Eintrag #9, 14.04.2005, 03:23 Uhr

Urlaubsblog Teil 4

Inklusive einiger Pinkelpausen brauchten wir bis ca. 12:00 bis wir in Pamukkale waren. Man fuhr uns zunächst mal zu dem Hotel, in dem wir diese Nacht schlafen sollten - ein Thermalhotel. Dort bestand die Möglichkeit ein Mittagessen einzunehmen, aber da uns das zu teuer war, beschränkten wir unser Mittag auf Flüssignahrung - Bier :). Unsere Zimmer bekamen wir leider noch nicht. Eine Stunde später ging es dann nämlich zu den Kalksinterterassen.

Man erklärte uns, dass hier in der Gegend mehrere heiße Quellen entspringen, die gut für die Gesundheit seien. Insbesondere gäbe es eine weiße Quelle (kalkhaltig) und eine rote Quelle (eisenhaltig). Von dem Wasser würden diverse Hotels ihre Thermalbäder füllen. Und darüberhinaus habe die weiße Quelle die Kalksinterterassen geformt. Dort läuft das Wasser nämlich allmähliche drüber, das Kalk setzt sich ab, formt die Terassen usw. An der Quelle kann man das Wasser sogar abzapfen und trinken. Es hat ca. 35° und schmeckt sehr salzig. Danach läuft es in eine Art breites Becken, in welchem an diesem Tage sogar jemand badet, obwohl es nur knapp über 0°C sind und es dann sogar leicht zu nieseln beginnt. Nach dem Becken läuft das Wasser dann über die Terassen. Da kann man dann in dem Quellwasser über die Terassen entlang laufen. Ist ganz nett. Uns ist nur der Aufenthalt dort viel zu lange, vor allem da es eben ganz schön kalt ist an dem Tag und man da soo viel dann auch nicht machen kann. Aber zumindest essen wir unseren ersten original türkischen Döner.

Schließlich fährt man uns in das Hotel und gibt uns endlich unsere Zimmer. Das Hotel ist etwas eigenartig: die Zimmer befinden sich in kleinen Häusern, um da hinzukommen muss man also ins freie und dann das richtige Haus finden. Bei den Temperaturen nicht immer angenehm! Im Zimmer dann die nächste böse Überraschung: Die zwei Betten stehen auseinandergerückt, dazwischen ein Nachtschrank, fest mit der Wand verkabelt. Also schlafen wir diese Nacht zusammen in einem der beiden Betten... kuscheln - juhuu! :D
Das Abendbrotbuffet kann sich wieder sehen lassen. Schon vor und noch während des Essens belagert uns dann jedoch ein ziemlich aufdringlicher Fotograf, der ständig Bilder von uns machen will. Aber so schlecht sind sie am Ende gar nicht, so dass wir dann tatsächlich zwei davon käuflich erwerben.
Alles in allem hat uns das Hotel nicht so besonders gut gefallen, was wohl vor allem daran lag, dass es da weder warm war noch ein Meer in der Nähe. Und auch diese Nacht sollte nicht all zu lang werden, da am nächsten Tag die Rückreise schon für 7:20 geplant war.

Dafür sind wir die ersten die starten und müssen uns nicht durch das Chaos mehrerer aus-, ein- und umparkender Busse quälen. Es ist ein sehr sonniger, schöner Tag. Im Bus bekommen wir noch einige interessante Sachen erzählt. Serpil berichtet beispielsweise von der türkischen Hochzeitstradition, vom Islam, von türkischer Geschichte und Sprache und vielem anderen mehr. Gegen Vormittag machen wir einen Zwischenstopp in einer Teppichmanufraktur. Streng genommen werden hier die Teppiche nicht hergestellt sondern vor allem eingelagert und verkauft. Außerdem werden hier die Knüpferinnen ausgebildet. Das eigentliche Knüpfen können sie dann zu Hause in ihrem eigenen Heim machen. Eine der Knüferinnen bringt mir sogar den Teppichknoten bei, der geht ganz einfach. Die Kunst besteht darin, die richtigen Geflechtfäden zu finden und dort die richtigen Farben einzuknüpfen, so dass am Ende das richtige Muster herauskommt. Im Anschluss erzählt man uns etwas dazu, wie Seide gewonnen und zu Seidenfäden verarbeitet wird und schließlich, wie die Teppichindustrie Arbeit auf das Land gebracht und damit Landflucht vermieden hat. Auch zeigt man uns, wie man Woll- von Seidenteppichen unterscheiden kann und welche Bedeutung die Knotendichte bei einem Teppich hat. Dazu gibt es sehr süßen Mokka und Raki, einen sehr türkei-typischen Anisschnaps. Im Anschluss an den Vortrag will man uns natürlich Teppiche verkaufen aber nachdem wir dem freundlichen Menschen etwa 10 mal erklärt haben, dass wir keinen Teppich wollen, lässt er uns in Ruhe. Wir genießen dann draußen noch etwas die Sonne und bestaunen den "Hahn von Denizli" der, ungelogen, 2 Minuten lang krähen kann, ohne Luft zu holen. Ich habe sogar ein Tondokument von einem 30-Sekunden-Kräher. Übrigens macht der Hahn in der Türkei nicht Kikeriki sondern Üt-Ürü-Üüühh, wie uns unsere Reiseleiterin glaubhaft versichert.

Schließlich treten wir endlich die Rückfahrt Richtung Mittelmeer an und erreichen gegen 17:00 unser letztes Hotel in Alanya. Das "Pemar Beach Resort". Und das entpuppt sich als das schönste von allen dreien! Wir sind sehr froh, dort jetzt noch drei volle Tage zu unserer Verfügung zu haben.
 
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