Journalisten sind in Deutschland gefährdet - 2. Teil
Immer wieder berichten die Reporter von diesen Vorgängen. Hendrik Zörner sagt dazu, dass durch die Gewalt gegen Journalisten die Pressefreiheit gefährdet ist.
Die ersten „Erfolge“ dazu haben sich bereits eingestellt. Einige Medien senden ihre Journalisten nicht mehr zu Demonstrationen der Rechten... andere wiederum schicken ihre Reporter nur noch mit Begleitschutz hin...
Der Journalist Jaafer Abdul Karim ist beispielsweise ein gebürtiger Liberier. Er wurde in den letzten Jahren immer wieder von Demonstranten attackiert.
Bemerkenswert ist seine Aussage, dass er in den Kriegsgebieten keine Security benötigt – in Berlin allerdings schon... Seine Reportage aus Chemnitz hatte er aus Sicher-heitsbedenken abgebrochen.
Die „Deutsche Welle“ Reporterin Linda Vierecke war in Chemnitz ausschließlich mit Sicherheitsleuten unterwegs.
Dies ist auch eine Frage des Geldes und wenn es einmal usus ist, dass Journalisten bei einer Berichterstattung von Securitys umgeben sein müssen, damit sie nicht an ihrer Arbeit gehindert werden, dann sagt dies einiges über die derzeitigen Zustände aus...
Wer ist denn in Wirklichkeit dafür verantwortlich, dass Journalisten in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen können? Richtig – die Polizei. Ihre Aufgabe ist/wäre es sie zu schützen, damit diese ohne Einschränkung ihrer Tätigkeit nachkommen können. Damit dies geschehen kann, müssen Polizisten auch eine entsprechende Ausbildung bekommen.
Sie sind davon in Kenntnis zu setzen, welche Aufgaben und Rechte die Journalisten haben.
Der Konter der Polizei ist allerdings immer öfter bereits jetzt, dass ihrer Ansicht nach die Journalisten keine Ahnung haben wo die ihrigen Grenzen sind...
Einerseits wollen die Presseleute so nahe wie möglich am Geschehen sein und wenn es dann doch brenzlig wird, dann wird halt eiligst nach der Polizei gerufen...
Der logische Menschen-verstand muss halt genutzt werden und dann werden auch die Medienleute den richtigen Zeitpunkt erwischen, um sich nötigenfalls zurück zu ziehen.
Polizisten haben es bei jenen Demonstrationen wo es „Eskalationsgefahr“ gibt, nicht leicht jemanden aus einer gefährlichen Situation zu befreien.
Dies ist damit begründet, dass aggressive Teilnehmer ihresgleichen schützen, wenn diese dabei sind eine Straftat zu begehen. Es wird beispielsweise eine Art Schutzschirm, um jene Person/Personen gelegt, welche gerade auf einen Gegner einprügeln...
In Chemnitz sind viele Journalisten, aus Sicherheitsgründen, darum gebeten worden, keinesfalls auf ihren privaten Twitteraccounts von den aktuellen Vorfällen zu berichten...
Ist es nicht traurig, was bereits alles versucht wird, um eine faire und neutrale Berichterstattung zu verhindern?
Das ist wohl nicht jene Welt, welche wir unseren Kindern hinterlassen wollen...