Eintrag #36, 13.04.2016, 17:47 Uhr

2016-04-01 April, April tut was er will

"April, April tut was er will". Diese Sprichwort verrät schon, daß wir es mit einem ziemlich wetterwendigen Gesellen zu tun haben, dessen Launen wir jedes Jahr 30 Tage lang erdulden müssen. Sein Name leitet sich von dem lateinischen "aperire" ab. Das Wörtchen bedeutet "öffnen"; gemeint ist, daß sich in diesem Monat des Frühlings alle Blüten öffnen.

 

Am 1. April gibt es immer den großen Spaß, mit dem uns gegenseitig "in den April schicken". Wer auf die kleinen närrischen Schwindeleien und Irreführungen hereinfällt, wird als "Aprilochse" ausgelacht:

"April, April, der schickt die Narren wohin er will!"

 

Die altdeutschen Bezeichnungen für diesen Monat sind fast treffender: Ostermonat oder Ostermond. Das Osterfest, das am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert wird, fällt  meist in diesen Monat. Diese Zeit ist nun besonders reich an wunderschönen Gebräuchen. Zum Teil stammen sie noch vom germanischen Fest für die Frühlingsgöttin Ostara her. In schöner Weise haben sie sich mit der Feier der Auferstehung des Gottessohnes Jesus Christus verbunden.

 

Schon der Palmsonntag, eine Woche vor dem Osterfest, bringt den ersten Höhepunkt. Wir erinnern uns des Einzugs in Jerusalem, bei dem Christus von einr mit Palmzweigen winkenden Menge jubelnd begrüßt wurde. In unseren nördlichen Ländern bringt man an diesem Tag "Palmbuschen" zur Weihe mit in die Kirche. Diese sind aus Weidenkätzchen oder anderen früh grünenden Zweigen gebunden. Sie sollen Segen und Fruchtbarkeit ins Haus bringen und werden beim Kreuz in der Wohnstube aufgehängt.

 

Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche, die uns an das Leiden und den Tod des Herrn erinnert. Deshalb schweigen die Glocken von Gründonnerstag bis zum Karsamstag früh. Und wenn die katholischen Buben während dieser Zeit als Minestranten die Ratschen betätigen dürfen, so müssen die evangelischen Kinder am hohen Fest des Karfreitags ganz besonders still und brav sein, daß niemand an ihrem Lärmen Anstoß nimmt.

 

Am Karsamstag findet vielerorts ein Osterfeuer statt.

 

Endlich ist Ostersonntag gekommen. Die Kinder haben im Garten oder auf dem Balkon bereits ihre Nestchen am Vorabend gebaut. Schon bei Tagesanbruch krabbeln die Kleinsten aus ihren Bettchen, um nachzusehen, ob und was der gute Osterhase hineingelegt hat. Doch die Osterhasen verstecken oft auch die Nestchen an schwer zu findenden Orten, um dann ihre Gaben hinein zu legen.

 
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