Eintrag #179, 16.06.2018, 10:02 Uhr

DSGVO - die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung Teil 1 von 4

Seit dem 25. Mai 2018 ist die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) im Einsatz. Auf 180 Seiten und in 99 Artikeln wird uns in ca. 50.000 Wörtern erklärt, dass die DSGVO notwendig ist, um die personenbezogenen Daten der EÜ-Bürger besser zu schützen. Die Datenschutzgesetze der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten sind, so die Feststellung des EU-Parlaments, nämlich nicht mehr zeitgemäß und deshalb sollten wir uns darüber freuen, dass den Nutzern viel mehr Rechte eingeräumt werden.

 

Ganz nebenbei handelt es sich bei der Datenschutz-Grundverordnung, um einen massiven Angriff auf die Meinungsfreiheit und den aufklärenden Journalismus. Von der neuen Verordnung sind alle jene betroffen, welche die Daten ihrer Nutzer erheben und verarbeiten. Ein Webseitenbetreiber macht dies beispielsweise durch eine Besucheranalyse, mit Kontaktformularen, einem Newsletter...

 

Das Ziel ist und das wird uns mit der neuen Verordnung immer wieder eingeredet, dass die Bürger wieder mehr Kontrolle über die eigenen Daten bekommen und daher auch ihre Privatsphäre gestärkt wird. Jedem EU-Bürger soll das Recht eingeräumt werden zu erfahren, ob und vor allem welche Daten von ihm verarbeitet werden. Er kann also ab sofort selbst entscheiden, ob und von wem seine Daten verarbeitet werden dürfen. Der Bürger hat das Recht, dass unwahre Daten über ihn berichtigt oder ergänzt werden. Außerdem darf er jederzeit die Löschung seiner Daten verlangen.

 

Seit dem 25. Mai 2018 ist ein Foto, auf welchem es Personen zu erkennen gibt, nicht mehr einfach nur ein Bild, sondern eine Datenerhebung und wie wir ja alle brav gelernt haben wissen wir nun, dass man bei einer Datenerhebung nunmehr um die Zustimmung der betroffenen Person zu fragen hat.

 

Wer also ein Bild hat auf welchem, beispielsweise, im Hintergrund eine Person zu erkennen ist, muss sich bei dieser Person erkundigen, ob sie mit der Datenerhebung (also dem erscheinen auf dem Foto), einverstanden ist.

 

Praktisches Beispiel:

 

Du willst mit einem Freund ein Selfie machen und im Hintergrund latscht ein Passant vorbei. Es ist euer Selfie des Lebens, doch wenn ihr nicht schnell genug seid, um zu erkennen, dass da noch jemand auf dem Foto ist und ihr die betreffende Person zur Rücksprache, ob ihr dieses geniale Meisterwerk eh nützen dürft auch nicht mehr einholen könnt, dann habt ihr die verdammte Pflicht das Selfie umgehend zu löschen.

 

Fotos vom Kindergeburtstag, von seinen Kindern am Spielplatz, der Firmenfeier mit den Kollegen, Fotos mit Freunden in einem gut besuchten Tanzlokal... sind somit Geschichte...

 

Zum Glück gibt es allerdings für alles eine Ausnahme und so dürfen Fotos, ohne die betroffene Person zu fragen, immerhin von der sogenannten institutionalisierten Presse und den dafür arbeitenden Journalisten und Unternehmen, angefertigt und gespeichert werden.

 

 

 

 

 
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