Rainer will grausame Kettenhaltung von Rindern fortführen
Schrecken ohne Ende: Landwirtschaftsminister Rainer will die grausame Kettenhaltung von Rindern fortführen. Tierrecht und Verbraucherwillen sind ihm egal.
„Die Anbindehaltung wird bleiben. Da stehe ich dafür.“[1]
Man könnte fortführen: „Für ein Leben, angekettet auf einer Fläche nicht größer als ein Billardtisch, kotbeschmiert und gequält von Verletzungen.“[2] Dafür steht Landwirtschaftsminister Alois Rainer.
Denn so vegetieren auch heute noch über eine Million Rinder in deutschen Ställen. Eigentlich sollte diese Tierquälerei 2035 endlich verboten werden – überfällig, denn laut einem Gutachten verstößt sie gegen das Tierschutzgesetz [3] und auch die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit empfiehlt ein Verbot.[4]
Doch dem neuen Minister sind Tierleid und Tierschutzgesetze egal. Viel wichtiger: sein Ruf beim Bauernverband! Dessen Präsident Felßner bezeichnete Rainer als „Traumbesetzung“.[5]
Den Titel will der Minister natürlich behalten – also: Es soll „kein generelles Verbot“ bei der Anbindehaltung geben. Und wenn doch, dann „muss man über einen langen Übergangszeitraum sprechen.“[6]
Die Botschaft ist klar: Die Kühe bleiben auf absehbare Zeit angekettet.
Wenn wir jetzt nicht laut werden, denkt der Minister: Lobbypolitik lohnt sich – die Tiere interessieren sowieso niemand. Aber da liegt er falsch.
Denn wir wissen: Verbraucher:innen wollen kein Tierleid im Einkaufskorb.
Deshalb bitte ich Sie: Unterschreiben Sie unsere Petition an den Minister und fordern Sie ein Ende der Anbindehaltung. Je gnadenloser die Lobbypolitik des Ministers, umso lauter müssen wir dagegenhalten!
Mehr als 80 Prozent der Deutschen wollen ein sofortiges Ende der tierquälerischen Anbindehaltung.[7] Nach monatelanger Kritik verkündete Bärenmarke: keine Frisch- und H-Milch mehr aus Anbindehaltung.[8] Selbst einige bayerische Molkereien zahlen bereits weniger für Milch von angeketteten Kühen.[9]
Überall bröckelt die Unterstützung für diese Tierquälerei – es wäre absurd, dem Minister das nicht entgegenzuschleudern. Unsere Petition ist erst der Anfang: In den kommenden Monaten planen wir weitere Aktionen und Recherchen – lassen Sie sich überraschen.
Rainer mag aktuell die Ministeriums-Macht haben – wir dafür die Macht der Zivilgesellschaft! Bitte unterschreiben Sie jetzt die Petition. Ich bin überzeugt: Gemeinsam können wir die Kettenhaltung beenden.
https://www.foodwatch.org/de/mitmachen/jetzt-handeln-anbinde-albtraum-beenden
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Quellen:
1. Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt: Alois Rainer exklusiv: Was der neue Agrarminister vorhat. 28.04.2025.
2. Verfassungsblog: Anbindehaltung – Keine rechtliche Grauzone, sondern illegale Routine. 15.09.2023.
3. Greenpeace (Rechtsgutachten, PDF): Tierschutzrechtliche Defizite in der Milchkuhhaltung – Rechtsgutachten. 28.03.2023.
4. EFSA Journal: Welfare of dairy cows. 29.03.2023.
5. Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt: Alois Rainer exklusiv: Was der neue Agrarminister vorhat. 28.04.2025.
6. BR24: Verbot der Anbindehaltung im Kuhstall: Alles wieder auf Anfang? 04.05.2025
7. foodwatch: Umfrage: Große Mehrheit für Verbot der Anbindehaltung. 04.11.2024.
8. Greenpeace: Die Wahrheit hinter dem Bärenmarke-Idyll. 07.09.2024.
9. BR24: Verbot der Anbindehaltung im Kuhstall: Alles wieder auf Anfang? 04.05.2025
10. DLG kompakt 04/2024: Anbindehaltung von Milchkühen in Deutschland – eine Einordnung. Stand 04/2024.
