Eintrag #136, 23.07.2022, 17:34 Uhr

Umweltschutz-und Klimaschutz - eine „neumodsche“ Erfindung

 

Für all jene, die noch immer glauben und vertreten, dass Umweltschutz-und Klimaschutz eine „neumodsche“ Erfindung sind.

Auch für die, die meinen, wir hätten es doch gar nicht besser gewusst!

Dies ist ein kleiner Auszug aus einem Buch, dass ich 1984 von einem Freund geschenkt bekam und das mir gerade in die Hände fiel. Ich hatte es bisher nur flüchtig durchgeblättert; war/ist mir einfach nicht sachlich genug (aber es ist von einem guten Freund und deshalb noch immer vorhanden).

Das Buch hat den Titel „Öko-Knigge“ von Dr. Rainer Grießhammer, erschienen im Rowohlt-Verlag,

1.-15. Tausend März 1984 / 71-80. Tausend November 1984

Die grüne Tat

  • oberstes Gebot: Müll vermeiden, den dennoch anfallenden Müll wenn möglich, recyceln

           wenn nötig, in Sondermüll/getrennte Sammlungen geben, den Rest in den Mülleimer.

  • Bewusst einkaufen:

           keine unnötigen Verpackungen,

           keine Plastiktüten,

           möglichst keine Spraydosen,

           Mehrwegflaschen statt Einwegflaschen,

           auf Reparierbarkeit der Produkte achten

  • Papierflut eindämmen:

           Werbeprospekte ablehnen (entsprechenden Hinweis an den Briefkasten) 

           einseitig beschriebenes oder bedrucktes Altpapier zuerst noch als Schmierpapier nutzen

  • Altpapier bündeln und in die Sammlung geben
  • Umweltschutzpapier verwenden
  • Einwegflaschen in den Altglascontainer bringen (aber: Glas sammeln ist gut,           Mehrwegflaschen sind besser!!)
  • Altkleider für die nächste Altkleidersammelaktion aufbewahren
  • Küchenabfälle: auf den Komposthaufen bringen
  • Aluminiumprodukte möglichst nicht kaufen, ansonsten sammeln und recyceln (Joghurtdeckel, Alufolien, Cremedosen usw. möglichst spülen bzw. abschlecken)
  • möglichst wenig Geräte verwenden, die batteriebetrieben sind (z.B. Dynamo-Taschenlampe statt Batterietaschenlampe usw.)
  • Batterien zum Händler bringen, nachfragen, was er damit macht
  • möglichst wenig Arzneimittel verschreiben lassen bwz. Kaufen, auf jeden Fall kleine Packungen bevorzugen. Alte Arzneimittel zum Apotheker zurück bringen, nachfragen, was er damit macht
  • ausgediente Autoreifen und Fahrradschläuche sowie anderes Altgummi zum Reifenhandel (mancherorts auch Schrotthändler) bringen
  • Altöl und gebraucht4s Bratöl sammeln und in der nächsten Tankstelle abgeben
  • Sondermüllabfälle (Lösungsmittel, Säuren, Quecksilber und Thermometer usw.) nicht in den Mülleimer werfen, sondern bei einem Sondermüllbeseitiger abgeben bzw. in die Sondermüllsammlung geben (ggf. über die Stadt initiieren).
  • Defekte Haushaltsgeräte, alte Fahrräder etc. repapieren (lassen), ggf. in eine Recycling-Werkstatt bringen
  • brauchbare Möbel etc. möglichst über Kleinanzeigen verschenken, statt auf den Sperrmüll zu stellen

                                                                           ***

Interessant finde ich auch die am Schluss des Buches befindliche Werbung für andere Bücher, die glattweg doch aus diesem Jahr und nicht von 1984 sein könnte:

 

„Billiger Atomstrom?“

„Atommüll oder der Abschied von einem teuren Traum“

„Vergiftete Umwelt, gefährdete Kinder“

„Öklo-Landbau und Welthunger“

„Wachstum oder Askese?“

„Saat-Multis und Welthunger“

„Und vor uns sterben die Wälder“

 

WIR WUSSTEN ES und die Enkel und Urenkel werden uns verdammen!

Zu Recht!

 

 
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