Eintrag #1, 09.09.2009, 17:55 Uhr

Systemischer Lupus und seine folgen (Teil 1)

Der Systemische Lupus Erythematodes (SLE) is
t eine Autoimmunerkrankung aus der Gruppe der Kollagenosen, die vorwiegend junge Frauen betrifft.(Ich bin aber keine Frau)

Dabei kommt es aus ungeklärter Ursache zu Abwehrreaktionen des Körpers gegen eigene Zellelemente und in der Folge zu Entzündungen in verschiedenen Organen. Es sind vorwiegend die Blutgefäße von Haut, Nieren und Gelenken betroffen. Typisch für den Systemischen Lupus Erythematodes ist die schmetterlingsförmige Rötung (Erythem) des Gesichts, welche durch Sonnenbestrahlung verstärkt wird. Daneben kommt es zu Gelenksschmerzen, Durchblutungsstörungen der Finger, Organbeteiligungen und allgemeinen Krankheitssymptomen. Die Diagnose erfolgt durch die Klinik, die Bestimmung der Autoantikörper im Blut und die feingewebliche Untersuchung einer Haut- und gegebenenfalls Nierenprobe. Dank der Therapie mit Medikamenten wie Glukokortikoiden und so genannten Immunsuppressiva beträgt die Überlebensrate des Systemischen Lupus Erythematodes heutzutage bis zu 90 Prozent nach zehn Jahren. Die Prognose ist durch Komplikationen der Erkrankung oder der Therapie gemindert.




Systemischer Lupus erythematodes: Definition


Der Systemische Lupus Erythematodes (SLE) ist eine chronisch-entzündliche, den gesamten Organismus betreffende, Autoimmunerkrankung. Als Autoimmunerkrankungen werden Reaktionen des menschlichen Immunsystems auf körpereigene Zellen bzw. deren Bestandteile bezeichnet. Das Immunsystem erkennt fälschlicherweise eigenes Gewebe als fremd an und bekämpft es. Beim Systemischen Lupus Erythematodes sind dabei überwiegend die Haut, die Gelenke, die Nieren, das Nervensystem und die serösen Häute (Rippenfell, Herzbeutel u.a.), aber auch andere Organe betroffen. Man zählt ihn zu den Erkrankungen des Bindegewebes und der Gefäße (Kollagenosen).

Der Systemische Lupus Erythematodes wurde erstmals 1872 durch Kaposi beschrieben. Er ist eine seltene Erkrankung. In Mitteleuropa leiden ca. fünf bis zehn von 100.000 Kindern an dieser Form der Bindegewebserkrankungen. Der Systemische Lupus Erythematodes tritt erstmals vor allem bei älteren Schulkindern und Jugendlichen auf, Mädchen sind mit einem Verhältnis von vier zu eins häufiger betroffen als Jungen. Auch findet sich eine Häufung der Erkrankung in bestimmten ethnischen Gruppen, zum Beispiel bei Menschen mit afrikanischer, indischer oder asiatischer Abstammung.


Systemischer Lupus erythematodes: Ursachen

Der Systemische Lupus Erythematodes ist eine Autoimmunerkrankung. Das Immunsystem reagiert fälschlicherweise gegen Bestandteile des eigenen Körpers und verursacht dadurch eine chronische Entzündung. Hierbei spielen vor allem durch Immunzellen gebildete Abwehreiweiße als so genannte Auto-Antikörper eine wichtige Rolle. Auto-Antikörper sind beim Systemischen Lupus Erythematodes vor allem gegen Bestandteile des Zellkerns gerichtet. So werden Antikörper gegen die Moleküle, die die Erbinformation enthalten (Doppelstrang-DNA), so häufig beim Systemischen Lupus Erythematodes gefunden, dass sie als diagnostisches Kriterium genutzt werden. Die Folgen der Autoimmunreaktion beim Systemischen Lupus Erythematodes sind dabei durch Komplexbildungen von Antikörpern und Zellbestandteilen verursacht. Diese lagern sich in den Gefäßen vieler Organe des Körpers ab und führen zu Entzündungen.

Die genauen Hintergründe der Autoimmunreaktion beim Systemischen Lupus Erythematodes sind nicht bekannt. Es konnten sowohl genetische, als auch infektiöse und hormonelle Einflüsse nachgewiesen werden. Der Systemische Lupus Erythematodes tritt in manchen Familien gehäuft auf, Zwillinge von Erkrankten haben ein erhöhtes Risiko. Auch gibt es gewisse genetische Veranlagungen, wie eine Störung des programmierten Zelltods (Apoptose) oder andere Immundefekte, die mit der Überreaktion des Immunsystems in Verbindung gebracht werden. Der Systemische Lupus Erythematodes tritt gehäuft nach Infektionen oder UV-Strahlung auf, was einen Zusammenhang mit diesen äußeren Faktoren als Auslöser vermuten lässt. Auch hormonelle Umstände scheinen eine Rolle zu spielen, da der Systemische Lupus Erythematodes bevorzugt bei Mädchen in der Pubertät auftritt und sich manchmal auch nach Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln beobachten lässt.
 
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