103 Millionen Lachse sind allein im vergangenen Jahr in Norwegen vor ihrer Schlachtung verendet – ein neuer trauriger Rekord. In den Zuchtkäfigen unter Wasser und an Land herrschen Bedingungen, die mit Tierwohl nichts zu tun haben: Enge, Dreck, Parasiten, Krankheiten, offene Wunden. Viele Tiere sterben langsam und qualvoll.
Und jetzt das: Statt strengere Regeln durchzusetzen, will die EU-Kommission offenbar auch noch die Einfuhr von kranken und verletzten Fischen erleichtern.
Verletzter Fisch darf aktuell nicht für den direkten Verzehr nach Europa exportiert werden – aus gutem Grund: Solche Tiere sind oft krank oder haben offene Wunden, ihre Haltung verstößt gegen grundlegende Tierschutzstandards. Doch auf Druck der Industrie wird in Brüssel nun an einer Aufweichung dieser Regeln gearbeitet.
Das ist eine neue Dimension des Skandals rund um den Qual-Lachs aus Norwegen.
Mit unserer Recherche konnten wir das Thema letztes Jahr auf die Titelseiten bringen, die Katastrophe ist endlich in den Medien angekommen. Ein erster Erfolg – aber jetzt müssen Taten folgen. Ob medienwirksame Enthüllungen, Vernetzung mit Aktivist:innen vor Ort, Gespräche mit Handelsketten bis hin zu rechtlichen Schritten: Nur dank unseren regelmäßigen Unterstützer/innen können wir die notwendigen finanziellen Mittel dafür aufbringen. Herzlichen Dank, wenn auch Sie unsere Arbeit möglich machen!
https://www.foodwatch.org/de/mitmachen/keine-faulen-fische-lachsleid-stoppen