Eintrag #39, 16.01.2007, 19:28 Uhr

Einige mögen sagen, das ......16.01.07 Teil1

:" zuviel Nähe? zuviel Harmonie? oder fehlt doch etwas? ist es vielleicht der Drang nach Freiraum, der Wunsch nach etwas Neuem, nach Abwechslung und Abenteuer?"

Zuerst einmal;
Ich glaube die Welt wird bald untergehen.
Gestern in der Stadt am Bahnhof.Apokalyptisches Verhalten betrunkener Städter in einer Zeit die von fruchtbarer Paarung meinerseits so geprägt ist wie Shania Twain von musikalischer Belanglosigkeit.

Ich warte auf meine Lebensabschnittspartnerin (es ist nicht die Dame auf die sich die Fragen beziehen) und binde meinen Schuh.
Als ich hochschaue steht da ein Jüngling im Hockeydress, austaffiert mit einem Hockeyschläger.
Nun eskaliert die Sachlage. Meine Schleife ist fertig gebunden und ein sehr angetrunkener Bundesbürger bleibt direkt vor dem Hockeyjüngling, vor mir und neben sich stehen, entreisst dem verduzten 16-jährigen seinen Schläger und fängt an, mich damit grotesk-lüstern brabbelnd anzudopsen.

Zuerst dachte ich, er wolle mich damit verprügeln. Das wollte er jedoch leider nicht.
Er dopste mich solange jovial weiter bis ihm der inzwischen aus seiner Lethargie erwachte KarstadtSportWerbeträger für Eishockeyjugendmode in einer Dominanz den Schläger wieder entriss wie man sie sonst nur von Staubsaugervertretern auf der Überholspur deutscher Autobahnen kennt.
Somit war ich nun alleine mit dem Alkoholfahnentragenden Scherzkeks.
Seine Schlägerlosigkeit und mein anscheinend sehr fordernd vorgetragenes Desinteresse an allem was nicht mit Björn-verprügeln zu tun hat liessen ihn jedoch seinen Weg Richtung Bahnhofsrolltreppe fortsetzen und somit aus meinem Leben wieder verschwinden.
"So you´re Brad Pitt? That don´t impress me much."


Heute ist tag 2 seit Lara weg ist.
Ich stehe in der Innenstadt vor einer Footlockerfiliale und ich habe wegen zuviel Nähe, fehlender Harmonie meinerseits, dem Wunsch nach mehr Freiheit und Neuem, wegen Abwechslung und Abenteuer mit ihr Schluss gemacht.
Wegen allen Gründen eben, mit denen Männer die Scheisse rechtfertigen, die sie so fabriziert haben.
Und natürlich wegen einer anderen Frau.

Rückblende in das drei Monate hinter mir, hinter Lara und immer noch über mir schwebende Trennungsgespräch. Ich trug ihr mit viel zu deutlicher Sicherheit alles vor; ich wüsste nicht mehr, ob das was wir tun noch Liebe ist, die "ist alles nur noch Routine?"-Schmonzette, die "du merkst es doch auch"-Kacke und den schlussendlichen finalen Todesstoss der alle Frauen zum Sterben bringt: "Ausserdem ist da ist eine andere in mein Leben getreten."

Anika.
Eine der schönsten Frauen, die ich bisher kennenlernen, anrufen und anhimmeln durfte.
Es ist exakt die Traumfrau, die für prä-, intra- und postpubertären Onanieorgien den Anreiz bietet.
Und es ist auch wunderschön, die Treffen lenken mich ab, wir verbringen eine schöne Zeit zusammen, aber weiterhin bringt mich Oasis´ "Be here now" in Gedanken näher zu Lara als ein Tanga Anikas´zur Geilheit.

"Warum sagst du mir eigentlich nicht mehr das du mich liebst, warum nimmst du mich so selten in den Arm? Ich brauche das und du weisst es."
"Lara, du weisst das ich Probleme mit dem Ausspruch ´ich liebe dich´ habe, ich kann Liebe nicht mehr definieren, und das ist auch der Grund warum ich dich nicht in einer Müllerdrogerie zwischen Teracotta-Clowns und Apfelringen umarmen kann."
Weil ich mir dabei falsch vorkomme.
Aber ich glaube, keine Frau, die voll von Liebe für ihren Partner ist kann das auf Dauer akzeptieren.

Und diesen Cocktail aus Gründen gab ich meiner jetzigen Ex-Freundin zu trinken.
Und garniert mit dem Schirmchen dieser nun bevorstehenden Leidensphase tranken wir ihn beide.
 
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