News Türkischstämmige Busfahrerin wurde zum Mensch des Jahres vorgeschlagen

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klamm-Bot
25 April 2006
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Folgende News wurde am 30.12.2009 um 10:28:00 Uhr veröffentlicht:
Türkischstämmige Busfahrerin wurde zum Mensch des Jahres vorgeschlagen
Shortnews

Fatma Arikan, eine türkischstämmige Busfahrerin und dreifache Mutter, wurde zum "Mensch des Jahres" vorgeschlagen. Sie lenkt auf der Linie 375 in Witten einen Linienbus. Sie macht ihre Arbeit gerne und schenkt ihren Fahrgästen stets ein Lächeln. Ihr Motto: "Ein lächelndes Gesicht macht den Menschen Freude". Dies wurde von einer Leserin der WAZ Mediengruppe bemerkt und sie schlug sie mit den Worten "Wussten Sie schon, dass es eine Busfahrerin auf der Strecke 375 gibt, die jeden neuen Gast mit einem reizenden Lächeln und einem "schönen guten Morgen" begrüßt?" zum Mensch des Jahres vorgeschlagen.
 
Das wäre doch mal was. Mit dem Bus selber bin ich zwar schon länger nicht mehr gefahren, aber an solche Gesten kann ich mich auch von früher nicht erinnern.
So ne nette kleine Lady macht einen den Tag damit sicher etwas angenehmer, dafür! :)
 
Aus eigener Erfahrung muss ich sagen, dass viele Busfahrer oft einen sehr mürrischen Eindruck machen. Mir ist bewusst, dass das, besonders zu Stoßzeiten, ein stressiger Job ist, doch das gehört nunmal dazu und damit sollte man in der Regel umgehen können.


Es könnte natürlich auch daran liegen, dass man als Fahrer den ganzen Tag, unwillkürlich, den nervigsten Konversationen der Fahrgäste ausgesetzt ist und dementsprechend keine, auch nur im entferntesten, freundliche Miene aufsetzen kann.
 
Wäre in meiner Gegend nicht wirklich eine Erwähnung wert. Hier ist es üblich dass der Busfahrer die Gäste begrüsst und verabschiedet - und diese dasselbe tun...

Eigentlich traurig dass sowas anderswo nicht mehr selbstverständlich ist...
 
Hm, vllt. kommt ihr eher aus kleineren Gemeinden bzw. aus Bayern?

Also bei uns im Ruhrgebiet kenne ich das gar nicht. Ich meine klar, wenn man sein Ticket bezahlt bekommt man das normale Hallo. Aber Guten Tag in dem Sinne sagt man ja überall...
 
Ich finde diese Idee sehr gut - und hier bei mir in einer "kleineren" Stadt mit knapp 16k Einwohnern ist das auch nicht selbstverständlich dass der Busfahrer freundlich ist... .
 
Zuletzt bearbeitet:
in zeiten, in denen ein präsident im vorfeld einen friedensnobelpreis bekommt, obwohl er noch NICHTS für den frieden auf der welt getan hat, wundert mich selbst DAS nicht mehr.
 
irgendwie erinnere ich mich gerade an einen Straßenbahnfahrer, der vor ein paar Tagen eine Durchsage machte, weil mal wieder jemand in der Tür stand...

Die Fahrt kann im Moment leider auf Grund von angewurzelter Biomasse in der Tür nicht fortgesetzt werden...

ich weiß, hat mit dem Thema nicht viel zu tun, aber ich fand den Spruch irgendwie auch netter als den üblichen Hinweis, dass man doch bitte die Türen freihalten soll...

:mrgreen:
 
Eigentlich ist es traurig, dass ein Mensch wegen Freundlichkeit für so einen Titel vorgeschlagen werden muss, damit die Bedeutung des Wortes "Freundlichkeit" wieder in das Gedächtnis der Menschen gerufen wird.
Dabei sollte das doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, den Menschen freundlich zu begegnen.
 
Tja, letztes Jahr musste erst jemand sterben, um die Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass es so etwas wie Zivilcourage gibt...

Das einzige, das in unserer Gesellschaft immer mehr wird, ist die Gleichgültigkeit. Im gleichen Maße, wie Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Dankbarkeit weniger wertgeschätzt und wahrgenommen werden, nimmt die Bereitschaft ab, sie der Allgemeinheit zukommen zu lassen...
 
Dabei sollte das doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, den Menschen freundlich zu begegnen.

Das funktioniert in der Regel auch. Bei Freunden und Bekannten automatisch, sonst hat man nicht sehr viele. In Geschäften auch, sonst kommen die Kunden nicht wieder. Nur dort, wo es solch einen "Druck" nicht gibt, da vergisst man das schon mal. Busse, Bahnen, Behörden... kann man ja nicht einfach ignorieren, wenn die mal unfreundlich waren.

Marty
 
Aber ein kleines Lächeln oder "Guten Morgen" tut doch niemandem weh. Egal wieviel Stress und Ärger man hat.
Vielleicht bin ich ja zu naiv
blush.gif
, aber mir selbst tut das saugut, wenn ich irgendwo hinkomme und werde freundlich gegrüßt. Also ist das für mich auch eine Selbstverständlichkeit, selbst zu grüßen und meinem Gegenüber ein kleines Lächeln zu schenken.
dntknw.gif
 
die meisten leute hier sind doch viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um ihre umwelt wahrzunehmen. das ist halt das land der miesepeter. ;) flieg mal nach mexico, da grüßt dich jeder, wenn du ihn nur ein paar sekunden anschaust. hierzulande bekommst du hingegen gleich eins in die fresse, wenns blöd läuft. das ist eine mentalitätsfrage, denke ich.
 
Dann müssten ja in England tausende Menschen zum Mensch des Jahres gewählt werden. Denn dort sind die alle Busfahrer - die ich bisher getroffen habe - total nett und hilfsbereit. Hier in Deutschland kann man da nur von träumen.

Aber ich hoffe auch, dass sie es wir, denn vielleicht nehmen sich andere Busfahrer sich mal ein Beispiel nehmen. ;)
 
Zu einer absolut unmenschlichen Uhrzeit noch 3 mal die 5-Minuten-Taste auf dem Wecker gedrückt, hektisch frisch gemacht, aber ohne fundamentalen Koffeinspiegel durch die nass-kalte Dunkelheit zum Bus gehetzt und überall freundliche Menschen mit einem Lächeln auf den Lippen?
Das ist doch auch grausam.
Manchmal beruhigt es mich, dass alle anderen genau so unzufrieden aussehen, wie ich mich fühle :mrgreen:

Dass eine Leserin der WAZ sie für den Titel vorschlägt ist aber erstmal ... :yawn:
Jeder kann jeden für irgendwas vorschlagen. Nur Shortnews stilisiert es mal wieder zu ner Sensation.