Eintrag #160, 03.12.2009, 22:56 Uhr

Willkommen..

Zusammenbruch. Und niemand soll es wissen. Nein, denn ich spiele eine Rolle. Das passiert ganz von selbst, sobald ich bei Leuten bin.. bei Leuten die ich kenne. Diese Rolle besteht aus Lachen und guter Laune. Ich bin niemals traurig, denn ich habe anscheinend zu gut gelernt das zu verstecken. Nur im Inneren bin ich traurig, da bin ich fast immer traurig. Mir geht es selten gut. Und wenn, hält es nicht lange an. Ich bin krank und habe scheinbar einen riesen Spaß daran, mir mein Leben selbst zu versauen.. ich tu es immer wieder. Ich rede mir immer ein, dass ich nichts kann und bin, dass es nie besser wird und ich irgendwann ganz allein sterben werde. Und so wird es kommen, da ich ohnehin niemanden an mich ranlasse. Das geschieht unbewusst, denn ich würde eigentlich so gerne jemandem von meiner Trauer erzählen, dass es mir seit ungefähr 10 Jahren immer nur schlecht geht. Ich traue mich aber nicht, befürchte, dass dieser Jemand dann nichts mehr von mir wissen will. Immerhin ist mir das einmal passiert. Und deswegen verdränge ich die Tränen und lächle stattdessen, denn ein Lächeln wirkt soviel einladener als Tränen.
Ich werde als herzlich beschrieben. Trotzdem fühle ich mich oft so schrecklich gemein, denn ich bin verdammt neidisch. Manchmal, nein eigentlich immer, würde ich Leuten, die mir erzählen, dass sie bald etliche Jahre mit ihrem Partner zusammen sind, die Augen auskratzen und den Schädel einschlagen. Aber stattdessen lächel ich und sage:" Das ist ja toll." Ich versuche ständig die Einsamkeit zu verdrängen, aber sie kommt einfach immer wieder. Und deswegen verrenne ich mich in irgendwelchen dämlichen, teilweise grotesken Schwärmereien; was bleibt mir auch anderes übrig? So unwert wie ich es bin, will mich doch sowieso niemand. Und genau das rede ich mir immer wieder ein - und es will mich niemand. Der Neid und die Einsamkeit zerfressen mich, der Selbsthass tut das Übrige und es ist wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis ich vollkommen zusammenbreche.. und dann nicht mehr lächeln kann. Vielleicht sind es Jahrzehnte, vielleicht bloß noch ein paar Jahre. Immerhin geht es schon eine Weile so, sicherlich 7 Jahre.
In Momenten wie diesem erscheint alles so sinnlos. Wozu noch Jahre so wie jetzt weiterleben? Es ändert sich doch ohnehin nichts.

Willkommen in der Dunkelheit.
 
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