Ich könnte natürlich Bände über „Pech“ schreiben ...,
aber dieses Wochenende - 1990 - war schon etwas konzentriert:
Fast jedes 2. Wochenende fuhren wir zu unserem 450 km entfernten Haus, vermutlich um die Kosten für ein Fitnessstudio zu sparen (bauen, renovieren, Gartenarbeiten 2500 m² ;-)) etc..
Es begann damit, dass am Freitagmittag unser Auto muckte…
- Wasserpumpe unseres Volvos 204 GLS defekt war – also neue besorgt, eingebaut …
5 Stunden später ging es los.
Wie immer, war die Zeit für alle Arbeiten zu kurz und wir fuhren in allerletzter Sekunde zurück nach Berlin (Abfahrt 1:00 Uhr - Arbeitsbeginn: 8:30 Uhr + schlafen wollte ich zu Hause ja auch noch).
- Nach 30 km Autobahn mit 140 km/h bei ausgesprochenem Starkregen, stellten wir ein rütteln fest, hielten auf dem Randstreifen – natürlich genau an der Kurve einer anderen Zufahrt ;-) - und sahen eine blumentopfgroße Beule im Hinterreifen.
Wir versuchten den Reifen zu wechseln.
Dabei versank der Wagenheber so weit in den Boden, dass der Ersatzreifen nicht mehr aufzuziehen war.
In diesem Augenblick kam die Polizei.
Auf nächtliche Polizeikontrollen an einer Autobahneinfahrt waren wir nicht so recht vorbereitet. Infolge unserer Zeitnot hatte ich nämlich beschlossen, nicht mehr zu baden oder mich auch nur umzuziehen.
Wäre doch lieber ich, anstelle des Wagenhebers, versunken ..![]()
Ich zählte innerlich schon die Flensburg-Punkte und schätzte die Strafsumme ab ….
Es kam anders.
Sie halfen uns, hielten eine Stablampe und mit Hilfe ihrer Schaufel und eines Brecheisens konnten wir das Rad wechseln. Von der Polizei kein Wort über unsere „Parksituation“ …:)
(Netterweise verfügt der Volvo nur über einen Notreifen, mit dem man also nur bis zur nächsten Möglichkeit eines Reifenwechsels fahren darf - und ihm fehlte ein wenig Luft).
Nur noch lächerliche 420 km lagen vor uns …. - mit dem Notreifen aber nur mit 100 km/h
- Wir fanden dann eine Tankstelle, auch die Luft, vergaßen aber zu tanken …
- Nach weiteren 5 km kam unsere Abfahrt (tanken!) …
- und auch die Mausefalle.
Als er „Bitte hauchen sie mich einmal an.“ sagte, konzentrierte sich mein ganzes Mitleid auf ihn und seinen Aufgabenbereich … - das Wochenende war ganz und gar nicht alkoholfrei ;-)).
Wieder wollte ich zurück zum Erdmittelpunkt …![]()
200 km fuhren wir ohne Besonderheiten.
- 20 km vor dem Berliner Ring gab es ein lautes Geräusch.
Wir hatten den Auspuff verloren …. – fast jedenfalls - Fragmente waren noch in unserem Besitz.
Die Reststrecke fuhren wir mit dem Geräuschpegel eines Panzers.
Vor der Haustür angekommen, hatte ich noch "locker" 45 Minuten um mich zu baden, umzuziehen, mit dem „ Panzer“ ins Büro zu fahren und topgestylt und frisch erholt die Woche zu beginnen …
Das Programm kürzte sich selber.
Vor der Abfahrt hatte ich den Wasserboiler abgestellt ….
- es gab nur kaltes Wasser –
aber ich konnte (stimmt nicht, ich musste!!) wenigsten duschen …
Wer bis hierhin durchgehalten hat … - Danke
und nein, das Auto war noch nicht Schrott!