Mikroplastik erstmals im Atem von Delfinen nachgewiesen
"...Es reicht nicht mehr aus darüber zu berichten, dass in den Mägen toter Delfine und Wale kiloweise Plastik gefunden wird – von Plastiktüten über Snackverpackungen bis hin zu Flip-Flops. Dass sich die Meeressäuger in Angeschnüren oder synthetischen Fischernetzen verfangen und qualvoll sterben. Dass sich gefährliche Umweltgifte wie PCB in den Körpern der Delfine ansammeln. Schockierenderweise wurde nun auch nachgewiesen, dass wild lebende Delfine Mikroplastik-Partikel in ihrer Atemluft tragen. Mikroplastik gelangt also nicht nur über die Nahrung, sondern auch durch das Einatmen in den Organismus der Delfine. Die Folgen? Mögliche Lungenschäden und damit eine ernsthafte Bedrohung ihrer Gesundheit.
Jährlich verlieren wir 100.000 Meeressäuger und Schildkröten sowie eine Million Seevögel durch die verheerenden Folgen der Plastikverschmutzung in unseren Ozeanen. Diese Zahlen sind bereits sechs Jahre alt – zwischenzeitlich gelangten pro Jahr zwischen fünf und zwölf Millionen Tonnen zusätzlicher Plastikmüll in die Meere. Das ist schlichtweg Wahnsinn!
Wir fordern sowohl Industrie als auch Politik dringend auf, endlich entschlossene Maßnahmen zur Reduktion der Plastikproduktion und -verschmutzung zu ergreifen. Gleichzeitig liegt es an uns allen, unsere Ozeane und die wunderbaren Geschöpfe, die sie bewohnen, zu schützen – bevor es zu spät ist. ..."