Die Zukunft der US-Kirche
In den katholischen Gemeinden der USA wird zunehmend spanisch gesprochen. Während die weiße Bevölkerung sich langsam aber sicher aus der Kirche verabschiedet, stürmen die „Hispaniacs“ die Messen. Die Institution der Kirche wird auch in den USA ihren Einfluss in Gesellschaft und Staat verlieren aber die jungen, spanisch sprechenden Latinos hauchen der katholischen Kirche der USA neues Leben und mehr Spiritualität ein.
In den USA sprechen etwa vierzig Millionen Menschen spanische und etwa 25 % der US-Katholiken ist ein Latino. Bei den unter 18-jährigen sind bereits 60 % aller Katholiken von hispanischer Herkunft.
Was ist der Grund der signifikanten Zunahme praktizierender Katholiken unter den Latinos?
Der Grund ist Papst Franziskus. Er ist der richtige Mann zur richtigen Zeit. Es ist seine Bescheidenheit und seine Gestik, welche die Latino-Gemeinde anspricht. Für diese Menschen zählt sein Wirken mehr als jede Papstenzyklika. Für die US-Kirche sind die Latino-Gemeinden ein wahrer Segen, weil diese über weitgehend intakte Familienstrukturen verfügen. In der Konsumgesellschaft der heutigen Zeit ist dies für die Kirche ein stabilisierender Faktor. Die Themen der US-Kirche werden sich dadurch auch ändern. Es wird bestimmt wieder mehr um soziale Gerechtigkeit als um die Abtreibung oder die „Homo-Ehe“ gehen. Je mehr Latinos sich also für die US-Kirche begeistern, um so mehr wird sich diese selbst wandeln.