Am 9. Juli 1945 hat der japanische Botschafter in Moskau, um Friedens-verhandlungen gebeten... Der sowjetische Außenminister Molotow sollte diese Bitte, den Teilnehmern an der Potsdamer Konferenz der Allierten, vom 17. Juli bis 2. August 1945, mitteilen.
Am 16. Juli erfuhr Truman, dass in der Wüste von New Mexico, die erste Atombombe, erfolgreich gezündet wurde.
General Dwight D. Eisenhower berichtete, dass der Einsatz der beiden Atombomben am 16. Juli festgestanden habe. Er hatte Truman davon abgeraten, weil die Japaner schon ihre Bereitschaft zur Kapitulation signalisiert hätten und die Vereinigten Staaten solche Waffen nicht als erste einsetzen sollten.
Am 25. Juli erteilte Truman, General Carl A. Spaatz, dem auf Tinian stationierten Oberbefehlshaber der U.S. Strategic Air Forces in the Pacific, den Befehl, den Einsatz der ersten „Spezial-bombe“ bis zum 3. August vorzubereiten. Dabei überließ er dem General die Zielauswahl.
Am 26. Juli 1945 gab Truman im Namen der Vereinigten Staaten, der Republik China und des Vereinigten Königreichs die Potsdamer Erklärung ab, in der er die japanische Führung zur sofortigen und bedingungs-losen Kapitulation aufforderte. Dies war nicht mit der Sowjetunion abgesprochen. Ein konkreter Hinweis auf den geplanten Einsatz einer neuartigen Waffe und deren Ziel wurde den Japanern nicht genannt.
Man wollte verhindern, dass die Japaner ihre Kriegsgefangenen als menschliche Schutzschilde in die bedrohten Städte karren würden.