Das wahre Leben Teil 1
Mein Nachtwecker zeigt 3:46 Uhr an. Eigentlich noch genügend Zeit um wieder die Augen zu schließen, das Kopfkissen zu recht zu zupfen und weiter zu pennen, aber gerade heute bring ich es einfach nicht. Fragt mich nicht wieso, es ist einfach so.
Ein erneuter Blick auf die rote Infrarotanzeige verheißt nichts Gutes: 3:48 Uhr.
Ich überlege, ob ich es einmal mit den berühmten Schafen probieren soll. Ich probiere es. Es klappt nicht, aber ich verspüre plötzlich ein Grummeln in der Magengegend.
Der ist also auch schon wach. Ich gebe nach und quäle mich aus dem Bett. Das Wort Quälen ist hier eindeutig angebracht, da mein Zimmer gefühlte – 12 Grad Raumtemperatur misst. Immerhin ist die Luft frisch und meine Mutter hat es schließlich auch nur gut gemeint. Sie meint alles immer nur gut. Erst gestern hat sie meine alten Sachen aussortiert und entsorgt, darunter ein BVB Trikot von 1978, welches ich für etliche Euros bei Ebay ersteigert hatte. Aber sie hatte es schließlich nur gut gemeint und das Trikot hätte mir sowieso nicht mehr gepasst, meinte sie. Das stimmt schon, bloß auffällig ist, dass ich etwa 25 verschiedene BVB Trikots habe und nur etwa 2-3 mir davon noch passen. Man könnte mich also glatt als Sammler bezeichnen.
Mittlerweile bin ich in der Küche angekommen. Während andere Leute Angst haben müssen, in der Dunkelheit bei sich in der Wohnung zu stolpern, kann ich dies beruhigt beiseite schieben und finde mich selbst im Schwarz der tiefsten Nacht in unserem Haushalt zu Recht. Zwar nervt der andauernde Putzfimmel auf der einen Seite, aber auf der anderen Seite kann eben dieser an manchen Stellen ganz hilfreich sein, da man alles sofort und überall findet.
Dennoch mache ich nun erst einmal das Licht in der Küche an und schaue in Richtung Kühlschrank. Der selbige hat nicht wirklich viel zu bieten. Kein Wunder, ist heute doch erst Donnerstag und wird meine Mutter erst später an diesem Tag ihn wieder mit Nahrung füllen.
Viel ist immerhin nicht gleich gar nichts, sodass ich mir 2 Karotten, eine Paprika und eine Gurke herausnehmen kann.
Nach einer kleinen Zubereitungsdauer und einer kurzen Verabreichung fühlt sich mein Magen gleich viel besser an und beruhigt sich erst einmal fürs Erste.
Nun fordert der Hals seinen Tribut. Gehirn erkennt, wir haben Durst. Also klappe ich den Kühlschrank erneut auf und hole mir eine Flasche Mineralwasser heraus. Natürlich kein gekauftes, sondern selbst gesprudeltes, natürliches Wasser.
Dem Kauf dieser „Sprudelmaschine“ ging ein einwöchiger Disput zwischen meinem Vater und meiner Mutter hervor. Es wurde nicht über den Preis gestritten, denn der ist wirklich nicht zu beachten. Vielmehr ging es um die Gefährlichkeit dieses „Gasspielzeug“, wie mein Vater es betitelte. Letztendlich setzte sich meine Mutter wie meist durch und seither sitzen wir fast alle 2 Stunden an dieser Maschine und erstellen neues Mineralwasser.
Man könnte fast sagen, das Erstellen von Mineralwasser ist unser Familiensport, unsere tägliche, gemeinsame Aktion, so wie andere Familien einmal die Woche zusammen Karten spielen oder einmal im Monat zusammen einen eintägigen Ausflug machen.
Wir haben halt unser Sprudelwasser.
Ein erneuter Blick auf die rote Infrarotanzeige verheißt nichts Gutes: 3:48 Uhr.
Ich überlege, ob ich es einmal mit den berühmten Schafen probieren soll. Ich probiere es. Es klappt nicht, aber ich verspüre plötzlich ein Grummeln in der Magengegend.
Der ist also auch schon wach. Ich gebe nach und quäle mich aus dem Bett. Das Wort Quälen ist hier eindeutig angebracht, da mein Zimmer gefühlte – 12 Grad Raumtemperatur misst. Immerhin ist die Luft frisch und meine Mutter hat es schließlich auch nur gut gemeint. Sie meint alles immer nur gut. Erst gestern hat sie meine alten Sachen aussortiert und entsorgt, darunter ein BVB Trikot von 1978, welches ich für etliche Euros bei Ebay ersteigert hatte. Aber sie hatte es schließlich nur gut gemeint und das Trikot hätte mir sowieso nicht mehr gepasst, meinte sie. Das stimmt schon, bloß auffällig ist, dass ich etwa 25 verschiedene BVB Trikots habe und nur etwa 2-3 mir davon noch passen. Man könnte mich also glatt als Sammler bezeichnen.
Mittlerweile bin ich in der Küche angekommen. Während andere Leute Angst haben müssen, in der Dunkelheit bei sich in der Wohnung zu stolpern, kann ich dies beruhigt beiseite schieben und finde mich selbst im Schwarz der tiefsten Nacht in unserem Haushalt zu Recht. Zwar nervt der andauernde Putzfimmel auf der einen Seite, aber auf der anderen Seite kann eben dieser an manchen Stellen ganz hilfreich sein, da man alles sofort und überall findet.
Dennoch mache ich nun erst einmal das Licht in der Küche an und schaue in Richtung Kühlschrank. Der selbige hat nicht wirklich viel zu bieten. Kein Wunder, ist heute doch erst Donnerstag und wird meine Mutter erst später an diesem Tag ihn wieder mit Nahrung füllen.
Viel ist immerhin nicht gleich gar nichts, sodass ich mir 2 Karotten, eine Paprika und eine Gurke herausnehmen kann.
Nach einer kleinen Zubereitungsdauer und einer kurzen Verabreichung fühlt sich mein Magen gleich viel besser an und beruhigt sich erst einmal fürs Erste.
Nun fordert der Hals seinen Tribut. Gehirn erkennt, wir haben Durst. Also klappe ich den Kühlschrank erneut auf und hole mir eine Flasche Mineralwasser heraus. Natürlich kein gekauftes, sondern selbst gesprudeltes, natürliches Wasser.
Dem Kauf dieser „Sprudelmaschine“ ging ein einwöchiger Disput zwischen meinem Vater und meiner Mutter hervor. Es wurde nicht über den Preis gestritten, denn der ist wirklich nicht zu beachten. Vielmehr ging es um die Gefährlichkeit dieses „Gasspielzeug“, wie mein Vater es betitelte. Letztendlich setzte sich meine Mutter wie meist durch und seither sitzen wir fast alle 2 Stunden an dieser Maschine und erstellen neues Mineralwasser.
Man könnte fast sagen, das Erstellen von Mineralwasser ist unser Familiensport, unsere tägliche, gemeinsame Aktion, so wie andere Familien einmal die Woche zusammen Karten spielen oder einmal im Monat zusammen einen eintägigen Ausflug machen.
Wir haben halt unser Sprudelwasser.