Eintrag #851, 07.05.2024, 16:52 Uhr

Esel sterben zu Tausenden: Nur für ihre Haut

Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde,

 

es sind Esel wie dieser, ich nenne ihn Naima, die durch lange Transportwege über die Grenzen Kenias mehr tot als lebendig am Verkaufsort eintreffen. Sie leiden und sterben für den immer lukrativeren Handel mit ihren Häuten, die als Heilmittel in der Traditionellen Medizin gelten.

Ich begleitete gerade unsere Partner in Kenia auf einer gefährlichen und erschütternden Suche nach Bestätigungen für unsere schlimmsten Befürchtungen:

 

Der Eselhauthandel floriert!

 

Unsere Erkenntnisse gleichen einem Horrorkrimi: Trotz Schließung der Schlachthäuser sind die Tiere wieder besonders begehrt, jeder Esel, dem die Händler jetzt habhaft werden, wird brutal und illegal geschlachtet. Wir fanden Berge an Kadavern, zahllose verzweifelte Halter*innen und riesige Eselherden auf dem Weg in ihren Tod.

 
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Auf einem Viehmarkt für Schlachttiere sahen wir hunderte Esel wie Naima – wie wir hörten, waren sie alle für einen einzigen Käufer bestimmt. Hier begegnete ich auch einem kleinen Jungen, dessen Vater den Familienesel brachte, um das Schulgeld bezahlen zu können. Eine schwere Entscheidung, weil ein Esel der von Armut betroffenen Familie auch den einzigen Zugang zu Wasser sichert. Doch die aktuell hohen Preise für Esel überwiegen und so treibt es weitere Esel in die Hände der Schlächter.

Die Szenen der Recherche lassen mich nicht mehr los:

Es sind Tausende, die jede Woche für ihre Haut sterben müssen. Aus Verzweiflung verkauft oder aus Dörfern auch in den Nachbarländern Tansania und Äthiopien gestohlen, werden die Esel in Hinterhöfen zusammengepfercht und geschlachtet, ihre Körperteile dann sorgfältig selektiert: Das Fleisch wird günstig als Rindfleisch auf Märkten veräußert, die Häute zu teuren Preisen in den Export überführt und die Skelette einfach liegen gelassen.

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Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde,

 

es ist allerhöchste Zeit: Wir müssen jetzt Eselleben retten und diesen kriminellen Handel aufhalten!

Bitte sichern Sie mit Ihrer Spende …

  • dringend notwendige Informationsarbeit unter Eselhalter*innen, um den Eseln Schutz zu bieten und ihnen die Folgen eines Verkaufs eindringlich zu machen.
  • Teams an den Grenzen Kenias zu Tansania und Äthiopien, um illegale Eseltransporte aufzuspüren.
  • die sofortige Verstärkung der Überwachung von Transportwegen und Märkten, um für einen strengen Vollzug der geltenden Gesetze zu appellieren.
Mit 55 Euro sichern Sie unseren Einsatz in besonders vom Eselhauthandel betroffenen Dörfern eine Woche lang.
Jetzt spenden
Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde, ich teile meine Trauer und das Entsetzen mit Ihnen, in der großen Hoffnung auf Ihre starke Hilfe. Nur durch Ihre Spende können wir jetzt die Esel retten.


Ihre Wiebke Plasse
Leiterin Kommunikation

 
 
 
 
 
 
 
Welttierschutzgesellschaft e.V.
Tierschutz fängt beim Menschen an

Reinhardtstraße 10
10117 Berlin
Deutschland

Tel.: +49(0)30-9237226-0
[email protected]
 
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