Schockierender Fund: Lebendes Ferkel in den Müll geworfen
Spazierende Personen hörten Geräusche, die aus der Mülltonne eines Schweinebetriebes kamen. Als sie den Container öffneten, trauten sie ihren Augen kaum: In einer Plastiktüte lag ein lebendes Ferkel – entsorgt, weil das kleine Lebewesen für den Betrieb nutzlos war.
Der entsetzte Whistleblower beschrieb uns aufgewühlt, was er erlebt hatte. Wir informierten umgehend das Veterinäramt, das noch am gleichen Tag eine Kontrolle durchführte. Dank des engagierten Informanten konnten wir diese abscheuliche Tat aufdecken und Strafanzeige erstatten.
In der Agrarindustrie ist ein brutaler Umgang mit empfindungsfähigen Lebewesen trauriger Alltag. Überall, wo Schweine für die Fleischindustrie gezüchtet werden, gehören Misshandlungen zum täglichen Geschäft.
- Schwache Ferkel sterben schon während der Geburt. Andere kommen kurz danach ums Leben, wenn sie zwischen ihren Geschwistern oder in Spaltenböden eingeklemmt sind. Sie erfrieren oder verhungern, wenn sie nicht gefunden werden.
- Viele Ferkel werden gezielt aussortiert, weil der Betrieb davon ausgeht, dass sie zu langsam Fleisch ansetzen oder Tierarztkosten verursachen werden. Die Tierkinder werden teils illegal erschlagen. Immer wieder landen Ferkel auch lebend im Müll.
- Fast alle Ferkel werden in den ersten Lebenstagen qualvoll verstümmelt, denn ihr Ringelschwanz wird abgeschnitten und ihre Eckzähne werden abgeschliffen.
- Nach einer kurzen Stillzeit von drei Wochen werden Schweinemütter von ihren Kindern getrennt und erneut künstlich besamt. Die Tiere rufen meist verzweifelt nach ihren Babys.
- In den riesigen, verschlossenen Hallen von Schweinebetrieben ist der Ammoniakgehalt in der Luft so hoch, dass er die Augen und Atemwege der Tiere reizt. Auch der hohe Lärmpegel ist für die sensiblen Schweine kaum zu ertragen.
- Schweinemütter werden für die künstliche Besamung sowie kurz vor der Geburt und während der Stillzeit in tierquälerisch enge Kastenstände gesperrt. Dort liegen sie wochenlang in ihren eigenen Ausscheidungen, viele leiden an eitrigen Wunden.
PETA Deutschland e.V.
Friolzheimer Str. 3
70499 Stuttgart
Kontakt:
+49 711 860591-0
+49 711 860591-111 (Fax)
E-Mail: [email protected]
https://www.peta.de
