Eintrag #20, 29.12.2021, 20:46 Uhr

Einige Bitten zum Jahreswechsel

Einige Bitten zum Jahreswechsel

 

Liebe „Aktivisten“ von FFF und anderen „Organisationen“...ich habe zum Jahreswechsel einige Bitten.

 

1. Bitte: Geben Sie sich keinen falschen Illusionen hin.

Sicher verfestigt sich bei Ihnen der Eindruck, dass Ihre Forderungen auf Zustimmung stossen – wo es doch soviel positives Echo aus Politik und Medien gibt.

Glauben Sie nicht, dass deshalb eine Mehrheit der Bevölkerung hinter Ihnen und Ihren Forderungen steht. Sie werden von der Journaille gehegt und gepflegt, denn sie betreiben eine überaus professionelle PR-Arbeit – meinen Glückwunsch dazu – und schließlich kann damit auch die eigene vermeintliche Kompetenz in Umwelt- und Klimafragen immer wieder durch die Medien bestätigt werden. Dass Ihnen Politiker vor allem aus einem gewissen parteipolitischen Spektrum nach dem Mund reden, kannn ja auch nicht verwundern – schließlich gibt es da ja einige Wählerstimmen, die es sich zu sichern gilt.

Das ist aber nur ein sehr kleiner Ausschnitt der wahlberechtigten und interessierten Bevölkerung. Sie haben für Ihre Forderungen keine Mehrheit, hatten Sie nie und werden Sie auch nie haben. Es ist daher natürlich legitim, wenn Sie Ihre Interessen vertreten – seien Sie sich aber darüber im Klaren, dass es eben Ihre Interessen sind – und nicht die der Allgemeinheit.

 

2. Bitte: Kehren Sie auf den Boden der Demokratie zurück.

Hört auf die Wissenschaft“ ist ein demokratiefeindlicher Slogan, der direkt zur Herrschaft der Experten führt, wenn man die Realisierung zu Ende denkt. Dass politische Entscheidungen sich auf wissenschaftlichen Rat stützen sollten – ohne Frage. Die Fachleute sollten aber nicht Entscheidungen vorschlagen oder vorwegnehmen, sondern eben beraten und Konsequenzen aufzeigen. Demokratie bedeutet immer Widerstreit von Interessen und Akzeptanz von Mehrheitsentscheidungen, auch wenn einem selbst das Ergebnis nicht gefällt. Und eine angebliche Existenzbedrohung ist übrigens auch kein Argument, was demokratische Entscheidungsprozesse aushebelt.

 

3. Bitte: Lösen Sie sich vom illiberalen Denken und von falschen Adressaten.

Sie sind damit beschäftigt, Forderungen an den Staat und „die Wirtschaft“ zu formulieren. Das nennt man Abschieben von Verantwortung. Wir alle sind Teil der Wirtschaft, und der Staat hat nur sehr begrenzte Möglichkeiten der Steuerung. Verantwortlich für die Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft sind wir, wir alle. Also adressieren Sie bitte mit Ihren Forderungen die Richtigen: sich selbst und alle Bürgerinnen und Bürger. Übernehmen Sie endlich Verantwortung und fordern Sie auch die anderen Bürger dazu auf, das zu tun.

 

4. Bitte: Denken Sie ganzheitlich.

Eine der Hauptfiguren Ihrer „Bewegung“, Frau Thunberg, hat erst vor einer relativ kurzen Zeit einen ganzheitlichen Ansatz gefordert. Darum würde ich Sie sogar gerne ausdrücklich bitten. Bedenken Sie, dass Klimaschutz und die von Ihnen immer wieder gebetsmühlenartig wiederholten „Forderungen“ Auswirkungen auf alle Bereiche des Lebens haben. Präsentieren Sie schlüssige Gesamtkonzepte, wie soziale, wirtschaftliche, außenpolitische und Sicherheitsfragen mit einer mit Augenmass betriebenen Klimapolitik in Einklang gebracht werden können. Dann kann man Sie auch ernstnehmen.

 

5.Bitte: Erkennen Sie, dass die Marktwirtschaft die Lösung bietet und nicht das Problem ist.

Ohne die produktive und schöpferische Kraft der Marktwirtschaft werden wir kein einziges der Klimaziele erreichen. Viele Anteile Ihrer „Bewegung“ glauben offenbar, dass Marktwirtschaft gleichbedeutend mit Ressourcenverschwendung ist. Das Gegenteil ist der Fall. Wirtschaftliches Wachstum wird nicht in Ressourcenverbrauch gemessen, sondern in Geldwert. Und Geldwert entsteht immer häufiger durch innovative Konzepte, die Ressourcen sparen. „Bewegungen“ wie „Ende Gelände“, die Klimaschutz mit neomarxistischen Wirtschaftskonzepten verbinden, haben nichts verstanden.

 

6. Bitte: Denken Sie auch an Alternativen.

Wahrscheinlich kann ich Sie von weiteren störenden, unproduktiven und ergebnislosen „Aktionen“ nicht abhalten. Aber bedenken Sie: es gibt Alternativen. Gründen Sie ein Start-Up und setzen Sie innovative Konzepte zum Klimaschutz um. Übernehmen Sie politische Verantwortung und tragen Sie dort Ihren Teil zur Entwicklung bei. Arbeiten Sie bei einem grossen Unternehmen und setzen Sie dort Entwicklungen in Gang, die den Klimaschutz befördern. Es gibt sehr viele produktive Möglichkeiten, einen eigenen Anteil an der Entwicklung der Gesellschaft zu leisten. „Aktivismus“ gehört nicht dazu. Denken Sie an die traurigen Schicksale von Menschen wie Thilo Bode oder Jürgen Resch, die nahezu ihr gesamtes Leben als „Aktivisten“ bzw. in der Steigerungsform als Lobbyisten verbracht haben und nichts zur Entwicklung dieser Gesellschaft beigetragen haben. Sie haben Besseres verdient.

 
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