Dass Fake-News seit langem keine Neuheit ist, weiß jeder. Doch gerade jetzt während der Zeiten des Corona-Virus haben Fake-News sehr schlimme Auswirkungen und können im härtesten Fall lebensgefährlich sein.
„Infodemie“
Das Wort „Infodemie“ beschreibt eine zu große Menge an falschen Informationen, welche im Internet, oder durch die Presse verteilt wird. Meist stehen bei diesen Artikeln keine vertrauenswürdigen Quellen im Glossar und es fällt einem generell schwer, den Herausgeber und das dazugehörige Impressum zu finden. Bei einer „Infodemie“ ist es fast gar nicht mehr möglich, eine vertrauenswürdige Quelle von einer nicht-vertrauenswürdigen zu unterscheiden und immer mehr Menschen glauben an die Fake-News in den fälschlichen Artikeln.
Verbreitete Falschinformationen während der Coronavirus-Pandemie
Während den Zeiten von Corona wurden gerade im Internet immer mehr und mehr Falschinformationen verbreitet, wie man sich beispielsweise vor dem Virus schützen kann und was man präventiv dazu einnehmen kann.
So gibt es im Internet zahlreiche Behauptungen, wie zum Beispiel, dass Knoblauch vor Ansteckungen schütze und man Desinfektionsmittel präventiv trinken kann, um immun zu bleiben. Doch gerade Tipps wie der Letztere können in manchen Fällen lebensgefährlich enden und mehr Leute ins Krankenhaus bringen als nur mit dem Coronavirus an sich.
Solche Tipps sind auf Seiten zu finden, die auf den ersten Blick ganz normal aussehen, doch wenn man sich erst hinterfragt und nachschaut, wer der Herausgeber der Seite ist, fällt auf, dass es sich um sogenannte Fake-News handelt.
QAnon und andere Verschwörungstheorien
Gerade Verschwörungstheoretiker werden zu Zeiten wie diese in ihren Behauptungen bestärkt. Da viele Länder während den schwersten Zeiten der Pandemie einen Lockdown durchführen mussten, hatten viele Bürger angefangen, gegen die – in ihrer Sicht – viel zu harten Maßnahmen zu demonstrieren.
Dazu kamen Theorien über die Herkunft des Virus auf. Beispielsweise behauptet QAnon, dass das Coronavirus als biologische Waffe entwickelt wurde und dass Bill Gates mit den Herstellern unter einer Decke stecke. Gates wollte den Menschen mit seinem Impfstoff Mikrochips implantieren und kontrollieren.
Diese Verschwörungstheorien haben nichts mit der Realität zu tun, aber trotzdem glauben immer mehr Menschen daran – womöglich, weil sie die Maßnahmen der Regierung nicht weiter tolerieren wollen.
Auch in der Politik machen sich die Auswirkungen der Verschwörungstheoretiker und QAnon-Anhänger bemerkbar. Gerade der rechtsextreme Flügel gewinnt immer mehr an Stimmen. Zu diesen gesellen sich meist die Anhänger, welche nicht wirklich an das Virus glauben und es nur für eine leichte Erkältung halten. Dass durch das Virus aber schon tausende Menschen gestorben sind, ist ihnen egal. Laut ihnen hatte jeder Erkrankte bereits eine Vorerkrankung und sei auch daran gestorben und nicht am tödlichen Virus.
Fazit
Um mit glaubwürdigen Informationen durch die Pandemie zu kommen, sollte man sich zuerst beim rechtlichen, öffentlichen Rundfunk der ARD informieren, oder im Internet auf der Seite des Robert-Koch-Institutes nach neuen Empfehlungen schauen. Die Angebote.com an Nachrichten zu Corona sind riesig und man sollte sich nicht im Meer an Informationen verlieren und stets den Begriff der „Infodemie“ im Hinterkopf zu behalten.
Zudem wäre es gut, wenn sich Politiker einer Meinung wären und nicht verschiedene Informationen streuen würden. Ein Politiker ohne Maske streut in der Bevölkerung schnell Unsicherheit, ob das Virus nicht doch so schlimm ist. Und ein US-amerikanischer Präsident sollte nicht vorschlagen, Desinfektionsmittel zu trinken, um dem Virus gegenüber immun zu bleiben.
Um den Zukunftsausblick anzusprechen, sollten alle Bürger Ruhe bewahren und sich wegen des Virus nicht zu verrückt machen. Auch dieses wird ein Ende haben und bald kann ganz Deutschland und die Welt wieder normal auf die Straße. Doch bis dahin sollte man wachsam bleiben und sich an die Regeln der Regierung halten.