Veröffentlichung eines Buches (als Neuautor) - eure Erfahrungen

Gedankenreise

Member
ID: 579198
L
3 Juni 2026
13
4
Hallo zusammen,

ich habe vor einigen Wochen meinen ersten Roman fertiggestellt. Das Schreiben selbst hat mir viel Freude gemacht, aber seit ich mich mit dem Thema Veröffentlichung beschäftige, merke ich erst, wie viele unterschiedliche Möglichkeiten es gibt. Je mehr ich lese, desto verwirrter werde ich ehrlich gesagt. Manche empfehlen Selfpublishing, andere raten dazu, es zuerst bei Verlagen zu versuchen. Dann gibt es noch Anbieter, die Neuautoren durch den gesamten Prozess begleiten.

Mich würden deshalb einmal echte Erfahrungen interessieren. Hat hier jemand von euch schon ein Buch veröffentlicht? Wie seid ihr vorgegangen und würdet ihr denselben Weg heute noch einmal wählen? Mich interessieren vor allem die Erfahrungen von Leuten, die ihr erstes Buch veröffentlicht haben und vorher keine Kontakte in der Branche hatten.

Danke schon einmal! 🙂
 
Die Erfahrungen anderer sind das eine, deine Anforderungen/Wünsche etwas anders.
Ich würde sagen, man muss ehrlich zu sich sein und selbst herausfinden, was die beste Option für einem wäre. Klar kann man sagen, mach Selfpublishing. Geht einfach, kostet wenig und jeder kann es. Aber wer sagt, ob du die Zeit dafür hast, ob du alle Schritte kennst, ob du dir dann das Marketing selbst antun willst/kannst,... Vielleicht braucht man eben die Hilfe und die wird dir nur ein Verlag geben können. Versuchen würde ich es auf jeden Fall. Ea wäre halt ein Vorteil weil du erstmal nicht selbst investieren musst und die Hilfe an die Seite gestellt wird. Aber, und das ist ein großes Aber, es ist nicht leicht bis fast unmöglich einen Verlag zu finden. Einen Versuch ist es aber sicherlich wert. Einer heißt hier, schreib so viele Verlage an wie du nur kannst:)

Also ja, es gibt viele verschiedene Arten ein Buch zu veröffentlichen. Man sollte sich aber ansehen, was zu einem passt, was man benötigt, was man gerne hätte. Bei einigen wird dir eh die Entscheidung abgenommen, die anderen kann man wählen, je nachdem was man möchte.
 
Die Erfahrungen anderer sind das eine, deine Anforderungen/Wünsche etwas anders.
Danke dir für die Hinweise :) Genau das ist im Moment auch mein Eindruck. Je mehr ich mich einlese, desto mehr merke ich, dass es eigentlich gar nicht die eine richtige Lösung gibt. Es hängt wahrscheinlich wirklich davon ab, wie viel man selbst übernehmen möchte und wie viel Unterstützung man sich wünscht. Deshalb schaue ich mir im Moment auch Dienstleistungsverlage etwas genauer an. So wie ich das verstanden habe, geht es dort nicht nur um die eigentliche Veröffentlichung, sondern je nach Paket auch um Unterstützung beim Lektorat, Cover, Layout oder später beim Marketing. Gerade wenn man sein erstes Buch veröffentlicht und mit all den Schritten noch keine Erfahrung hat, finde ich diesen Ansatz schon interessant.
Hast du zufällig jemanden im Bekanntenkreis, der so einen begleiteten Weg gewählt hat oder hast selbst was veröffentlicht?
 
Notgedrungen weichen halt jetzt immer mehr Menschen auf eine Selbstveröffentlichung etc. aus. Die Verlage nehmen halt nur mehr wirklich selten Bücher an. Wenn man da keinen berühmten Namen hat oder schon mehrere Bücher geschrieben hat, wird es schwer.
Ein Dienstleistungsverlag bietet, so wie der Name schon sagt, gewisse Dienstleistungen an. Man kann dann meist wählen, was benötigt wird und kann dann diese Leistungen in Anspruch nehmen, muss es aber nicht. Also wenn du jetzt einen Grafiker kennst aber dafür keinen Lektor hast. Könnte man die Grafik selbst übernehmen und den Lektor von Verlag damit beauftragen. Ja aus meiner Sicht kann da seine Hilfe sein wenn man die benötigt. Vorteil ist halt, du müsstest sonst alles von dir aus machen. Also wenn du jetzt den Selbstverlag wählst, musst du dir einen Lektor und alles was du sonst benötigst selbst suchen. bekommt man auch hin aber ist natürlich zusätzlicher Aufwand.
Ich glaube der Novum Verlag ist ein Dienstleistungsverlag. Da hab ich schon mal Bücher davon gelesen. Die Bücher kann man auch in Buchgeschäften finden oder bei Amazon bestellen.
Was du halt nicht brauchst ist ein reiner Druckkostenzuschussverlag. Das ist nichts anderes als ein teurer Copyshop. Aber sonst muss eben jeder selbst wissen, was zu ihm passt. Was ich halt noch empfehlen würde ist, auch wenn man sich für den kostenlosen Weg der Veröffentlichung entscheidet, all die Leistungen, die man benötigt (Lektor, Grafiker, Marketing,...) werden nicht kostenlos sein. Von daher wird das immer mit Kosten verbunden sein. Da muss man auch selbst entscheiden ob man das möchte.
 
Bei Büchern ist es nicht unwichtig, dass sie editiert wurden, Fehler auslesen, etc..
Vor ein paar Jahren war es einfach ein Buch bei Amazon zu verkaufen, nun brauchst du alle möglichen Codes.
Selbst Veröffentlichen dazu braucht man auch eine Menge, eine Webseite, eine Gemeinschaft, die das Vertrauen hat, ein Buch im Voraus zu bezahlen.
 
Notgedrungen weichen halt jetzt immer mehr Menschen auf eine Selbstveröffentlichung etc. aus. Die Verlage nehmen halt nur mehr wirklich selten Bücher an. Wenn man da keinen berühmten Namen hat oder schon mehrere Bücher geschrieben hat, wird es schwer.
Ein Dienstleistungsverlag bietet, so wie der Name schon sagt, gewisse Dienstleistungen an. Man kann dann meist wählen, was benötigt wird und kann dann diese Leistungen in Anspruch nehmen, muss es aber nicht. Also wenn du jetzt einen Grafiker kennst aber dafür keinen Lektor hast. Könnte man die Grafik selbst übernehmen und den Lektor von Verlag damit beauftragen. Ja aus meiner Sicht kann da seine Hilfe sein wenn man die benötigt. Vorteil ist halt, du müsstest sonst alles von dir aus machen. Also wenn du jetzt den Selbstverlag wählst, musst du dir einen Lektor und alles was du sonst benötigst selbst suchen. bekommt man auch hin aber ist natürlich zusätzlicher Aufwand.
Ich glaube der Novum Verlag ist ein Dienstleistungsverlag. Da hab ich schon mal Bücher davon gelesen. Die Bücher kann man auch in Buchgeschäften finden oder bei Amazon bestellen.
Was du halt nicht brauchst ist ein reiner Druckkostenzuschussverlag. Das ist nichts anderes als ein teurer Copyshop. Aber sonst muss eben jeder selbst wissen, was zu ihm passt. Was ich halt noch empfehlen würde ist, auch wenn man sich für den kostenlosen Weg der Veröffentlichung entscheidet, all die Leistungen, die man benötigt (Lektor, Grafiker, Marketing,...) werden nicht kostenlos sein. Von daher wird das immer mit Kosten verbunden sein. Da muss man auch selbst entscheiden ob man das möchte.
Danke dir für die ausführliche Erklärung. 🙂 Darf ich fragen, woher du dich mit dem Thema so gut auskennst? Hast du selbst schon etwas veröffentlicht oder jemanden im Bekanntenkreis, der diesen Weg gegangen ist?
Genau das mit den Druckkostenzuschussverlagen habe ich inzwischen auch schon öfter gelesen. Deshalb versuche ich gerade ein bisschen herauszufinden, wo die Unterschiede liegen und welche Modelle für jemanden, der zum ersten Mal veröffentlicht, wirklich sinnvoll sein können. Dass man auch beim Selfpublishing viele Leistungen wie Lektorat, Cover oder Marketing am Ende selbst organisieren und bezahlen muss, wird am Anfang irgendwie oft unterschätzt. Deshalb finde ich so einen begleiteten Weg, grundsätzlich schon interessant, wenn man noch gar keine Erfahrung mit dem ganzen Prozess hat.
 
wie heißt das Buch - Inhalt ? mach mal hier etwas Werbung
Das mache ich gern, sobald alles ein bisschen konkreter ist. Im Moment bin ich gerade noch dabei herauszufinden, welchen Veröffentlichungsweg ich überhaupt gehen möchte. Ich habe zwar einen Arbeitstitel, aber noch keinen endgültigen Titel. Grundsätzlich handelt es sich um eine Abenteuerroman :) Hast du selbst schon einmal ein Buch veröffentlicht oder warst du einfach neugierig?
 
Bei Büchern ist es nicht unwichtig, dass sie editiert wurden, Fehler auslesen, etc..
Vor ein paar Jahren war es einfach ein Buch bei Amazon zu verkaufen, nun brauchst du alle möglichen Codes.
Selbst Veröffentlichen dazu braucht man auch eine Menge, eine Webseite, eine Gemeinschaft, die das Vertrauen hat, ein Buch im Voraus zu bezahlen.
Genau das ist auch einer der Punkte, über die ich in letzter Zeit immer wieder stolpere. Am Anfang dachte ich ehrlich gesagt, man schreibt das Buch und lädt es irgendwo hoch. Je mehr ich mich einlese, desto komplizierter wirds irgendwie. Vom Lektorat über das Cover bis hin zum Marketing. Gerade deshalb bin ich mir noch unsicher, welcher Weg für jemanden ohne Erfahrung am sinnvollsten ist. Hast du selbst schon einmal ein Buch veröffentlicht oder jemand in deinem Bekanntenkreis?
 
Das mache ich gern, sobald alles ein bisschen konkreter ist. Im Moment bin ich gerade noch dabei herauszufinden, welchen Veröffentlichungsweg ich überhaupt gehen möchte. Ich habe zwar einen Arbeitstitel, aber noch keinen endgültigen Titel. Grundsätzlich handelt es sich um eine Abenteuerroman :) Hast du selbst schon einmal ein Buch veröffentlicht oder warst du einfach neugierig?
ich wollte mal eins schreiben, bin aber bei der dritten Seite stecken geblieben
 
Bei Büchern ist es nicht unwichtig, dass sie editiert wurden, Fehler auslesen, etc..
Ja nur viele wollen das nicht verstehen weil sie immer nur davon lesen, dass eine Veröffentlichung nichts kosten darf. Wie soll ein Lektor nichts kosten wenn ich ihn beauftrage? Das muss man nicht verstehen.
Als Ergebnis dieses Märchens hat man dann zig Bücher, die man einfach so auf dem Markt schmeißt. Und dann wundert man sich, wieso man keine Bücher verkauft. Als Draufgabe ist dann auch noch die Seite oder der jeweilige Anbieter Schuld daran:)
Selbst Veröffentlichen dazu braucht man auch eine Menge, eine Webseite, eine Gemeinschaft, die das Vertrauen hat, ein Buch im Voraus zu bezahlen.
Ja das ist viel "Arbeit". Aber man sollte es ja auch gerne machen. Ich meine, das ist ja das eigene Hobby. Wenn man das rein als Arbeit und Zwang sieht, ist es schwer. Aber sowas kommt ja auch nicht von heute auf morgen, das ergibt sich mit der Zeit. Da sollte man dann beispielsweise ja schon eine Gemeinschaft haben. Man umgibt sich ja meistens mit Menschen, die dieselben Interessen haben. Das ist dann ja nicht alles Arbeit, die bei null startet.
Außer natürlich man wacht heute auf und hat die glorreiche Idee, ich werd jetzt ein berühmter Autor:)
Darf ich fragen, woher du dich mit dem Thema so gut auskennst? Hast du selbst schon etwas veröffentlicht oder jemanden im Bekanntenkreis, der diesen Weg gegangen ist?
Ja Freunde und Verwandte, Eine Freundin lebt sogar davon, zusammen mit Social Media etc.
Aber das darf man nicht vergleichen, finde das ist viel leichter für sie weil sie ja schon Follower hat und damit das Potenzial viel größer ist Abnehmer für ihr Buch zu bekommen. Da fällt es einem Verlag dann relativ leicht zu sagen, ja machen wir gerne.
Deshalb finde ich so einen begleiteten Weg, grundsätzlich schon interessant, wenn man noch gar keine Erfahrung mit dem ganzen Prozess hat.
Hilfe kannst du halt auf viele Arten bekommen. Du kannst Freunde um Hilfe bitten, kannst dir einen erfahrenen Autor suchen, fragst in Foren nach, suchst dir einen Agenten, nimmst einen Verlag, der Hilfeanbietet oder Recherchierst im Internet dazu.
Finde, gerade weil es heute so einfach ist, Hilfe zu bekommen, gehen auch viele Menschen den Weg übers Selfpublishing etc. Auch das macht den klassischen Verlag unnötiger.
 
Ja nur viele wollen das nicht verstehen weil sie immer nur davon lesen, dass eine Veröffentlichung nichts kosten darf. Wie soll ein Lektor nichts kosten wenn ich ihn beauftrage? Das muss man nicht verstehen.
Als Ergebnis dieses Märchens hat man dann zig Bücher, die man einfach so auf dem Markt schmeißt. Und dann wundert man sich, wieso man keine Bücher verkauft. Als Draufgabe ist dann auch noch die Seite oder der jeweilige Anbieter Schuld daran:)
Wohl wahr, dabei kostet eine Webseite nicht die Welt.
Mit €125 ist man dabei.
 
Wie soll ein Lektor nichts kosten wenn ich ihn beauftrage? Das muss man nicht verstehen.
Da stimme ich dir zu. Ein gutes Lektorat kann ja gar nicht kostenlos sein, wenn jemand viele Stunden in ein Manuskript investiert. Ich glaube, viele unterschätzen sehr, wie viel Arbeit da drin steckt.
Gleichzeitig frage ich mich inzwischen schon, ob viele am Ende nicht ähnlich viel Geld ausgeben. Nur eben auf unterschiedlichen Wegen. Beim Selfpublishing sucht und bezahlt man sich Lektorat, Cover oder Marketing selbst, bei einem Dienstleistungsverlag sind manche dieser Leistungen je nach Modell bereits gebündelt. Genau deshalb versuche ich gerade herauszufinden, welche Variante sich für Erstautoren in der Praxis tatsächlich bewährt hat.
Aber man sollte es ja auch gerne machen. Ich meine, das ist ja das eigene Hobby.
Wenn man nicht gerade schon ein etablierter Autor ist und damit seinen Lebensunterhalt verdient, stimme ich dir da zu. In meinem Fall ist das Schreiben tatsächlich ein Hobby und soll in erster Linie auch Spaß machen. :DNatürlich würde ich mich freuen, wenn das Buch später Leser findet, aber ich erwarte nicht, davon leben zu können. Grundsätzlich bin ich auch bereit Zeit in dieses Hobby zu investieren. Ich möchte nur nicht daran verzweifeln, weil ich aus mangelnder Erfahrung wichtige Dinge übersehe. Gerade am Anfang weiß man ja oft gar nicht, worauf man überhaupt achten muss oder welche Fehler sich später nur schwer wieder ausbügeln lassen.
Ja Freunde und Verwandte, Eine Freundin lebt sogar davon, zusammen mit Social Media etc.
Aber das darf man nicht vergleichen, finde das ist viel leichter für sie weil sie ja schon Follower hat und damit das Potenzial viel größer ist Abnehmer für ihr Buch zu bekommen. Da fällt es einem Verlag dann relativ leicht zu sagen, ja machen wir gerne.
Hilfe kannst du halt auf viele Arten bekommen. Du kannst Freunde um Hilfe bitten, kannst dir einen erfahrenen Autor suchen, fragst in Foren nach, suchst dir einen Agenten, nimmst einen Verlag, der Hilfeanbietet oder Recherchierst im Internet dazu.
Finde, gerade weil es heute so einfach ist, Hilfe zu bekommen, gehen auch viele Menschen den Weg übers Selfpublishing etc. Auch das macht den klassischen Verlag unnötiger.
Das mit deiner Freundin kann ich gut nachvollziehen. Ich glaube auch, dass jemand mit einer bestehenden Reichweite ganz andere Voraussetzungen mitbringt als jemand, der komplett bei null anfängt. Da ist es wahrscheinlich leichter, einen Verlag zu überzeugen oder auch im Selfpublishing Leser zu erreichen.
Dass man sich heute Unterstützung auf vielen Wegen holen kann, stimmt natürlich. Ich frage mich nur, ob es für jemanden ohne Kontakte und ohne Erfahrung nicht manchmal einfacher ist, wenn bestimmte Dinge gebündelt sind und man nicht jeden Schritt selbst organisieren muss. Wahrscheinlich kommt das am Ende auch darauf an, wie viel man sich selbst zutraut und wie viel Zeit man neben seinem Job tatsächlich investieren kann.
Mich würden deshalb tatsächlich einmal konkrete Erfahrungen von Leuten interessieren, die so einen begleiteten Weg gewählt haben. Davon liest man deutlich seltener als über klassisches Selfpublishing oder den Weg über einen Verlag.

Wohl wahr, dabei kostet eine Webseite nicht die Welt.
Mit €125 ist man dabei.
Was hat die Website in deinen Augen mit dem Lektorat bzw. dem Veröffentlichungsweg zu tun? Meinst du eher das Marketing und die Sichtbarkeit des Buches? Weil nur weil ich eine Website hab, ist ja noch nicht lektoriert oder check ich da was nicht :unsure:
 
Wohl wahr, dabei kostet eine Webseite nicht die Welt.
Mit €125 ist man dabei.
Macht das heutzutage nicht schon eine KI umsonst?
Also bei Websiten wäre eine KI wohl schon so weit.
Ein ganzes Buch zu lektorieren, da weiß ich nicht ob ich das eine KI schon zutrauen würde (Stand jetzt).
Gleichzeitig frage ich mich inzwischen schon, ob viele am Ende nicht ähnlich viel Geld ausgeben. Nur eben auf unterschiedlichen Wegen. Beim Selfpublishing sucht und bezahlt man sich Lektorat, Cover oder Marketing selbst, bei einem Dienstleistungsverlag sind manche dieser Leistungen je nach Modell bereits gebündelt. Genau deshalb versuche ich gerade herauszufinden, welche Variante sich für Erstautoren in der Praxis tatsächlich bewährt hat.
Wie viel Geld gibst du für deine anderen Hobbys aus?
Ich vergleiche das immer mit dem Sport. Da gibts viele die zahlen im Monat 100€ nur damit sie ins Fitnessstudio gehen können (und tun es dann oft auch gar nicht). Oder man kauft sich Ausrüstung, teure E-Bikes,.... Und wer will da dann plötzlich mit seinen Hobbys Geld verdienen?
Ja klar ist es leichter wenn man alles bekommt, nur für das Service bezahlt man dann eben (verständlicher Weise).
Ich möchte nur nicht daran verzweifeln, weil ich aus mangelnder Erfahrung wichtige Dinge übersehe. Gerade am Anfang weiß man ja oft gar nicht, worauf man überhaupt achten muss oder welche Fehler sich später nur schwer wieder ausbügeln lassen.
Dann mach dir nicht selbst zu viel Druck und sehe es weiterhin als Hobby. Ich verzweifle ja jetzt auch nicht wenn ich einen Tag nicht Sport mache. Sehe das genauso. Ja, man kann sich kurz ärgern oder ist mit sich unzufrieden weil man es nicht geschafft hat die Couch zu verlassen. Aber dann geht man eben am nächsten Tag. Das ist halt genau der Unterschied zwischen Hobby und Profi.
Das mit deiner Freundin kann ich gut nachvollziehen. Ich glaube auch, dass jemand mit einer bestehenden Reichweite ganz andere Voraussetzungen mitbringt als jemand, der komplett bei null anfängt. Da ist es wahrscheinlich leichter, einen Verlag zu überzeugen oder auch im Selfpublishing Leser zu erreichen.
Schau dir mal die ganzen Influencer an. Sobald man da 10.000 Follower hat hauen die schon ihr eigenes Merch raus oder machen eigene Produkte. Da gibts bereits eigene Firmen, die über die Influencer dann ihre Produkte raushauen. Die schauen sich einen Influencer an und sagen dann, zu dir könnten Chips passen. Dann erstellt man für ihn eine Marke, organisiert alles und der Influencer verkauft das dann ans eine Follower.
Dass man sich heute Unterstützung auf vielen Wegen holen kann, stimmt natürlich. Ich frage mich nur, ob es für jemanden ohne Kontakte und ohne Erfahrung nicht manchmal einfacher ist, wenn bestimmte Dinge gebündelt sind und man nicht jeden Schritt selbst organisieren muss. Wahrscheinlich kommt das am Ende auch darauf an, wie viel man sich selbst zutraut und wie viel Zeit man neben seinem Job tatsächlich investieren kann.
ich denke viele sagen es einfach nicht. Klingt ja besser wenn man sagt, ich hab alles alleine gemacht. Oder sie haben auch Angst vor Kritik. Sag mal in einem Literaturforum, du hast deinen Lektor und Grafiker selbst bezahlt. Da gehen alle auf dich los und sagen dir eben genau das, du darfst nie etwas dafür bezahlen:) Für mich halt ziemlich weltfremd. Ich greife das Beispiel mit dem Sport nochmal auf (weil ich finde das passt immer). Wer kommt auf die Idee zu sagen, ich will jetzt beginnen mit dem Mountainbiken und kommt dann auf die Idee, irgendjemand müsste ihm das Rad kaufen und gratis zur Verfügung stellen? Nur weil man später eventuell mal Werbung für ihn macht wenn man professionell Rad fährt. Da kommt doch auch keiner auf die Idee aber beim Schreiben soll plötzlich alles ganz anders sein.
Klar hängt das von einem selbst am. Jeder hat da andere Voraussetzungen. Da kann man nicht sagen, das passt für jeden.
 
Ich lese hier interessiert mit, weil ich selbst schon länger mit dem Gedanken spiele, irgendwann ein Buch zu schreiben. Fertig bin ich zwar noch lange nicht, aber genau die Frage nach dem richtigen Veröffentlichungsweg beschäftigt mich jetzt schon.

Früher dachte ich ehrlich gesagt auch, man schreibt ein Manuskript, schickt es an ein paar Verlage und entweder klappt es oder eben nicht. Je mehr ich mich einlese, desto komplexer scheint das Ganze zu werden. Selfpublishing klingt auf den ersten Blick sehr attraktiv, gleichzeitig unterschätzt man wahrscheinlich leicht, wie viel Organisation dahintersteckt – Lektorat, Cover, Marketing, Sichtbarkeit usw.

Deshalb finde ich diesen Thread wirklich spannend. Mich würden ebenfalls Erfahrungsberichte interessieren, vor allem von Menschen, die ohne Reichweite oder Kontakte in der Branche ihr erstes Buch veröffentlicht haben. Würdet ihr denselben Weg heute wieder gehen oder im Nachhinein etwas anders machen? Vielleicht hilft das ja nicht nur dem Threadersteller, sondern auch allen, die – so wie ich – noch ganz am Anfang stehen.
 
Wie viel Geld gibst du für deine anderen Hobbys aus?
Ja, da kann ich dir nur zustimmen :)
Das ist halt genau der Unterschied zwischen Hobby und Profi.
Das ist wahrscheinlich wirklich die beste Einstellung dazu 🙂 Ich neige manchmal dazu, alles möglichst gründlich machen zu wollen und mich vorher in jedes Detail einzulesen. Wahrscheinlich kann man aber gar nicht alles im Voraus wissen und sammelt einen Teil der Erfahrungen erst während des Prozesses.
Die schauen sich einen Influencer an und sagen dann, zu dir könnten Chips passen. Dann erstellt man für ihn eine Marke, organisiert alles und der Influencer verkauft das dann ans eine Follower.
Ja, genau sowas meinte ich 🙂 Wer schon eine große Community hat, bringt natürlich ganz andere Voraussetzungen mit. Da ist die Wahrscheinlichkeit wahrscheinlich deutlich höher, dass sich Verlage oder Unternehmen für einen interessieren. Ich muss aber ehrlich sagen, dass es für mich keine Option ist, über Social Media eine Reichweite zu erlangen. Ich stell mich nicht so gern vor die Kamera. Da schreibe oder lese ich viiiiiel lieber 😅
Für mich halt ziemlich weltfremd. Ich greife das Beispiel mit dem Sport nochmal auf
Den Vergleich mit dem Sport kann ich schon gut nachvollziehen 🙂 Wahrscheinlich geht man bei einem Hobby grundsätzlich erst einmal davon aus, dass man selbst Zeit und auch etwas Geld investiert. Ich glaube nur, dass man als Anfänger oft gar nicht einschätzen kann, wofür genau sich eine Investition wirklich lohnt und worauf man vielleicht auch verzichten kann.
Genau deshalb finde ich den persönlichen Austausch mit Menschen so spannend. Man liest zwar viel im Internet, aber am Ende helfen einem persönliche Erfahrungen oft mehr als allgemeine Ratgeber.
 
Ich lese hier interessiert mit, weil ich selbst schon länger mit dem Gedanken spiele, irgendwann ein Buch zu schreiben. Fertig bin ich zwar noch lange nicht, aber genau die Frage nach dem richtigen Veröffentlichungsweg beschäftigt mich jetzt schon.

Früher dachte ich ehrlich gesagt auch, man schreibt ein Manuskript, schickt es an ein paar Verlage und entweder klappt es oder eben nicht. Je mehr ich mich einlese, desto komplexer scheint das Ganze zu werden. Selfpublishing klingt auf den ersten Blick sehr attraktiv, gleichzeitig unterschätzt man wahrscheinlich leicht, wie viel Organisation dahintersteckt – Lektorat, Cover, Marketing, Sichtbarkeit usw.

Deshalb finde ich diesen Thread wirklich spannend. Mich würden ebenfalls Erfahrungsberichte interessieren, vor allem von Menschen, die ohne Reichweite oder Kontakte in der Branche ihr erstes Buch veröffentlicht haben. Würdet ihr denselben Weg heute wieder gehen oder im Nachhinein etwas anders machen? Vielleicht hilft das ja nicht nur dem Threadersteller, sondern auch allen, die – so wie ich – noch ganz am Anfang stehen.
Herzlich willkommen im Thread! Schön, dass sich noch jemand meldet, der gerade am Anfang steht 😁 Irgendwie beruhigt es mich ein bisschen zu lesen, dass ich mit meinen Gedanken und Fragen offenbar nicht allein bin.
Ich hoffe auch, dass sich noch ein paar Leute melden, die ihr erstes Buch bereits veröffentlicht haben und ein bisschen erzählen können, was gut funktioniert hat und was sie heute vielleicht anders machen würden. Solche Erfahrungsberichte helfen wahrscheinlich allen, die gerade erst in das Thema einsteigen.