Eintrag #1, 11.04.2006, 09:26 Uhr

Kuomboka 2006 Teil1

06.04.2006 & 07.04.2006
Für diejenigen unter uns, die mit sambischen Traditionen nicht allzu sehr vertraut sind:
Kuomboka heißt wörtlich übersetzt, "aus dem Wasser kommen". Einmal im Jahr, nach der Regenzeit tritt der nördliche Zambezi über die Ufer und überschwemmt eine riessige Ebene. Der Koenig des BRE (Barozi Royal Establishments), auch Litunga genannt, verlaesst dann seinen Palast und zieht in ein höher gelegenes Anwesen. Sein Volk folgt ihm.
Für nähere Infos: http://www.barotseland.com/kuomboka1.htm

Heuer sollten wir von Mission Press aus mit Kameras und Fotoapparaten dabei sein um eine Dokumentation ueber dieses Spektakel zu machen.
Alles begann also am 6ten April 2006, wir packten unsere Ausrüstung, Videokameras, Fotoapparate und was man halt sonst so braucht und machten uns auf eine 1000km lange Fahrt, über endlos scheinende Strassen, quer durch den Kafue National Park.
Tag1:
Zwischenstopp auf einer Tankstelle. Wie es in Sambia immer der Fall ist wir man von Leuten bedrängt, die einem irgend ein Zeug andrehen wollen. Dieses mal Audio Kasetten. Lesen konnten die Jungs anscheinend nicht, den auf unserem Bus stand groß Mission Press und da wir auch Musikkasetten, von der Aufnahme bis zum design machen, fanden wir schnell heraus, dass es sich um Raupkopien unserer eigenen Kasetten handelte. So schnell hab ich selten Leute rennen sehen. :P
Der Tripp geht weiter uns wir kommen in die Hauptstadt, Lusaka. Bevor wir weiter reisen sollten stand wieder mal eine Tortur an. Wir mussten ins Immigration Office, das wohl schon unsere 2te Heimat ist. 7Monate warten wir nun schon auf unsere Visa, die normal 6Tage dauern, gezahlt haben wir schon Zwei mal, einmal ist das Geld im Amt verschwunden....Bürokratie gibts halt auch , oder gerade erst in den Ärmeren Ländern. Lange Rede kurzer Sinn. Einer von uns erhielt endlich das lang ersehnte Permit, meine Akte(Computer gibts nicht, ich existiere in Form einer grünen Papiermappe mit der Aufschrift H39, die inzwischen schon stark zugenommen hat) ging mal wieder verloren und Alex auch Alex(trotz vorhandener Akt) wurde auf nächste Woche vertröstet.
Somit war klar, unsere Tour würde nicht, wie die der anderen am Sonntag enden, wir müssen nach der Rückkehr länger in Lusaka verweilen.
Vor der Weiterfahrt ging es noch zum tanken(die nächsten 500km gibts sicher keine Tanke mehr) und zum einkaufen(Ausnahmsweise mal nicht yum SPAR, den einen haben wir hier in Lusaka).
Kleinigkeiten wie Tomaten und Zwiebel gibts überall endlang der Strasse zu kaufen..Die Leute verkauzfen das wenige das sie haben um yu etwas Geld zu kommen...
Um aber nicht allzu sehr ins Detail zu gehen, wir durchfuhren den Kafue National Park, aber bis auf einige Affen, Impalas und unmengen an Vögeln gabts nicht viel zu sehen.
Weitere km folgen und irgendwann erreichten wir ausgelaugt aber guter Laune die "Stadt" Mongu. Wir hatten das Glück in einer Diazöse unter zu kommen und dort campieren zu dürfen(Polizeischutz) den auf freiem Land wäre dies zu gefährlich.
Unsere Frauen kochten und wuschen ab, wie das so in Afrika üblich ist und irgendwann gingen wir dann zu Bett. Ein Schlafsack unter freiem Himmel, herrlich. Um nicht den Eindruck zu erwecken, die afrikanische Frau sein nicht Emanzipiert genug. Sie hat zu entscheiden, ob es ihrem Mann erlaubt ist am Abend noch wegzugehen, und sie ist es die ich oft anbetteln muss, damit sie ihrem Mann erlaubt mit mir auf ein zwei MOSI (so heisst das Bier hier) zu gehen.

Tag2:
Ich sehe ich hole zu sehr aus, darum werde ich mich kury fassen, genauere Details, wenn ich wieder dazheim bin.
Wir besuchten den Hafen, an dem der Litunga anlegen wird, angenehm, wir treffen heute nur 10Leute oder so da morgen sollten es 10000 werden.
Wir fahren auch noch nach Mongu in die Kirche, wo wir einen sehr interessanten canadischen Priester, dessen Vater Holzfäller war treffen, der sich seit Jahren der Aufklärung der afriknaischen Bevölkerung in Sachen Witches widmet. Erklärungen würden zu lange dauern, Fakt ist, dass wenn hier jemand krank wird irgend eine andere Person schuld ist und es arbeit des Witchfinders ist denjenigen zu finden und zu bestrafen. Schlimme Dinge werden somit praktiziert und es sollte mehrere  solche Priester geben die sich dem Thema widmen und Aufklärungsarbeit leisten.
Wir besuchen auch noch den Hafen in Mongu, und verhandeln um fuer die morgige Zeremonie ein Boot zu erhalten, da wir nicht wie die anderen nur dem Ende sondern der ganzen Zeremonie beiwohnen wollen.
Es folgt eine unbeschreibliche Fahrt durch die ueberschwemmten Ebenen, mit dem Manko, das das falsche Öl genommen wurde und wir somit erst mitten in der Nacht heimkamen. Mit etwas Pech, wäre der Motor ganz stehen geblieben, und eine Nacht in diesen Sümpfen mit all den Moskitos hätten vl. nicht alle überlebt. So wenig emotionslos das jetzt vl. auch klingt. Trotzdem, ein naturschauspiel, das man sonst nur aus Universumfolgen kennt.
Fortsetzung folgt...
habe max. von 5000Zeichen erreicht.
 
 (??) all4you
 (40) barank
 (??) Mehlwurmle
 (61) IgelEi
 (??) wimola

... und 13 Gäste
Wer war da?