Bayern gibt den Fischotter zum Abschuss frei
Hannes Jaenicke und die Deutsche Umwelthilfe e.V.
28. APR. 2023 —
Liebe Unterstützer:innen!
„Bayern gibt den Fischotter zum Abschuss frei.“
Was sich auf den ersten Blick wie ein Postillon-Artikel liest, ist der völlige Ernst der bayrischen Staatsregierung.
Seit gestern richtet sich die bayrische Flinte auf den vom Aussterben bedrohten Fischotter.
In einem Eilverfahren hat das Kabinett in München eine Verordnung durchgewunken, die nicht nur eindeutig europarechtswidrig ist, sondern auch jahrzehntelange Fortschritte im Artenschutz
zunichtemachen könnte.
Was hier zum angeblichen Schutz von Teichen und Fischen beschlossen wurde, kostet dem verspielten Schwimmer mit den schwarzen Kulleraugen, neben hart erkämpften Rechten, nun auch das Leben.
Statt die eigenen Versäumnisse bei der Förderung naturnaher Teichlandschaften und im Schutz von Gewässern einzuräumen, nutzt Söder den bedrohten Fischotter für seinen Wahlkampfwahnsinn.
Wir lassen nicht zu, dass die bayrische Landtagswahl auf dem Rücken geschützter Tierarten ausgetragen wird.
Wir fordern die sofortige Aussetzung der Verordnung und prüfen derzeit die notwendigen rechtlichen Schritte.
Für den kleinen Schwimmer müssen andere Maßnahmen als der Gewehrlauf getroffen werden. Wir setzen uns dafür ein, dass Alternativen wie Ablenkteiche oder Zäune zur Vergrämung an Fischteichen gefördert werden und Forschungsmittel für die Suche nach naturverträglichen Wegen bereitgestellt werden.
Danke für eure Unterstützung!
Eure Deutsche Umwelthilfe.
PS: Ihr seid mit eurer Entrüstung nicht alleine? Dann teilt dieses Verbrechen gegen den Naturschutz mit potenziellen Mitstreiter:innen