Eintrag #45, 27.03.2021, 17:27 Uhr

Kampf gegen die schleichende Vergiftung unserer Bienen!

Text: Deutsche Umwelthilfe

 

Die Pestizidbelastung in unserer Natur wird immer dramatischer: Erst vor einigen Tagen haben das internationale Netzwerk WECF (WOMEN ENGAGE FOR A COMMON FUTURE) und Buijs Agro-Services eine neue Studie veröffentlicht - mit erschreckenden Ergebnissen: In allen 15 untersuchten Naturschutzgebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz fanden die Forscher im Boden und in der Vegetation Pestizidrückstände. 

Ein Drittel der nachgewiesenen Mittel sind in Deutschland nicht einmal mehr zugelassen! Die untersuchten Standorte gehören teilweise zu den Naturschutzgebieten, in denen Insektenforscher*innen aus Krefeld im Jahr 2017 einen Rückgang der Insektenbiomasse von Fluginsekten um etwa 76 Prozent feststellten. Daher ist anzunehmen, dass die Pestizidrückstände erheblich zum Insektensterben beitragen.
 
Angesichts der alarmierenden Tatsache, dass bereits 50 Prozent unserer knapp 600 Wildbienenarten auf der Roten Liste stehen, müssen wir alle wichtigen Ursachen für ihren Rückgang stoppen. Dazu zählen weitere Verluste an Lebensräumen und der übermäßige Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln. 
 
Ist es nicht erschreckend, dass unsere wichtigen Bestäuber noch nicht mal in Schutzgebieten sicher sind? 
 
Doch trotz dieser wissenschaftlich belegten Fakten blockiert Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner seit Jahren wirksame Maßnahmen für den Schutz unserer Bestäuber.

 

Obwohl sie wiederholt betont, dass bienengefährliche Wirkstoffe vom Markt genommen werden müssen, umgeht Deutschland das EU-weite Verbot von für Bienen und andere Bestäuber besonders gefährlichen Neonikotinoiden immer wieder durch so genannte “Notfallzulassungen“. 
 
Das im September 2019 vom Kabinett beschlossene Insektenschutzgesetz wurde von Frau Klöckner bis ins Jahr 2021 verschleppt. Anstatt den Einsatz von Agrargiften endlich schrittweise konsequent zu reduzieren, kommt die Agrarministerin der konventionellen Landwirtschaft mit freiwilligen Maßnahmen und Ausnahmeregelungen für die Anwendung von Glyphosat in Schutzgebieten weit entgegen. 
 
In diesem Frühjahr gehen das Insektenschutzgesetz und die Pflanzenschutzanwendungsverordnung endlich in den Bundestag und den Bundesrat. Doch in ihrer jetzigen Form reichen die Regelungen bei Weitem nicht aus, um unsere Bienen nachhaltig zu schützen. 
 
Darum müssen wir uns mit aller Kraft dafür einsetzen, dass das Insektenschutzgesetz und die Pflanzenschutzanwendungsverordnung nachgebessert werden!  
 
Heute wende ich mich deshalb an Sie und möchte Sie ganz herzlich bitten: 

 

Unterstützen Sie uns in diesem Kampf als Bienen-Pate – damit unsere wichtigen Bestäuber noch eine Chance haben!

 

Oder verschenken Sie eine Bienen-Patenschaft zu Ostern 

und machen Sie Ihre Bekannten und Freunde darauf aufmerksam, wie sie persönlich zum Insektenschutz beitragen können.

 

Je mehr Menschen hinter uns stehen, desto schlagkräftiger können wir uns für ein Ende des massiven Einsatzes von Pestiziden stark machen! 

 

https://https://www.duh.de/bienenpate-2021/?&wc=NL

 
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