Wirtschaft Russischer Ölkonzern setzt Belieferung von Deutschland aus

Dog

Hobby-Klammerer
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L
25 August 2007
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Jetzt endlich ist es soweit:
Aus den aktuellen News:

Moskau (AFP) - Der russische Ölriese Lukoil hat seine Lieferungen nach Deutschland ausgesetzt. "Wir sind mit dem Preis nicht zufrieden", sagte ein Unternehmenssprecher der Nachrichtenagentur RIA-Nowosti, ohne weitere Angaben zu machen. Nach Angaben des Sprechers hätte Lukoil im Februar 520.000 Tonnen Erdöl an Deutschland liefern sollen. Lukoil ist einer der drei größten russischen Ölkonzerne.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Lukoil seine Öllieferungen nach Deutschland gedrosselt. Damals verlautete aus Konzernkreisen, diese seien nicht mehr so lukrativ wie früher. Als Grund wurden damals gestiegene Transitkosten für den Transport über Weißrussland genannt.

Russland ist nach Saudi-Arabien der zweitwichtigste Ölproduzent der Welt. Das Land versucht seit längerem, den Transit durch Polen und Weißrussland zu umgehen. So ist geplant, das Pipeline-Netz von Sibirien zum russischen Ostsee-Hafen Primorsk auszubauen. Von Primorsk aus transportieren Schiffe das russische Öl nach Europa.



Was haltet Ihr von diesem Thema ?

Sollte ich hier falsch sein, bitte verschieben ! DK
 
Tja, das ist ihr Öl und wenn sie nicht gegen irgendwelche Verträge verstoßen, ist es auch ihr Recht, die Lieferungen einzustellen... Sei es wegen den Preisen, der Anerkennung des Kosovo oder anderen Gründen. Vielleicht wird manchen Politikern ja dadurch deutlich gemacht, dass die Abhängigkeit vom Öl enorme Nachteile hat und noch (!) stärker in andere Ernergieformen investiert werden muss.
Bleibt zu hoffen, dass es keine Auswirkungen auf die Benzinpreise hat 8).
 
Putin hat die EU mehrfach davor gewarnt, einen Alleingang des Kosovo in der Unabhängigkeitsfrage zu Unterstützen - Konsequenzen waren angekündigt... ;)

Wenn die EU Regierungen dermaßen dämlich sind, sich vor den Bush/Rice-Karren spannen zu lassen, dann müssen sie auch einen durch die USA geregelten Ölpreis weit jenseits der 100$/Barrel-Grenze in Kauf nehmen (der Preis hat nebenbei bemerkt heute seinen hist. Höchststand erreicht). Ich nehme auch an, dass der Grund für die schnelle, - und aus meiner Sicht unrechtmäßige, Anerkennung des
"neuen europ. Staates Kosovo" einzig dem Zweck dient, der US-Ölmafia in die
Hände zu spielen. Einen sehr interessanten Hintergrundartikel findet man hier.

Lukoil ist es im Prinzip egal, wohin sein Öl gepumpt wird.... China ist eh näher dran und wird auf längere Sicht den weitaus größeren Bedarf haben.....:mrgreen:
 
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Ressourcen - Abhängigkeit ist nun mal das große Problem dieser Zeit. Andere Staaten wie z.B. die USA wissen wie wir darum, handeln aber. Es ist freilich kein ewiges Problem.
Man kann sich diesen Abhängigkeiten entziehen, wirtschaftlicher bzw. im Extremfall politischer Repression. Dazu gehört aber eine offensive & mutige Außenpolitik, gestützt wenn nötig von militärischen Mitteln um die Handlungsfreiheit des deutschen Staates gewährleisten zu können.

Verhandlungen & Debatten werden von denen bestimmt die sie subtil steuern. Deutschland ist nicht in der Lage und sollte sich dringend über eine expansive Politik auf den Weg dahin begeben.
 
..schade eigentlich, - aber solange man hier in D Regierungsspitzen hat, die eher als "Koloskopiegerät für US-Präsidenten" dienen, wird sich an der Situation kaum was ändern. :mrgreen:

Europa wäre sicher in der Lage, einen eigenen Weg zu gehen...
 
Ich denke mal, man sollte diese ganze Geschichte jetzt nicht so dermaßen mit der derzeitigen politischen Lage im Kosovo oder sonst wo vermischen. In der Vergangenheit haben die Russen schon desöfteren den Hahn zugedreht und da gab es auch noch kein Kosovoproblem. Die Russen wollen einfach wieder mit Gewalt einen höheren Preis durchdrücken und das wird ihnen auch irgendwie wieder gelingen, weil wir nunmal auf deren Öl angewiesen sind. Eine Schweinerei ist es aber trotzdem, da sie ja mit dem deutschen Generalimporteur sicher einen gültigen Vertrag haben werden. Da sieht man halt mal wieder, dass Verträge nicht wirklich das Papier wert sind, auf das sie geschrieben sind. Und an den Zapfsäulen wird sich das auch wieder bemerkbar machen. :evil:
 
...auf jede Aktion der USA und seiner EU-Vasallen wird eine Reaktion der Russischen Föderation folgen. Wenn wir meinen, wir könnten einzelne Teile des großen "Macht-Puzzles" herauslösen, dann haben wir das Spiel nicht verstanden... Vergiss nicht, dass aus Russland die besseren Schachspieler kommen... Putin hat die nächsten 5 Züge schon vor langer Zeit vorgeplant... ;)

Besonders auffällig ist im Moment, dass sich Russland in der Kosovo-Geschichte recht ruhig verhält.... :mrgreen:

In der Tat sind bestehende Lieferverträge nicht das Papier wert, auf denen sie gemacht werden, - in der Regel enthalten sie einseitige Ausstiegsklauseln, die beide Partner rechtlich absichern. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es explizit innerhalb von Öl- und Gasabkommen mit russischen Unternehmen, die in der Regel zum größten Teil in staatlicher Hand sind, eine "Preisanpassungsklausel" an den Weltmarktpreis gibt. Für ein Ressourcenarmes Europa gilt einmal mehr der Spruch: "Wes' Brot ich ess, des' Lied ich sing.." . Und was die EU von seinem großen Bruder "über'n Teich" zu erwarten hat ist klar: Altes verschimmeltes Toastbrot, das mit Blut getränkt ist. :evil:

(..heute hab ich's aber mit "bildlichen Darstellungen"... :ugly:)
 
@ AlexK: Du schreibst hier jeden zweiten Beitrag, und immer das selbe. Die EU sollte anerkennen, wen sie als anerkennenswert befindet, und sich nicht von ein paar Drohungen und ein bisschen Säbelrasseln einschüchtern lassen. Genau so, wie Deutschland den Dalai Lama empfangen kann, auch wenn das China nicht passt. Entsprechende Staaten sind dann meist kurz beleidgt und danach geht alles wieder seinen gewohnten Gang, weil Russland und China durchaus wirtschaftlich daran interessiert sind, weiterhin mit Europa zusammenzuarbeiten. Ich denk mal, deshalb wird sich die Lage auch wieder beruhigen.
 
Warum Öl verbrennen, wir haben genügend Kohle. Wem interessieren die CO2 Emmisionen? Die Chinesen? Die Brasilianer (die ihren Urwald verbrennen). Zumindest zur Energiegewinnung ist Kohle die Alternative zu Öl, und bei den jetzigen Ölpreisen allemal. Auch Kernenergie ist kein Problem, solange nicht bei mir vor der Haustür! :D. Und die Castor-Behäter kann man ja auch in die Sonne befördern, was heute so ein Castor Transport kostet, kann man schnell mal 'ne Rakete kaufen! :LOL:
 
Da bekommt dann der Begriff "Sonnenstrahlen" eine ganz neue Bedeutung :roll:

ganz ernsthaft, entweder du versuchst gerade einen mehr oder weniger ernsthaften Thread ins Lächerliche zu ziehen, oder dein Nickname ist bei dir Programm :evil: Ich speicher dich mal unter ungewollte Satire ab..