Der Skandal am Schlachthof Aschaffenburg
Der Skandal am Schlachthof Aschaffenburg geht in die nächste Runde
Ein neuer Vertrag steht im Raum
Nach dem Tierschutzskandal am Schlachthof Aschaffenburg, der die vorübergehende Schließung zur Folge hatte, wurde in einer eigens dafür einberaumten Stadtratsitzung am 18.09.23, einstimmig über eine fristlose Kündigung des bestehenden Pachtvertrags abgestimmt.
Es wurde im Vorfeld von Seiten der Stadt zur rechtlichen Absicherung,
ein juristisches Gutachten in Auftrag gegeben, das ebenfalls ausschlaggebend war in der Entscheidungsfindung.
Man war sich einig, dass man das Vertrauen in diese Betreibergesellschaft verloren hatte, die auch in der Zeit der vorübergehenden Schließung, zu
keinerlei konstruktiven Gesprächen bereit war.
Die Stadt Aschaffenburg hat daraufhin den Pachtvertrag der AB Schlachthof GmbH & Co. KG fristlos gekündigt, mit einer Frist, die die Räumung bis 15.Oktober beinhaltet.
Kurz vor der Räumungsfrist sucht nun die Betreibergesellschaft ein Gespräch mit der Stadt, um den Vollzug der Kündigung abzuwenden und um eine Basis zu finden, um das Vertragsverhältnis weiter aufrechtzuerhalten, so berichtet das Main Echo am 12.10.23 in einem ausführlichen Bericht.
Was hat sich seitdem geändert? Nicht viel.
Immer wieder wird betont, wie engmaschig die KBLV ( Bayerische Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen) den Schlachtbetrieb kontrolliert.
Trotzdem wird auch Wochen später, keine Freigabe für die Schlachtung von Rindern, Muttersauen und Ferkeln erteilt.
Offensichtlich wurden keine ausreichenden Verbesserungen vorgenommen.
Vom verlorenen Qualitätssiegel wird überhaupt nicht mehr gesprochen.
Was bewegt die Stadt Aschaffenburg sich trotz allem, mit dieser Betreiberin erneut an den runden Tisch zu setzen?
Anstatt konsequent zu handeln und den Schlachthof zu räumen, knickt sie ein und trifft sich mit der Gegenseite für eventuelle Zugeständnisse oder um einen neuen Pachtvertrag zu schließen.
Warum dieser ganze Aufwand?
Wollte die Stadt ihr Gesicht nicht verlieren und hinter diesem ganzen Szenario nur so tun, als komme man seinen Pflichten nach, auf diesen Tierschutzskandal zu reagieren?
Warum also jetzt dieser Rückzieher?
Hat sie Angst vor einem Rechtsstreit?
Oder hat sie sich von dem Betreiber bestechen lassen?
Was auch immer der Grund sein mag, es ist inakzeptabel und unverantwortlich.
- Wir fordern die Stadt Aschaffenburg auf, ihre Entscheidung zu überdenken und den Schlachthof endgültig zu schließen.
- Wir fordern sie auf, sich nicht länger von dem Betreiber einschüchtern oder manipulieren zu lassen.
- Wir fordern sie auf, sich an ihre eigenen Werte und Prinzipien zu erinnern und sich für das Wohl der Tiere einzusetzen, so wie es versprochen wurde.
Denn das ist ihre moralische Pflicht als öffentliche Institution.
Es ist eine Farce und eine Beleidigung für alle Tierfreund*innen und Tierrechtler*innen und auch für die Bürger der Stadt Aschaffenburg und die Verbraucher.
Wie kann es sein, dass der Oberbürgermeister Herzing, die Stadträte, die Taskforce und auch die Verbraucher so gleichgültig und verantwortungslos sind, dass sie das Leid und die Misshandlung von unzähligen Tieren ignorieren oder tolerieren?
Daher fordern wir die konsequente Beendigung jeglicher Ausbeutung, wie sie an hoch sozialen gefühlsbegabten, zu den selben Denkvorgängen, wie ein 4-jähriges Kind fähigen Säugetieren, hier betrieben wird.
Unsere sogenannten „Nutz“-Tiere sind fühlende, denkende soziale Wesen, die ein Recht auf Leben, Freiheit und Würde haben.
Sie sind keine Ware, die man nach Belieben qualzüchten, qualhalten, von ihren Jungen trennen, ausbeuten, verbrühen, häuten, schreddern, schächten, schlachten, zerstückeln und verzehren kann und über deren schlimmste Tierqualen man einfach hinwegsehen kann!
Das ist einer zivilisierten Gesellschaft des 21. Jahrhunderts unwürdig!!!
Der Aschaffenburger Schlachthof ist kein Einzelfall, sondern ein Symptom einer kranken und korrupten Fleischindustrie, die nur auf Profit aus ist und keine Rücksicht auf die Rechte und das Wohlergehen der Tiere nimmt.
Wir fordern die konsequente Beseitigung jeglicher Ausbeutung, die an Tieren betrieben wird.
Tiere sind fühlende Wesen, die ein Recht auf Leben, Freiheit und Würde haben.
- Wir appellieren an alle Beteiligten, endlich zu handeln und den Aschaffenburger Schlachthof zu schließen.
- Wir appellieren an den Oberbürgermeister Herzing, seiner Verantwortung gerecht zu werden und eine schnelle Lösung für dieses Desaster zu finden.
- Wir appellieren an die Stadträte, ihre Stimme für die Tiere zu erheben und sich nicht von den Interessen der Fleischlobby beeinflussen zu lassen.
- Wir appellieren an die Taskforce, ihre Arbeit transparent und effektiv zu gestalten und nicht nur leere Versprechungen zu machen.
- Und wir appellieren an die Verbraucher, ihr Konsumverhalten zu überdenken und sich für eine vegane Ernährungs- und Lebensweise zu entscheiden.
Der Aschaffenburger Schlachthof ist eine Schande für die Stadt Aschaffenburg, unser Land und unsere Menschlichkeit.
Wir dürfen nicht länger wegschauen oder schweigen.
Wir müssen uns für die Tiere einsetzen und ihnen eine Stimme geben.
Denn sie haben genauso wie wir ein Recht auf Respekt, Schutz und Gerechtigkeit.