UNDERCOVER-RECHERCHE: Animal Equality offenbart Tierquälerei
Wie gut werden Gesetze eingehalten, wenn niemand sie kontrolliert?
In unserer neusten Undercover-Recherche geht es um sogenannte „selbstregulierte“ Rinder-Schlachthäuser in Brasilien, in denen Tiere ohne Anwesenheit unabhängiger Kontrolleur*innen getötet werden dürfen. Die Schlachtenden beaufsichtigen sich selbst. Kannst du dir vorstellen, was das für Folgen hat?
In Brasilien leben so viele Rinder wie Menschen, etwa 215 Millionen.
41 Millionen Rinder werden dort jedes Jahr getötet.
Es ist auch das Land mit den zweitgrößten Fleisch-Exporten weltweit. Jedes zehnte Kilogramm Fleisch auf dem Weltmarkt stammt aus Brasilien.
Im Jahr 2019 wurde das Fleisch von ungefähr 164.000 Rindern nach Deutschland importiert.
In den letzten beiden Jahrzehnten wurden in Brasilien mindestens viermal so viele Rinder geboren, gehalten, zu Schlachthäusern transportiert und getötet wie noch vor 20 Jahren.
In der gleichen Zeit ist die Anzahl der Schlachthaus-Kontrolleur*innen um 37 % zurückgegangen. Es wurden viel mehr Kühe getötet, obwohl weniger Kontrollen stattfinden.
Du kannst dir also bestimmt schon vorstellen, was wir in den Schlachthäusern gefunden haben. Die fehlenden Kontrollen ermöglichen den Missbrauch an nahezu ungeschützten Tieren.
Unsere Ermittler*innen betreten diese Orte, um sie aus erster Hand zu erleben und die Zustände dort zu dokumentieren. Sieh es dir mit eigenen Augen an.
https://animalequality.de/blog/recherche-tierquaelerei-in-brasilianischen-schlachthaeusern/
Auch in Deutschland werden Schlachthäuser und Haltungsbetriebe viel zu selten kontrolliert – oder bei Kontrollen festgestellte Verstöße nicht an die Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet. Oder dann von diesen nicht angemessen verfolgt. Darüber berichten wir ebenfalls in unserem Artikel.
Es ist wichtig, unabhängige Kontrollen in Haltungsbetrieben und Schlachthäusern durchzuführen und die Strafverfolgung von Tierquälerei zu verbessern.
Denn damit kann das Leiden der Tiere so weit wie möglich verringert werden.
Deshalb kämpfen wir gegen diese Initiative in Brasilien, mit der diese Kontrollen weiter beschnitten werden. Diese bedeuten nur noch weniger Schutz für die Tiere.
Der einzig wirklich wirksame Schutz der Tiere bedeutet aber, auf tierliche Produkte zu verzichten und sie durch köstliche pflanzliche Mahlzeiten ersetzen.