Närrisch hat der Monat begonnen, ein wenig unheimlich endet er:
In der Nacht vom 30. April zum 1. Mai, in der Walpurgisnacht, sollen nach altem Aberglauben alle Hexen und Teufel in den Lüften sein. Sie reiten auf Besen, Fabeltieren und Feuerhaken zu ihrem Versammlungsort, den Gipfel des Brockenberges im Harz. Dort halten sie ihr Treffen ab und fegen dabei in wildem Tanz den letzten Schnee hinweg. Schlag 12 Uhr nachts ist dann der ganze Spuk vorbei. Natürlich haben sich die Menschen früher allerlei ausgedacht, um diese Unholde von Haus und Hof fern zu halten. So wurden hohe Feuer angezündet, mit allen Glocken (von der Turmglocke bis zur Kuhschelle) ein höllischer Lärm entfacht und mit Peitschen geknallt. Dazu rannten oft Männer, Frauen und Kinder mit brennenden Besen oder Reisigbüscheln um das Anwesen. Auch die Hunde rasten kläffend hinterdrein. Zu diesem höllischen Lärm rief man:
Hexe, Hexe flieh von hier,
oder es endet schlecht mit dir.
Und ganz sicher wurden so alle Hexen vertrieben, denn bis heute hat man keine mehr gesehen.