Eintrag #8, 11.01.2006, 18:55 Uhr

Wer weiß, wer weiß Poldi.....

Kicker: Herr Podolski, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zu Ihrem 22. Geburtstag und zum vorzeitigen Gewinn der 21. deutschen Fußballmeisterschaft mit Bayern München. Wie sehen sie rückblickend die WM 2006 und das erste Jahr in München?

L.P.: Monika und ich sind hier, nicht zuletzt dank Basti Schweinsteiger, phantastisch aufgenommen worden. München gefällt mir immer mehr.

Kicker: Nun liegt die WM 2006 ein knappes Jahr zurück. Haben Sie das unglückliche Ausscheiden der deutschen Elf im Achtelfinale gegen den Iran durch Elfmeterschießen noch im Kopf? Immerhin haben Sie den entscheidenden Elfer verschossen.

L.P.: Nein. Das ist Vergangenheit. Ich schaue immer nach vorne. Und der neue Bundestrainer, Lothar Matthäus, hat mir die ganz klare Zusage gegeben, dass ich im National-Kader gesetzt bleibe.

Kicker: Ihr Wechsel vom 1. FC Köln nach München war ja damals von einigem Tamtam begleitet. Statt der erhofften 10 Mio. Euro überwiesen die Münchner dann nur letztlich 5,5 Mio. Euro auf das Kölner Konto...

L.P.: Ich kann Ihnen nichts zu den damaligen Modalitäten sagen. Da müssen Sie schon Herrn Overath oder Herrn Hoeness fragen. Ich weiß nur, dass Herr Hoeness immer das Beste für unseren Verein herausholt.

Kicker: Wie beurteilen Sie denn Ihre erste Saison beim FC Bayern? Nun gut, sie wurden in 11 Saisonspielen eingesetzt, standen 3-mal in der Anfangsformation und haben immerhin 5 Tore erzielt. Gefällt Ihnen die Joker-Rolle?

L.P.: Nein, natürlich nicht. Aber es war mir von Anfang an klar, dass es nicht einfach sein würde, hier einen Stammplatz zu ergattern. Schließlich spielt hier ein Roy Makaay, ein Claudio Pizarro, oder auch ein Roque Santa Cruz im Sturm.

Kicker: Zu Beginn der Saison 2006/2007 kamen auch Julio dos Santos und Tim Borowski zum FC Bayern. Beide hatten - im Gegensatz zu Ihnen - sofort einen Stammplatz. Schmerzt das sehr?

L.P.: Ich würde lügen, wenn ich sage, dass es mir gefällt. Aber ich musste mich auch erstmal an das Flair eines durch und durch professionell geführten Vereins, der ständig im internationalen Geschäft steht, gewöhnen.

Kicker: Herr Podolski, haben Sie ab und an noch Kontakt zu den ehemaligen Kumpels aus der Domstadt?

L.P.: Es bleibt leider sehr wenig Zeit dafür. Ich bedaure es sehr, dass Ewald Lienen es nicht geschafft hat, meinen ehemaligen Verein, an dem immer noch viel Herzblut hängt, in der 1. Liga zu halten. Und leider hatte ich ja wegen des erneuten Abstiegs der Kölner in 2006 auch keine Gelegenheit mehr, dort sportlich anzutreten.

Kicker: Herr Podolski, vielen Dank für das Interview und alles Gute für Ihre Zukunft beim FC Bayern München!
 
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