2017-07-01 Gedicht zum Juli von Rosemarie Hauff
In die Schule geh ich gern,
Ferien hab ich lieber.
Jedes Jahr zur Sommerzeit
kehrn die Ferien wieder.
Pack den Ranzen in den Schrank,
nimm die Bademütze.
Schulfrei ist heut Gott sei Dank
bei der Julihitze.
An den Seen im kühlen Wald,
wo die Frösche quaken,
rastet heute jung und alt
auf den Frotteelaken.
Klitschklatsch nasse Badehosen
trocknen in der Sonne.
Franz will mich ins Wasser stoßen,
doch ich schwimm mit Wonne.
In dem Dorfe vor der Stadt
toben zwanzig Jungen,
haben unsern Stadtstaub satt,
sind aufs Land gesprungen.
Züge rasen hin und her,
einer auf Gleis sieben,
fährt hinunter bis zum Meer
und ist dort geblieben.
Auf der langen Autobahn
schleichen tausend Wagen.
Hupend schnaufen sie voran,
müd und angeschlagen.
Denn, wenn einer bemsen muß,
stoppen auch die andern.
Aufenthalt erregt Verdruß,
lieber will ich wandern.
Abends zirpen zehn Zikaden
in des Nachbars Büschen.
Öffne deinen Fensterladen,
Nachtluft soll erfrischen.
An dem warmen Sommerhimmel
segelt dann der Mond
seufzend durch das Sterngewimmel,
weil er sich gern schont.
Schlaft nun tief, denn ihr erwacht
viel zu früh am Morgen.
Kurz is eine Julinacht,
träumt nur ohne Sorgen.