Eintrag #81, 14.11.2021, 22:35 Uhr

Hauptzerstörungsursachen der Wälder - Teil 3

 

Förderung/Ausbeutung von Bodenschätzen

 

Viele Rohstoffe und Bodenschätze, die wir für unseren Lebensstil für unentbehrlich halten, lagern im Boden tropischer Regenwälder.

 

Nahezu das komplette Gebiet des Regenwaldes Ecuadors ist bereits in Konzessionen zur Erdölförderung unterteilt. Noch bis Sommer 2009 läuft die Frist für einen Vorschlag der Regierung Ecuadors, im Yasuni-Nationalpark das Erdöl nicht zu fördern und für diese Form des Regenwaldschutzes von Industrieländern entschädigt zu werden.

 

Sollte dieser Vorschlag nicht angenommen werden und die Regierung Ecuadors letztlich doch die Fördergenehmigungen erteilen, bedeutet dies nicht nur das Ende für eine der artenreichsten Waldregionen der Erde, sondern auch für mehrere indigene Völker.

 

Auch die peruanische Regierung hat für mehrere Regionen, die von indigenen Völkern bewohnt werden, Förderkonzessionen erteilt.

 

Ein weiteres aktuelles Beispiel für die Zerstörung von Wäldern für die Rohstoffgewinnung ist der illegale Bauxitabbau eines großen britischen Konzerns im indischen Orissa, gegen den sich die lokale Bevölkerung zur Wehr setzt.

 

 

Mangelnde Regierungsführung

 

Seit einigen Jahren ist einer der Grundsätze internationaler Entwicklungspolitik die Förderung guter Regierungsführung (Good Governance). Denn tatsächlich hat mangelnde Regierungsführung vielfältige negative Auswirkungen – auch auf den Wald.

 

Fehlende staatliche Strukturen, zu wenig Geld und Personal und mangelnder (Durchsetzungs-) Wille befördern vielerorts die Waldzerstörung zugunsten kurzfristiger Gewinne oftmals der Regierung nahestehender Unternehmer oder aber der schwarzen Kassen von Regierungsverantwortlichen.

 

Multinationale Holz-, Papier- und Agrarkonzerne nutzen diese Schwächen ebenso wie die oftmals unklaren Landrechtsverhältnisse, um eigene Interessen durchzusetzen und den Ertrag zu steigern.

Überbordende Bürokratie und Korruption sind weitere Auswüchse mangelnder Regierungsführung und erleichtern den Zugang zu den Wäldern und deren Ausbeutung.

 

Die betroffene lokale und indigene Bevölkerung wird weder in die Entscheidungen zur Waldnutzung eingebunden noch profitiert sie von den Gewinnen, die die Ausbeutung der Rohstoffe des Waldes abwirft. Für sie bleibt - und das ist durch unzählige Beispiele dokumentert - nach der 'Ernte' meist ein zerstörter Lebens- und Wirschaftsraum.

 

 

Quelle: Pro Regenwald

https://www.pro-regenwald.de/7ursachen

 

 
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