Bitte keine Tötung ungewollter Zootiere
Der Tiergarten Nürnberg hat angekündigt, gesunde Guinea-Paviane zum Zweck des „Populationsmanagements“ zu töten, da die Gruppe mit 45 Tieren das für 25 Tiere ausgelegte Gehege überfüllt. Pro Wildlife kritisiert dies scharf und wirft dem Zoo vor, die Konsequenzen jahrelanger verfehlter Zucht- und Haltungspolitik auf die Tiere abzuwälzen. Die angebotenen alternativen Unterbringungsmöglichkeiten lehnt der Tierpark ab.
Gleichzeitig investiert der Zoo in „attraktivere“ Arten: Über 35 Millionen flossen in das umstrittene Delfinarium und die Erweiterung der Giraffenhaltung, um noch mehr Tiere anschaffen und züchten zu können. Diese Doppelmoral ist inakzeptabel. Jede Privatperson, die ihre Hunde aus Platzmangel einschläfern und gleichzeitig neue Katzen anschaffen würde, müsste mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.
Nach Einschätzung von Pro Wildlife verstößt die geplante Pavian-Tötung gegen das Tierschutzgesetz, das eine Tötung ohne vernünftigen Grund als Straftat ahndet. Die Tötung gesunder Tiere aufgrund selbstverschuldeter Haltungsmängel und Platzprobleme erfüllt diesen „vernünftigen Grund“ nicht. Pro Wildlife fordert den Tiergarten Nürnberg auf, die Tötungspläne zu stoppen und stattdessen eine verantwortungsvolle Lösung zu suchen – etwa durch Abgabe der Tiere an andere Einrichtungen, Gehegeerweiterungen und den Stopp der weiteren Zucht.
https://www.prowildlife.de/aktuelles/petition/keine-toetung-ungewollter-zootiere/