Eintrag #2642, 30.04.2026, 14:33 Uhr

Feuerwerk in Brutgebieten gefährdet Wildvögel

Am 2. Mai findet in Bonn das Festival „Rhein in Flammen“ statt – ein Event, das zehntausende Menschen anlockt und mit einem riesigen Feuerwerk endet. Doch genau dieses Spektakel hat dramatische Folgen für die Tierwelt: Das laute Knallen, Zischen und Heulen hunderter Feuerwerkskörper – mitten in einem sensiblen Brutgebiet und während der Brutzeit – schreckt zahllose Vögel aus ihrer Nachtruhe auf und lässt sie im Dunkeln in Panik auffliegen. Im vergangenen Jahr dokumentierte der Tiernotruf erschütternde Szenen von Wasservögeln am Rheinufer.
 
Die Stadt Bonn hat nun Konsequenzen gezogen: 2026 ist das letzte Jahr mit Feuerwerk, kürzer und ohne bodennahes Feuerwerk – künftig sollen Drohnen und Lichtshows die Knallerei komplett ersetzen. Ein Erfolg!
 
Doch Bonn ist nicht das einzige Problem: In den nächsten Monaten sind mindestens vier weitere „Rhein in Flammen“-Veranstaltungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz geplant. Hinzu kommen zahlreiche Feuerwerke, die Städte für kommunale oder private Feiern genehmigen. All diese Feuerwerke bedeuten enormen Stress und eine potenziell tödliche Gefahr für Wildtiere – und verschmutzen zugleich die Umwelt durch Schadstoffe und Feinstaub.

Was Sie jetzt tun können:
Schreiben Sie an Ihre Bürgermeisterin, Ihren Bürgermeister und fordern Sie ein Verbot solcher Feuerwerke – insbesondere während der Brut- & Aufzuchtzeiten sowie in der Nähe von Naturschutzgebieten, Tierparks, Tierheimen, Waldflächen etc.

>> Video von tiernotruf mit dramatischen Szenen aus 2025

https://www.youtube.com/shorts/f-cw4Ny-8XE

 
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