Wal- und Delfin-Mord auf den Färöer-Inseln

Anfang des Monats wurde auf den Färöer-Inseln der erste Grind (=Wal-und Delfin-Mord) des Jahres aufgerufen. Mit diesem Ereignis begann gleichzeitig eine neue Jagdsaison, bei der Hunderte von Delfinen vor der Inselgruppe im Nordatlantik vor ihrem Tod schweren körperlichen und mentalen Belastungen ausgesetzt sein werden.
Warum das so ist:
• Weil die Tiere oft über lange Zeit gejagt werden – manchmal über Stunden hinweg. Das führt zu Erschöpfung und Stress.
• Weil die Tötungsmethode brutal ist: Die Delfine werden meist mit einem Fanghaken am Blasloch fixiert und über scharfe Felsen gezogen, was zu schmerzhaften Verletzungen führt.
• Weil Delfine hochsoziale Tiere sind und starke Bindungen zu ihren Familienmitgliedern haben. Die Massenschlachtung sorgt bei der gesamten Gruppe für großes Leid und kann zu emotionalen Traumata führen.
Diese und andere Argumente gegen den Grindadráp – sei es die hohe Belastung von Delfinfleisch mit Quecksilber oder die Tatsache, dass ein wohlhabendes Volk wie die Färinger nicht auf die Delfinjagd angewiesen ist – werden von einem Großteil der Bewohner der Inselgruppe rigoros ignoriert. Für sie steht ihr „kulturelles Erbe“, das von Generation zu Generation weitergegeben wird, im Mittelpunkt.
Wir sind jedoch der Ansicht, dass kulturelle Traditionen keinesfalls als Rechtfertigung für Tierquälerei dienen dürfen!
Die Beibehaltung von Praktiken, die Tierleid verursachen, ist zudem absolut inakzeptabel – insbesondere in einer modernen Gesellschaft, die sich zunehmend auf das Tierwohl konzentriert.
Aus diesem Grund kämpfen wir auch in diesem Jahr vehement gegen die Delfinjagden auf den Färöer-Inseln!
#StopTheGrind
https://www.delphinschutz.org/news-delfine/update-zum-delfin-massaker-auf-den-faeroeer-inseln/
Gesellschaft zur Rettung
der Delphine e.V.
Blumenstr. 23, 80331 München
Tel.: 089-74 16 04 10
Fax: 089-74 16 04 11
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