Eintrag #2, 02.04.2005, 20:42 Uhr

religöse Selbstfindung für Anfänger

Vor Gott sind alle Menschen gleich an Wert, und jeder Mensch für sich ist einzigartig.
Gott schuff den Menschen nach seinem Ebenbild.

Ich denke oft darüber nach ob ich wirklich atheistisch seien kann, da ich mich sehr für die Existenz von Gott interessiere. Allerdings ist die Existenz des Menschen eigentlich ein Beweis dagegen, da wir Menschen ohne Makel geschaffen wurden und somit auch nicht vom Schlechten betörrt werden können. Und doch hängen wir stark an unseren schlechten Eigenschaften. Sei es nun Macht, Wissen, Annerkennung oder Liebe nach der wir streben, im Grunde lassen wir uns nur von der Missgunst leiten die uns innewohnt, dass wir Anderen missgönnen an unserem Glück teilzuhaben ohne dass sie uns dieses mindestens zurückgeben. Ich für meinen Teil übe diese Missgunst gegen mich selbst und wenn es einen Gott gibt, so ist er in mir, wodurch ich ihm auch das missgönne, was ich mir verwehre.
Gott ist rein und edlen Herzens und frei von sämtlicher Missgunst.
Wenn ich im Sinne von Gottes Vorbild geschaffen wurde, darf ich Missgunst gegen mich oder ihn empfinden? Wenn alle Menschen oder besser gesagt alle Seelen der Menschen gleich sind, gleiches Recht haben Mensch oder Seele zu sein, wie kann ich dann an der Menscheit und an mir selbst zweifeln?
Ich bin kein Gott, dessen bin ich mir sicher. Ich würde mir auch nicht gönnen Gott zu sein, dabei würde ich viel zuviel leiden.
Für mich ist Gott alles was er nicht sein kann und somit nichts was er ist. Und solange ich denke dass es einen Gott geben kann, bleibe ich Atheist.
 
 (40) barank

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