Eintrag #57, 18.05.2007, 00:54 Uhr

on this one rainy day 18.05.07

Wie fangen solche Tage eigentlich an?
Halbverkatert.
Dem Regen zuschauen.
In der Küche sitzen, ganz viel Kaffe trinken, dabei rauchen.
Sich vor Augen führen, das Menschen, die einem einmal nahe standen heute Geburtstag haben.
Dabei weiter ganz viel Kaffee trinken und versuchen weiterzurauchen.
Sich vor Augen führen, das Menschen, die einem jetzt nahe stehen heute gebeutelt oder traurig sind.
Und während das Gemisch aus blauem Dunst und Bohnenfiltrat einem den Grundstein für Kehlkopfkrebs und Magnegeschwüre legt, tingelt man gedanklich weiter und fühlt sich irgendwie.
Man schaut auf die Uhr, denkt nach was man noch alles machen will, bevor man der Abendesseneinladung der Lieben nachgeht.
Stimmt,mensch ist ja noch Vatertag heute.Man sollte noch was kaufen für den Oheim.Im gleichen Atemzug kann man gleich noch die CDNeuerscheinungen im Kopf durchgehen (später natürlich auch live sozusagen,im Plattenladen des Vertrauens).
Gute Idee, noch schnell einen Kaffe , noch eine Zigarette und dann ab in die Klamotten und das erledigen.
Der veregnete Tag hat was!
Achso.Moment.Feiertag.Läden?Ja nee.Feiertag, stimmt.Shit.
Stöhnen.
"Naja, dann muss das leider verschoben werden, so leid es mir tut" sagt der Kaffee.
Schweigend nickt man dann.
Wie es den andern geliebten Leuten wohl so geht?
Jedenfalls glaub ich mit Bestimmtheit sagen zu können, das sie sich wohl gerade alle mit etwas anderem beschäftigen als ich.
Das ist immerhin noch eine Erkenntnis.
on this one rainy day.
 
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