genau so arbeiten..:Rechnung -> Mahnung -> Inkasso

Wer nicht bezahlt hat halt die Konsequenzen am Hals!
 
Ist auch nicht grad die feine Art ein Unternehmen auf ihr Geld warten zu lassen...als Firma würde ich genau so arbeiten..:Rechnung -> Mahnung -> Inkasso

Wer nicht bezahlt hat halt die Konsequenzen am Hals!

ich würde dort nix mehr bestellen. Wenn ich mal eine Zahlung vergesse...und davon geh ich da mal aus...dann droh ich nicht gleich nach der ersten Mahnung mit einem Inkassounternehmen. Ich hab auch schon vergessen zu zahlen aber das is mir noch nie passiert...
 
Ist auch nicht grad die feine Art ein Unternehmen auf ihr Geld warten zu lassen...als Firma würde ich genau so arbeiten..:Rechnung -> Mahnung -> Inkasso

Wer nicht bezahlt hat halt die Konsequenzen am Hals!

Achso? So würdest du auch arbeiten? Da wäre ich aber nicht lang dein Kunde.

Normaler ist: 1. Mahnung, 2. Mahnung, (eventl. 3.), Inkasso. Die Mahngebühren sind absolut nicht gerechtfertigt. Gerade bei der ersten Mahnung werden nur Auslagen wie Porto und eine geringe Bearbeitungsgebühr berechnet. Alles in allem sollte das nicht über 3€ liegen. Gegen diese Gebühren würde ich Einspruch erheben. Das soll mal einer nachweisen, dass er an Porto und Druck + Druckzeit 15€ versemmelt hat. Wer so ineffizient arbeitet, kann seinen Betrieb dicht machen. Absolut unseriös, das hätte vor Gericht keinen Bestand.

Check ggf. mal deren AGB -> wenn dort die Gebührenstaffelung nicht vermerkt ist, gibt es erst recht kaum eine rechtlich akzeptable Grundlage.
 
Achso? So würdest du auch arbeiten? Da wäre ich aber nicht lang dein Kunde.

Kunden, denen ich mein Geld hinterherlaufen muss, würde ich auch nicht haben wollen!

Normaler ist: 1. Mahnung, 2. Mahnung, (eventl. 3.), Inkasso. Die Mahngebühren sind absolut nicht gerechtfertigt. Gerade bei der ersten Mahnung werden nur Auslagen wie Porto und eine geringe Bearbeitungsgebühr berechnet. Alles in allem sollte das nicht über 3€ liegen. Gegen diese Gebühren würde ich Einspruch erheben. Das soll mal einer nachweisen, dass er an Porto und Druck + Druckzeit 15€ versemmelt hat. Wer so ineffizient arbeitet, kann seinen Betrieb dicht machen. Absolut unseriös, das hätte vor Gericht keinen Bestand.

Die Mahngebühren mögen evt. nicht gerechtfertigt sein, aber rechne von einem Unternehmer mal den Stundenlohn aus, rechne das auf 15 Minuten runter. Rechnung aussuchen, Konto checken (wurde bezahlt), Mahnung schreiben, drucken & verschicken.





Check ggf. mal deren AGB -> wenn dort die Gebührenstaffelung nicht vermerkt ist, gibt es erst recht kaum eine rechtlich akzeptable Grundlage.[/QUOTE]
 
Kunden, denen ich mein Geld hinterherlaufen muss, würde ich auch nicht haben wollen!

Nicht hinter jedem Verzug steckt böswilligkeit. Gerade die erste Mahnung sollte als Zahlungserinnerung mit Bearbeitungsgebühr verstanden werden. Das, was du da sagst, ist nicht geschäftsfähig. Wer solche Mahnungen schreibt, verliert schnell Kunden. Wenn du es dir leisten kannst - bitte.

Die Mahngebühren mögen evt. nicht gerechtfertigt sein, aber rechne von einem Unternehmer mal den Stundenlohn aus, rechne das auf 15 Minuten runter. Rechnung aussuchen, Konto checken (wurde bezahlt), Mahnung schreiben, drucken & verschicken.

Denkfehler. Du checkst erst das Konto und bemerkst DANN, dass er Betrag nicht da ist. Das einzukalkulieren wäre ziemlich vermessen. Die Post geht bei mir gesammelt raus und für eine Mahnung brauche ich nur wenige Klicks. Das Erstellen von Mahnungen sollte - zumindest bei der 1. - niemals gegen Arbeitszeit gerechnet werden. Wenn es bei dir natürlich derart lange dauert, dann kannst du das tun. Dann würde ich allerdings mal umstrukturieren.

Versteh mich nicht falsch - aber Kunden gehen dahin, wo es ihnen gefällt. Und wer dumme Mahnungen rausschickt, der ist einfach nur bekloppt. Kein Wunder, dass die ganzen OnlineShops pleite gehen, die immer sofort mit Inkasso drohen. :ugly: Da würde ich auch nicht einkaufen wollen. Sollen sie lieber pünktlich liefern und eine Zahlungserinnerung via Mail versenden, dann zahlen die Leute auch.
 
Sollen sie lieber pünktlich liefern und eine Zahlungserinnerung via Mail versenden, dann zahlen die Leute auch.

Siehst du, Online Shops sollen pünktlich liefern, aber auch tolleranz gegenüber nicht gezahlten Rechnungen zeigen, das passt nicht.

Ich verstehe nur gut, dass viele Online Shops nur gegen Vorkasse arbeiten bei Neukunden, ich würde es nicht anders gestalten!
 
Siehst du, Online Shops sollen pünktlich liefern, aber auch tolleranz gegenüber nicht gezahlten Rechnungen zeigen, das passt nicht.

Ich verstehe nur gut, dass viele Online Shops nur gegen Vorkasse arbeiten bei Neukunden, ich würde es nicht anders gestalten!

Das unterstütze ich auch. Nur wie gesagt: Mit solchen Mahngebühren schießt man sich nur selbst ins Bein.
 
Kein Wunder, dass die ganzen OnlineShops pleite gehen, die immer sofort mit Inkasso drohen.

Du siehst das leider arg falsch.
Es wird keiner pleite gehen, weil er sein Recht auf Zahlung einfordert, die gehen eher pleite, weil die Zahlungsmoral der Deutschen einfach für den Boppes ist.
Ich selber bin mittlerweile dazu übergegangen, nur noch gegen Vorkasse meine Games zu versenden, und ich muss sagen, seit ich das mache, habe ich kaum Kunden verloren, reichlich neue gewonnen und bei Nichtzahlung keinen Ausfall.
also perfekt

Wenn die Kunden immer brav zahlen würden, dann hätte der Gesetzgeber zum Beispiel dem Handel nicht die Möglichkeit zum verkürzten Mahnverfahren eingeräumt, denn das langwierige Mahnverfahren, wie es mal existiert hat, das hat imense Kosten verursacht, und als Relikt aus dieser Zeit, da sind die entsprechenden Mahngebühren weiterhin in den AGB der ganzen Anbieter, und, so blöd es ist, es wurde schon vielen Anbietern Recht zugesprochen, weil zB bis zu 20€ Mahnkosten erhoben wurden, diese seien vollends aufrechenbar und somit legitim, auch wenn der Kunde es logischerweise gerne anders hätte.

Über die Höhe kann man streiten, ob bei dem Ausgangsbetrag diese Höhe gerechtfertigt sei, aber viele große Unternehmen arbeiten halt so.
 
ch würde eher die IOnkassogebühren anfechten. Diese sind deutlich überhöht (sollten 30-45 Euro nicht übersteigen!) Aber hier wurden ja offensichtlich 90 Euro Gebühren aufgeschlagen. Ob das gerechtfertig ist, bezweifle ich.
 
Mal was anderes. In dem Familienbetrieb, in dem ich arbeite, MÜSSEN wir vor einer Mahnung eine Zahlungserinnerung schreiben. Laut Cheffe darf man sonst keine Mahngebühren oder gar Zinsen einfordern!?

Ich dachte nun das es generell immer so ist. Oder ist das Abhängig von der Art der Ware?
 
So erstma Mahlzeit zusammen :p

Ich bin echt erstaunt was manche als Selbstverständlich bzw Normal empfinden.

Eine Firma ist gesetzlich weder dazu verpflichtet eine Rechnung, noch eine Mahnung zu verschicken (sofern es sich bei den monatlichen Kosten um gleichbleibende Beträge handelt).

Ich halte die höhe der Mahngebühr ebenfalls für überhöht, was dagegen tun kannst du allerdings nicht. Sogar die Abgabe ist berechtigt...

Ob man nun die Forderung bei Inkasso anfechten kann, weiß ich nicht. Bin mir da aber auch nicht wirklich sicher, dass man damit durchkommt.

Ich an deiner Stelle würde mich mit der Firma wo die offene Forderung bestand in Verbindung setzen und versuchen das mit denen zu klären und anzubieten den offenen Betrag + Mahngebühren zu begleichen.
Kannst ja nachhören, ob diese dann die Forderung von Inkasso Kulanterweise dann zurückziehen...