Eintrag #92, 20.07.2006, 14:22 Uhr

hausaufgabe: franz kafkas "auf der galerie" 2

Kafkas „Auf der Galerie“ scheint eine reale und eine irreale Welt darzustellen, welcher Abschnitt welche beschreibt ist aber schwer zu erkennen. Wenn man sich nur an den sprachlichen Mitteln orientiert ist der erste Abschnitt die falsche und der zweite Abschnitt die wahre Welt, denn der erste Abschnitt ist im Konjunktiv geschrieben was darauf hindeutet, dass das beschriebene so sein könnte aber es doch nicht ist. Währendessen ist der zweite Abschnitt im Indikativ gehalten, kann also als wahr angenommen werden. Auch die Wortwahl lässt darauf schließen dass der erste Abschnitt so beschrieben nicht stattfindet, denn er wird mit „wenn“ eingeleitet, was bedeutet dass es zwar so sein könnte aber nicht ist, also nur eine Eventualität dargestellt wird. Den zweiten Abschnitt beginnt Kafka mit „da es aber nicht so ist“, welches sich auf den ersten Abschnitt bezieht. Demnach ist das vorherige also falsch und das Folgende die Realität.
Wenn man sich den letzten Satzteil des zweiten Abschnitt genauer betrachtet fällt auf dass der Galeriebesucher weint, ohne es zu merken. Wie bereits erwähnt könnte dies auf eine unterschwellige Wahrnehmung zurückzuführen sein, vielleicht auf die dass der Zirkus ins Wahrheit nicht so schillernd und fröhlich ist wie er dargestellt wird, dass in der Realität doch der erste Abschnitt den Alltag im Zirkus wiedergibt.

hier kann mans übrigens lesen, ich hoff dass es die richtige version is: http://www.school-scout.de/Auf_der_Galerie.cfm
 
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