Eintrag #10, 13.01.2006, 10:13 Uhr

FREITAG der DREIZEHNTE...

und ich stecke immer noch in der XXXREHAXXX; wäre ich nun an einem SOLCHEN Datum hier rein geraten (ABSCHEULICHE EINRICHTUNG, lasst Euch das gesagt sein) würde es mich im Nachhinein getrachtet weniger wundern...

EIN JAHR REHA IST (am 17.) VOLLbracht, und wohin hat mich das GEbracht???

Ein FREITAG DER DREIZEHNTE ist das PERFEKTE Datum um sich das mal zu überlegen!

Als ich hier her kam war ich Internet- Betreuer und Netzwerk- Administrator dem (BURNOUT) das Leben DEN Streich gespielt hat, dass er zu dem (meinem einzigen gelernten) Beruf nicht mehr zu gebrauchen ist. (TAVOR verstellt einem so schön die Sicht auf die Realität, dass ich ein volles Jahr nicht bemerkt habe, dass ich eigentlich LÄNGST ein BurnOut Syndrom habe und ziemlich heftig unter meinem Borderline- Syndrom leide)

WIE AUCH IMMER

Was ich vor hatte war eine Umschulung zum Koch! Statt dessen habe ich hier lernen dürfen, dass man in der Beschäftigungstherapie wunderschöne Window- Colour- Bilder malen kann, dass man in der Montagegruppe Opferkerzen aus der Kirche auskratzen, Briefmarken für die Briefmarkenabteilung ausschneiden und (einfache) Lötarbeiten für die Werkstätten für Behinderte machen kann und dass man in der Bürogruppe (wo ich jetzt bin- und wo die Auftragslage NULL entspricht) immerhin täglich vier Stunden sinnlos im Internet rumsurfen kann (Lukas sollte aus tief empfundener Dankbarkeit nur noch Sondermarken aus der Herzogsägmühle verschicken) und das ganze auch noch mit 40 Cent die Stunde bezahlt bekommt :pray: .
Ausserdem habe ich lernen dürfen, dass man auch nach einem Jahr ohne Liebe im Allgemeinen und körperliche Liebe im besonderen keine Pikel und/oder andere sichtbare Symptome aufweist; wie es in meinem Inneren aussieht sieht ja keiner und der Dipl. Psychologe hält meine 'verborgenen Nachrichten' ja offenbar noch nicht für bedrohlich.

Und als GIPFEL und KRÖHNUNG des ganzen erfahre ich (übrigens pünktlich zu Weihnachten) dass ich für eine Umschulung a)zu alt und b)zu kaputt (vielen Dank an die Ärzte und die freundliche Apotheke) bin und dass ich statt dessen (vermittels des sogenannten zweiten Arbeitsmarktes) eine Computerstelle (schliesslich habe ich das ja mal gelernt) in der Werkstatt für Behinderte bekomme und dass ich dann nach ca. 1.000 Tagen endlich meine (Mindest-)Rente beantragen darf.

MIT VIERZIG IN DIE RENTE
besser kann ein
FREITAG DER DREIZEHNTE
doch überhaupt nicht 'begangen' werden.
 
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