Gezüchtet für den Abschuss
In Südafrika vegetieren mehr als 8.000 Löwen auf Zuchtfarmen. Das sind mehr als doppelt so viele Löwen wie dort in freier Natur leben. Die Tiere werden gezielt für die sogenannte Gatterjagd gezüchtet: den Abschuss in umzäunten Gehegen, aus denen es kein Entkommen gibt. Ein neuer Bericht von Pro Wildlife (PDF) zeigt das Ausmaß dieser grausamen Jagdmethode und beleuchtet die gravierenden Tier- und Artenschutzprobleme auf den Farmen: schlechte Haltungsbedingungen, Inzucht mit dramatischen gesundheitlichen Folgen, fehlende Kontrollen und mangelnde Sanktionen.
Obwohl die Gatterjagd seit Langem massiv in der Kritik steht, sind in Deutschland die Vermarktung solcher „Urlaubsangebote“ durch Reiseanbieter oder Jagdmessen und die Einfuhr der Trophäen noch immer legal. Offiziellen Zahlen zufolge stammen durchschnittlich 87 Prozent der nach Deutschland importierten Löwentrophäen von Zuchtlöwen. Selbst nationale und internationale Jagdverbände lehnen die Praxis als unethisch ab. Mit dem Gatterjagdbericht macht Pro Wildlife Druck auf die Politik, endlich zu handeln und Trophäenimporte und Angebote endlich zu verbieten.
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