Eintrag #2, 13.11.2006, 07:20 Uhr

Wer andern eine Grube gräbt

Ach Herr je, 17 Uhr un kein Brot im Haus, daher schnell rein in die Schuhe und vor Arbeitsanfang noch schnell zu Lidl. Ich also ungekämmt und in Eile ab ins Auto und mit qietschenden Reifen `gen Dicounter. Dort angekommen stelle ich meine Rostlaube ab und hetze ins Innere des Gebäudes, schliesslich bin ich ja in Eile. Hechelnd kämpfe ich mich an drei Leuten vorbei zum Brotregal, als sich eine dürre etwa 40 jährige Frau vor mich schiebt und sich breitbeinig vor die Brotauswahl plaziert.
Schon leicht entnervt suche ich den Weg rechts von ihr zum Körnerbrot, aber denkste! Sie wandert wie automatisch in meine Richtung und hält dabei ZWEI! Brote in der Hand. Ich mache einen schnellen Ausfallschritt nach links, denn ich habe zwei hungrige Mäuler zu Huase sitzen, aber! Die Brotstudierende Dürre scheint wie magnetisch mit mir zu wandeln und versperrt mir wieder den Weg.
Puh! Mein Adrenalinspiegel steigt an wie der Wasserpegel der Elbe und ich greife zu der aLtbewährten, wenn auch nicht galanten Ellenbogentechnik.Ich schiebe sie kurzerhand Richtung Obstabteilung...o.K manche würden auch schubsen dazu sagen *hüstel. Endlich steh ich vor dem Baguette, den leckren Müslistangen und greife mir ein knusprig Krustenbrot. Die giftigen Blicke und bösen Bemerkungen meiner vermeintlichen Feindin kommentiere ich genervt mit den Worten :"Selbst schuld"
Mit meiner nährenden Errungenschaft hetzte ich Richtung Kasse. Ich frohlocke, denn vor der einzig geöffneten Kasse steht nur ein Mann der ausser 2 Flschen Bier nichts aufs Band legt.
Also nochmal Vollgas ... Boah neeeeeeeeee!!! Gerade als ich mich  anstellen möchte schiebt sich ein ominös beladener Einkaufswagen vor mich. Eine mir mehr als vertraute Person beginnt genüsslich ca. 98! unnütze Artikel aufs Band zzu legen.
Sie legt die Ware aber nicht einfach aufs Band, nein, sie sortiert sie dabei liebevoll, denn schliesslich fühlen sich Bananen neben Damenbinden nicht wohl.
Mein Blick gleicht dem einer angeschossenen Wildsau und mein Atem geht  stossweisse.
Als es bei der mich hämisch angrínsenden Dränglerin ans Zahlen geht, sucht sie genüsslich langsam nach ihrer  EC-Karte. Nun beginne ich zu beten, dass  das Kartengerät sich nicht auch noch gegen mich verschwören wird. Glück gehabt! Zahlung erfolgt.
Bedächtig und weiterhin grienend steckt sie den Bon in ihre Börse und bewegt den Wagen zum Ausgang. Unsere Blicke treffen sich ein letztes Mal und ich höre sie mir leise zuraunen :"Selbst schuld"
 
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