„Morgan“, derzeit der einzige weibliche Orca im Loro Parque auf Teneriffa, hat zum zweiten Mal Nachwuchs bekommen – diesmal ein männliches Kalb. Diese Geburt ist keine, über die wir uns freuen können. Sollte das Jungtier überleben – „Morgans“ erstes Kalb starb noch vor ihrem dritten Geburtstag im Loro Parque – wird auch es sein Leben damit verbringen, stupide Kunststücke vor zahlendem Publikum aufzuführen. Und es wird das gleiche Schicksal wie seine Artgenossen in der Anlage erleden:
• eingesperrt in kleine Betonbecken, die nicht annähernd den natürlichen Lebensraum von Schwertwalen widerspiegeln.
• gefüttert mit totem, gefrorenem Fisch, wodurch man den Tieren die Möglichkeit nimmt, ihre natürlichen Jagdinstinkte auszuleben
• zusammengewürfelt in unnatürlichen sozialen Strukturen, die in keinster Weise den in freier Wildbahn etablierten komplexen, matrilinearen Familienverbänden (Mütterlinie) entsprechen.
Fakt ist: Allein in den vergangenen vier Jahren verstarben vier Orcas in den Betonbecken des Delfinariums. Alle Tiere verstarben weit unter dem durchschnittlichen Alter von 50 bis 60 Jahren, das weibliche Orcas in freier Wildbahn normalerweise erreichen.
Wir sprechen uns entschieden gegen die Zucht von Delfinen und Walen in Gefangenschaft aus. Warum? Nachzuchten werden in sterilen Betonbecken geboren, aufgezogen und lebenslang unter Bedingungen gehalten, die ihren Erhaltungsbedürfnissen nicht gerecht werden. Gleichzeitig tragen sie nicht zur Erhaltung der Wildpopulationen bei, da sie außerhalb künstlicher Haltungsbedingungen nicht überlebensfähig wären.
Weitere Informationen zur Gefangenhaltung in Delfinarien findet ihr auf unserer Website unter https://www.delphinschutz.org/delfine/delfinarien/
Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.
Blumenstr. 23
D-80331 München
Tel.: 089 – 74 16 04 10
E-Mail: [email protected]
Bürozeiten: Mo. – Do.: 9:00 – 16:00 Uhr