Eintrag #2571, 20.03.2026, 18:37 Uhr

Jagd auf Wölfe in Deutschland

"Bislang durften Wölfe nur im Einzelfall getötet werden – künftig sollen sie regulär bejagt werden können. Der Bundestag stimmte am 5. März für die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht sowie eine Änderung des Naturschutzgesetzes. Ein schwarzer Tag für den Artenschutz, der die erfolgreiche Rückkehr des Wolfes aufs Spiel setzen könnte. Pro Wildlife kritisiert, dass die geplanten Gesetzesänderungen von Klientelpolitik und Polarisierung geleitet sind – und dass Einwände von Tier- und Naturschutzorganisationen sowie Wissenschaftler*innen ignoriert wurden. Bevor die Entscheidung in Kraft treten kann, muss am 26. März noch der Bundesrat zustimmen.

Wölfe sind eine Schlüsselart und spielen eine wichtige Rolle für die Wiederherstellung naturnaher Ökosysteme. Wenn wir den Wolfsbestand im Einklang mit dem europäischen Naturschutzrecht erhalten und eine erneute Ausrottung verhindern wollen, müssen wir lernen, mit dem Wolf zu leben und Konflikte zu reduzieren. Der entscheidende Ansatz ist ein wirksamer Schutz von Nutztieren – nicht das Gewehr. Denn Abschüsse hindern zuwandernde Wölfe nicht daran, ungeschützte Weidetiere zu reißen. Sie lösen keine Konflikte – im Gegenteil: Sie können Wolfsrudel destabilisieren und dadurch sogar zu mehr Nutztierrissen führen. Genau davor warnen auch Wissenschaftler*innen, die eindringlich betonen: Es gibt keine wissenschaftliche Grundlage für die Bejagung von Wölfen und anderen bedrohten und geschützten Arten, die ebenfalls im Visier der Politik stehen.

Um zu verhindern, dass der Wolf zum Präzedenzfall wird, engagiert sich Pro Wildlife in einem breiten Bündnis europäischer Tier- und Naturschutzorganisationen gegen den Abbau unserer Naturschutzgesetze...."

>> zur HandsOffNature-Kampagne

Pro Wildlife e.V.
Engelhardstr. 10
81369 München
Tel. +49 (89) 90 42 990 00
E-Mail: mail(at)prowildlife.de

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