Eintrag #340, 02.07.2017, 19:40 Uhr

2017-07-01 Gedicht zum Juli von Rosemarie Hauff

In die Schule geh ich gern,

Ferien hab ich lieber.

Jedes Jahr zur Sommerzeit

kehrn die Ferien wieder.

 

Pack den Ranzen in den Schrank,

nimm die Bademütze.

Schulfrei ist heut Gott sei Dank

bei der Julihitze.

 

An den Seen im kühlen Wald,

wo die Frösche quaken,

rastet heute jung und alt

auf den Frotteelaken.

 

Klitschklatsch nasse Badehosen

trocknen in der Sonne.

Franz will mich ins Wasser stoßen,

doch ich schwimm mit Wonne.

 

In dem Dorfe vor der Stadt

toben zwanzig Jungen,

haben unsern Stadtstaub satt,

sind aufs Land gesprungen.

 

Züge rasen hin und her,

einer auf Gleis sieben,

fährt hinunter bis zum Meer

und ist dort geblieben.

 

Auf der langen Autobahn

schleichen tausend Wagen.

Hupend schnaufen sie voran,

müd und angeschlagen.

 

Denn, wenn einer bemsen muß,

stoppen auch die andern.

Aufenthalt erregt Verdruß,

lieber will ich wandern.

 

Abends zirpen zehn Zikaden

in des Nachbars Büschen.

Öffne deinen Fensterladen,

Nachtluft soll erfrischen.

 

An dem warmen Sommerhimmel

segelt dann der Mond

seufzend durch das Sterngewimmel,

weil er sich gern schont.

 

Schlaft nun tief, denn ihr erwacht

viel zu früh am Morgen.

Kurz is eine Julinacht,

träumt nur ohne Sorgen.

 
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